Adelheid Praxeda

Adelheid Praxeda

Adelheid Praxeda, eine russische Prinzessin und Witwe Otho's, Markgrafen von Brandenburg, wurde Kaiser Heinrich's IV. zweite Gemahlin, lud aber unverschuldeter Weise seinen Haß in so hohem Grade auf sich, daß er sie mit Mißhandlungen und Entehrungen aller Art überhäufte. Er sperrte sie zuletzt in ein elendes Gefängniß, aus dem sie aber so glücklich war zu entfliehen. Sie ging nach Italien, und begab sich in den Schutz der berühmten Gräfin Mathilde, welche sie dem Papste Urban II. empfahl. Von ihm unterstützt, führte sie auf der Kirchenversammlung von Piacenza (1093) Klage gegen den Kaiser, indem sie den Kirchenvätern alle Beschimpfungen und Schandthaten erzählte, welche sie von ihm hatte erdulden müssen. Sie starb in einem Kloster, worin sie Zuflucht gesucht hatte, um ihre unverdiente Schande vor der Welt zu verbergen.

–n.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • Adelheid — (die Frau edlen Geschlechts; Adelaide, Adele, Allix), Tochter Rudolfs II., Königs von Kleinburgund, Gemahlin Lothars, des Königs von Italien, später Ottoʼs I. s. Otto I. gest. 17. Dec. 999. 2. Adelheid Praxeda, russ. Prinzessin, zweite Frau… …   Herders Conversations-Lexikon

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