Adelheitsquelle

Adelheitsquelle, die, in dem Dorfe Heilbrunn, 8 Meilen von München, ist schon im Alterthume bekannt gewesen. Nach Chroniken haben die Ungarn die Quelle im Jahre 955 zerstört; im Jahre 1059 ließen die Klosterherrn von Benediktbeuern dieselbe wieder aufsuchen, und sie wurde viel benutzt. Einen großen Ruf und auch ihren Namen erhielt die Quelle durch Adelheid, Gemahlin des Kurfürsten Ferdinand, welche das Bad mit großem Erfolge gebrauchte. Sie enthält noch neben mehrern Salzen und Erdarten Jodine und Brom. Dieser Gehalt zeichnet sie vor allen Heilquellen aus, und kann sie in etwas den Seebädern an die Seite stellen, wenigstens dürfte sie in Fällen, wo die Benutzung von Seebädern nicht möglich ist, ein Ersatzmittel gewähren. Als salinisches Mineralwasser und hinsichtlich des Gehaltes an Kohlenwasserstoffgas aber steht es den wirksamsten der bekannten Arten nicht nach. – Das Wasser ist klar, farblos, entwickelt viele Gasbläschen, hat einen etwas widerlichen Geruch und Geschmack nach Brom, schmeckt übrigens wie schwach gesalzne Fleischbrühe. Es erregt die Eßlust, und wirkt abführend. Man trinkt und badet zugleich. Durch neuere Beobachtungen erweist es sich besonders hilfreich gegen den Kropf, Scropheln und Drüsenleiden aller Art, englische Krankheit, schlechte Verdauung, Schleim und Säure, Gallenkrankheiten, Wassersuchten, langwierige Brustkrankheiten, als chronische Katarrhe und Schleimschwindsucht, Hypochondrie, Melancholie etc.

D.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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