Christine, von Dänemark

Christine, von Dänemark, eine Tochter des Königs Christian II., hatte sich, nachdem ihr erster Gemahl Franz Sforza, Herzog von Mailand, 1544 mit Tode abgegangen war, zum zweiten Male mit dem Herzoge Franz von Lothringen und Bar vermählt, und spielte in der damaligen Zeit der Feindseligkeiten zwischen Frankreich und Oestreich eine bedeutende politische Rolle. Nach des Herzogs Tode führte sie die Regentschaft, da sie aber von mütterlicher Seite her eine Nichte des Kaisers Karl V. war und König Heinrich II. eine Einmischung in den Krieg von ihr befürchtete, so erklärte er sie ihrer Würde als Regentin von Lothringen für entsetzt und ernannte an ihre Stelle einen französischen Edelmann, den Grafen Nicolaus von Vaudemont, zum Regenten, indem er sie zugleich der Erziehung ihres Sohnes, des nachherigen Karl's II. enthob, und diesen in Paris mit seinen Söhnen erziehen ließ. Karl II. heirathete später eine königliche Prinzessin von Frankreich, Christine aber begab sich nach Mecheln und starb daselbst 1590.

R.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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