Fichte

Fichte, Rothtanne, in die Familie der Zapfenbäume, zur Gattung der Nadelhölzer gehörend; einer der höchsten europäischen Baume; in unsern deutschen Wäldern sehr zahlreich, und wegen seiner weit ausgebreiteten, aber nicht tief eindringenden Wurzeln, auch auf Felsen fortkommend. Das Holz der Fichte dient als Bau- und Brennholz. Das aus der Rinde schwitzende, oder durch Einschnitte in dieselbe gewonnene Harz wird als Pech benutzt, die Rinde von den Gerbern zum Garmachen der Häute gebraucht. Sogar die Wurzel dient den Lappländern, in Asche und Wasser gekocht, Stricke und Körbe daraus zu machen, und der markartige Splint wird in Schweden in theuern Zeiten als Brod gegessen. Die Blätter der Fichte sind wie bei allen Nadelhölzern lang, schmal und spitz zulaufend, von dunkelgrüner, im Winter fast schwärzlicher Farbe. Die Nadeln sind zugespitzt und beinahe vierkantig, die herabhängenden Zapfen ziemlich cylindrisch. Weibliche und männliche Blüthen sitzen auf einem Stamm. Erstere bestehen aus Zapfen, in deren Schuppen geflügelte Samenkörner befindlich; letztere aus traubenförmigen Büscheln. Die nordamerikanische weiße Fichte wird wegen ihres hohen und schnellen Wuchses auch bei uns mit Nutzen angepflanzt. Aus ihren Zapfen fließt bei starker Sonnenhitze ein weißes, klares Harz von angenehm balsamischem Geruch. Das Fichtenlaub bedeutet in der Blumensprache: Vaterlandsliebe, deutscher Sinndeutsche Kraft.

L. M.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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