Glaukos, Glaukus (Mythologie)

Glaukos, Glaukus (Mythologie)

Glaukos, Glaukus (Mythologie), Glaukus, ein böotischer Fischer, und später ein Orakelgott, durch eine Verwandlungsmythe berühmt. Als er einst Fische auf einen Rasen am Meeresufer, der vorher weder von Thieren noch Menschen betreten worden war, schüttete, sprangen und hüpften sie alle lustig umher, und schnellten sich vor seinen Augen in das Meer zurück. Glaukos kam auf die sehr richtige Vermuthung, es müßten die Kräuter, die dort standen, Zauberkräuter sein, und kostete davon. Sogleich überwältigte auch ihn ein unbekannter Trieb, sich in das Meer zu stürzen, und er sprang seinen Fischen nach. Okeanos und Tethys, die Herrscher der Meere, nahmen ihn wohlwollend auf, thaten sein Irdisches von ihm, gaben ihm Unsterblichkeit, und er lebte fortan in ihrer und der Okeaniden Gesellschaft. Er wurde ein weissagender Meergott, und als Tritonen ähnlich abgebildet, kräftig und nervig, mit langem Bart und Haar, und einem Fischschwanz statt der Füße. Außerdem führten diesen Namen der Sohn des Minos und der Pasiphae, welcher in einem Honigfaß ertrank, aber von Polyeides wieder lebendig gemacht wurde, der Vater des Bellerophon u. A.

–ch–


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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