Jalappe (Botanik)

Jalappe (Botanik)

Jalappe (Botanik), auch Wunderblume, zur Familie der Nyktazineen gehörig, eine in unsern Gärten allgemein bekannte Zierpflanze, mit knolliger, perennirender Wurzel, knotigem, gabelästigem Stengel, eirunden Blättern und lieblichen, röhrig-trichterförmigen Blumen. Man zieht sie aus Samen im Mistbeet und setzt die jungen Pflanzen, wenn kein Frost mehr zu befürchten, in's freie Land, wo sie im Sommer blühen und reisen Samen tragen. Die Jalappe stammt aus Amerika. Ihre Wurzel hat in der Wirksamkeit, obgleich schwächer, große Aehnlichkeit mit einer andern Pflanzengattung dieses Namens, nämlich mit der zur Familie der Winden gehörenden Jalappe (convolvulus Jalappa), deren medicinische, stark purgirende Eigenschaft seit Anfang des vorigen Jahrhunderts in Europa bekannt ist. Aus der eiförmigen, von Außen runzeligen und schwarzbraunen, von Innen aschfarbigen und mit einem harzigen Safte angefüllten Wurzel kommen eckige, windende Stengel 8–10 Fuß hervor. Die Blätter sind ungleich, theils herzförmig, theils eckig oder lanzettförmig, die Blumen der gemeinen Winde ähnlich. Der harzige Saft der Wurzel ist der medicinische Stoff, aus welchem man in den Apotheken auch einen Harz und einen Essig bereitet. Ihre Deutung in der Blumensprache ist wirksame Kraft

L. M.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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