Karoline Wilh. Fr., Fürstin von Schw.-Sondershausen

Karoline Wilh. Fr., Fürstin von Schw.-Sondershausen Wilhelmine Friederike, Fürstin von Schwarzburg-Sondershausen, geb. Prinzessin von Schwarzburg-Rudolstadt, schien von der Natur sowohl als durch ihre Erziehung berufen, als eine treffliche deutsche Hausfrau (eine Würde, die selbst Frauen auf den höchsten Thronen nicht verschmähen) den Kreis, den die Bestimmung ihr angewiesen, zu schmücken. Leider wurde ihr nur vergönnt, als Mutter thätig und glücklich zu sein, da eine völlige Verschiedenheit der Denkungsart und Sitten zwischen ihr und ihrem Gemahl eine Scheidewand bildete, die sie schon in den ersten Jahren ihrer Ehe bewog, sich von seiner Residenz Sondershausen zu entfernen und in Arnstadt ein stilles, aber durch Wohl-. thun segensreiches und durch die treueste Erfüllung ihrer Mutterpflichten ehrenwerthes Leben zu führen. In ihrem Sohne, dem Fürsten Günther Friedrich Karl, der jetzt, da sein Vater die Regierung niederlegte, die bisher erschlafften und durch nachtheiligen Einfluß geleiteten Zügel derselben kräftig ergriffen, und in ihrer Tochter, der regierenden Fürstin von Lippe-Detmold, die einer solchen Mutter würdig ist, stiftete sie durch den mächtigen Einfluß und ihr reines Beispiel sich selbst das beste Denkmal, das noch in später Zukunft ihrem Namen ein ehrenvolles Andenken sichern wird. Sie ist geb. den 21. Januar 1774 und wurde den 23. Juni 1799 mit dem jetzt im Ruhestande lebenden Fürsten, Günther Friedrich Karl, Senior des fürstlichen Hauses Schwarzburg, vermählt.

A.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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