Karthäuserinnen

Karthäuserinnen. Der heilige Bruno stiftet im Jahre 1086 einen Mönchsorden, welchem man nach dem Stammsitze Chartreuse bei Grenoble den Namen Karthäuserorden gab. Die Ordensglieder lebten in der größten Armuth. Seit 1137 erhielten sie besondere Ordensregeln, nach welchen ihnen stetes Stillschweigen auferlegt, und nur am Donnerstage und an den Capiteltagen zu reden gestattet wurde. Sie lebten nächst dem Gottesdienste den Wissenschaften, der Gastfreundlichkeit und der Wohlthätigkeit, und kleideten sich weiß mit einem schwarzen Mantel. Eben diese Farben trugen auch die im Jahre 1616 entstandenen Karthäuserinnen, welche die Erlaubniß hatten, zusammen zu speisen, und welche auch das Stillschweigen öfter brechen durften. Sie standen unter der Aufsicht eines Karthäusermönchs, welcher den Titel Vicar führte.

s.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • Karthäuserinnen — Karthäuserinnen, Frauenorden nach der Regel der Karthäuser; erschienen zuerst in der Karthause Premol bei Grenoble, 1234; standen unter Aufsicht der Karthäuserinnenobern, hatten ebenfalls Laienschwestern, durften mit keinem Mann sprechen, trugen… …   Pierer's Universal-Lexikon

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  • Nonnen-Orden — Nonnen Orden. Als das Stillleben der Selbstbetrachtung unter den männlichen Gliedern der menschlichen Gesellschaft Eingang gefunden hatte, fanden sich auch gar bald unter den Frauen solche, die sich ebenfalls zu einem heiligen Stillleben… …   Damen Conversations Lexikon

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