Landon, Lätitia Elisabeth

Landon, Lätitia Elisabeth

Landon, Lätitia Elisabeth, neben Johanna Bailli die gefeiertste engl. Dichterin, wurde um 1810 geb. Sie hat nicht etwa, sagt Allan Cunningham von ihr, bloß ein paar zärtliche Lieder gesungen und dann ihre Lippen geschlossen, um sich des erworbenen Beifalls zu erfreuen, sondern viel geschrieben, sowohl im erhabenen, wie im rührenden Genre, allein stets anmuthig und fließend. In kurzen Poesien, wo es auf netten Ausdruck ankommt, excellirt sie besonders, hat aber auch Phantasie und Gefühl durch eine lange und verwickelte, wechselreiche Erzählung fest zu halten gewußt. Die Diction ist ausgezeichnet, natürlich, ihre Einbildungskraft stets fruchtbar und nie ausschweifend. Ihre vorzüglichsten poetischen Werke sind: »the improvisatrice« und »the venetian bracelet.« Auch in der Prosa hat sich mit Glück ihre Feder versucht und in einer langen Erzählung, »Romance and reality,« allezeit fertigen Witz, viel geistige Beweglichkeit und ausgebreitete Weltkenntniß bewiesen. Miß Lätitia ist schön und in Gesellschaft lebhaft und liebenswürdig, ohne daß es ihr Mühe macht. Ihr neuester Roman »die Freunde« erregte ungemeine Sensation.

B.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • Mac-Lean [1] — Mac Lean (spr. Mak Liehn), Lätitia Elisabeth, so v.w. Landon …   Pierer's Universal-Lexikon

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