Luise Marie Cherese Charlotte Isabelle, Königin von Belgien

Luise Marie Cherese Charlotte Isabelle, Königin von Belgien, Königin von Belgien, und Tochter Ludwig Philipp's I., Königs der Franzosen und Marie Amaliens, königlicher Prinzessin beider Sicilien, wurde den 3. April 1812 geb. Aufgeblüht im Schooße des heitersten Familienlebens, das an Eintracht und stillem häuslichen Glück ganz Frankreich zum nachahmenswerthen Beispiel dienen konnte, genoß sie die Erziehung einer trefflichen Mutter, die nur für ihre Pflichten lebt, und ihrer Tante, der Prinzessin Adelaide Luise von Orleans, dieser durch die härtesten Unglücksfälle geprüften und bewahrten Fürstin. In ihrer nicht lange erst bestehenden Ehe mit Leopold I., König von Belgien, dem sie am 9. August 1832 vermählt ward, hatte sie schon Veranlassung, die mächtige Stütze zu erkennen, und dankbar zu verehren, die in der Religion ihr gegeben ward. Denn sie verlor an einer schmerzhaften, jeden Augenzeugen erschütternden Krankheit das erste Pfand ihrer Liebe, den von ihrem Gemahl und dem Lande sehnlich erwarteten und freudigst begrüßten Kronprinzen, den sie nur kurz besessen, aber doch lange genug, um die seligsten Mutterhoffnungen auf seinen Besitz zu gründen. Sie bewies bei dieser Gelegenheit, wie segensreich die Beispiele musterhafter Eltern auf kommende Generationen wirken. Denn obgleich jung, zart und unerfahren und vom tiefsten Schmerz durchdrungen, überwand sie doch denselben, um ihre anderen Pflichten mit einem Eifer, einer Kraft und Ausdauer zu erfüllen, die sie würdig machte, sich eine Tochter Maria Amaliens nennen zu dürfen, und wodurch sie die stille Bewunderung derer, die sie beobachten konnten, erwarb.

A.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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