Manzanillo (Botanik)

Manzanillo (Botanik), ein längs den Küsten der zwischen den Wendezirkeln liegenden amerikanischen Inseln wachsender, unserm Apfelbaume ähnlicher Baum, dessen Blätter und Saft ein starkes, schnellwirkendes Gift enthalten, und welcher die Höhe eines Nußbaums erreicht. Wehe dem, der in seinem trügerischen Schatten entschlummert! Im Kurzen entzünden sich die Augen des Schlafenden, sein Körper schwillt auf, und wenn keine warnende Stimme ihn weckt, so findet er den Tod durch die Ausdünstung, welche er eingeathmet. Die unsern Apisäpfeln gleichende Frucht des Manzanillo riecht höchst angenehm; allein ihr Saft ist eben so gefährlich als der der Blätter und Aeste. Um das tödtliche Gift, in welches die Indianer ihre Pfeile tauchen, zu gewinnen, dürfen sie nur einen Einschnitt in die Rinde machen, aus welchem es dann, wie eine milchige Substanz reichlich hervorquillt. Nur mit vieler Vorsicht fällt man den ganzen Baum, und Meerwasser, auf der Stelle getrunken, gilt für das beste Mittel gegen seine schädlichen Wirkungen.

F.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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