Missionen, Missionaire

Missionen, Missionaire. Der Ausdruck Mission bedeutet eigentlich Sendung. In kirchlicher Hinsicht versteht man darunter die Absendung von Männern, welche die Ausbreitung des Christenthums unter nicht christlichen Völkern übernommen haben. Schon in den frühesten Zeiten zeigte sich hier und da ein heiliger Eifer, den Glauben, der das Herz mit seinen erwärmenden Strahlen durchdringt, und das Gemüth auf den Schwingen der Andacht zu Gott erhebt, auch Andern mitzutheilen. Fromme Männer unternahmen mit unsäglichen Beschwerden und Gefahren Reisen in Länder, in welche die frohe Botschaft von Christus noch nicht gedrungen war, um daselbst die Lehre von dem Gekreuzigten zu verkündigen. Sie folgten dem-Befehle Jesu: gehet hin und lehret. Die Kirche nennt sie Missionaire, Heidenboten. Vorzüglich wichtige Missionen hat die katholische Kirche gegründet, und in Rom ist eine eigene Anstalt (Propaganda) zur Verbreitung und Sicherstellung des katholischen Glaubens gestiftet. Unter den Protestanten haben sich früher vorzüglich die Dänen und die herrnhutische Brüdergemeinde durch solche Missionen ausgezeichnet. Neuerlich hat man Missionsanstalten in England und in Basel gegründet. In naher Beziehung stehen sie mit den Bibelgesellschaften. (s. d.)

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http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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