Passah oder Paschah

Passah oder Paschah, das Osterfest der Juden, gefeiert zum Andenken an den Auszug aus Aegypten und die in diesem Lande ihnen gewordene Verschonung vor der Plage des Würgengels, fällt in den ersten Vollmond des Frühlings im Monat Nisan vom 14. bis zum 21. Während dieser Zeit, welche die Israeliten im gelobten Lande bei der Stiftshütte und nachher in Jerusalem beim Tempel verlebten, darf nur ungesäuertes Brot gegessen werden, weil beim Auszuge aus Aegypten die Zeit zum Säuern des Teiges fehlte. Früher verzehrte jede Familie am ersten Abende ein vom Priester geschlachtetes Lamm, das ganz und ohne Zerbrechung der Knochen auf den Tisch kam. Gebete und Erzählungen vom Auszuge folgten auf das Mahl, von dem sich das christliche Abendmahl (s. d.) herschreibt. Als Opfer wurden die Erstlinge der Heerden und Früchte im Tempel dargebracht. Das Passah war und ist noch jetzt das größte Fest der Juden, die seine Feier heilig und streng halten.

4.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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