Polypen

Polypen, im Allgemeinen die Thierchen auf der niedrigsten Stufe der Bildung, wo das Pflanzenartige mit dem Animalischen verbunden ist, oder das letztere sich kaum von jenem unterscheidet. Sie bestehen aus einer gallertartigen, mehr oder minder festen Masse, haben wenig Organisation, und sind fast nur Magen und einsaugende Haut. – Im medicinischen Sinne nennt man P. die Auswüchse in den Höhlen des Körpers, welche mit Schleimhaut ausgekleidet sind, wie die Nase, den Schlund, die Ausführungsgänge, das Herz u. a. m. Sie müssen abgebunden, ausgerissen oder durch Aetzmittel zerstört werden, wo dieß möglich ist. Fälschlich hat man das zur Faser geronnene Blut im Herzen nach dem Tode auch für P. angesehen.

D.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Polypen — Polypen, 1) in älterer Zeit so v.w. Tintenfische, bes. Octopus, s. u. Tintenfische; 2) nach Cuvier u. in neuester Zeit 13. Klasse des Thierreiches aus der Abtheilung der Pflanzen od. Strahleuthiere; gallertartig, länglich od. kegelförmig, mit… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Polypen — Polypen,   Singular Polyp der, en, gutartige Tumoren der Schleimhäute, die meist gestielt, aber auch mit breiter Basis dem Untergrund aufsitzen; sie treten v. a. in Hohlorganen (Darmpolyp, Magenpolyp) auf und bilden dabei auch die Mehrzahl… …   Universal-Lexikon

  • Polypen — Polȳpen (grch., »Vielfüßer«), ursprünglich Bezeichnung der Kopffüßer (Polyp der Alten, s. Seepolyp), jetzt für die festsitzenden Stöcke der Polypomedusen (s.d.). – In der Medizin sind P. geschwulstartige Wucherungen, die mit dünnem Stiel auf der… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Polypen — Der Polyp (über lateinisch polypus von griechisch πολύπους, altgriechische Aussprache polýpous, „vielfüßig“) bezeichnet die sessile Form vieler Nesseltiere, siehe Polyp (Nesseltiere) in der Gastronomie (als zum Verzehr angebotener Polypenfisch)… …   Deutsch Wikipedia

  • Polypen — Polyp: Die heute fachsprachlich veraltete, aber noch volkstümliche Bezeichnung des Tintenfisches erscheint in dt. Texten seit dem 16. Jh. Sie ist aus gleichbed. lat. polypus entlehnt, das seinerseits aus griech. polýpous (eigentlich »Vielfuß«; zu …   Das Herkunftswörterbuch

  • Polypen — Polizisten …   Jugendsprache Lexikon

  • Polypen [2] — Polypen, Geschwülste, die mit einem Polypen Ähnlichkeit haben, weil sie auf einer freien Oberfläche gestielt aufsitzen. Schleimpolypen sind rund oder länglichrund, meist schleimig, weich und gewöhnlich sehr blutreich. Die Geschwulst besteht aus… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Polypen [1] — Polypen (griech., »Vielfüße«), im Altertum die Cephalopoden oder Tintenschnecken, gegenwärtig gewisse Formen der Cölenteraten. Ein Polyp ist ein zylindrischer oder keulenförmiger Schlauch, der hinten festgewachsen ist und vorn eine Öffnung… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Polypen [1] — Polypen, s. Pflanzenthiere, Zoophyten …   Herders Conversations-Lexikon

  • Polypen [2] — Polypen, in der Pathologie verschiedenartige krankhafte Auswüchse auf der Schleimhaut irgend einer Höhle des Körpers, meist von birnförmiger Gestalt u. mit dem dünnen Ende aufsitzend. Am häufigsten sind die Nasen und Gebärmutter P. Nach ihrer… …   Herders Conversations-Lexikon

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”