Schlucken

Schlucken, ein krampfhaftes Einathmen, die Folge eines Reizes im Magen und Magenmunde, und eine sehr gewöhnliche Erscheinung bei kleinen Kindern, die von Erkältung, Ueberladung des Magens, hastigem Trinken, Verschlucken und von verdorbenem Magen entsteht, was bei Kindern besonders mit Säure verbunden ist, die man im Athem riecht. Ein schnell dagegen helfendes Mittel ist ein wenig klarer Zucker mit lauem Wasser. Der S. vergeht auch, wie so viele Nervenaffectionen, durch einen kleinen Schreck, das Denken an einen Gegenstand, das Halten eines Schlüssels zwischen den Zähnen, Streichen des Kehlkopfes bis zur Herzgrube mit einem Magnete und durch Auflegen eines Senfteiges auf die Magengegend. Bei bösartigen Krankheiten ist der eintretende S. ein Zeichen des herannahenden Todes.

D.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • schlucken — schlucken …   Deutsch Wörterbuch

  • Schlucken — Schlucken, verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1) Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, durch die Kehle in den Magen bringen, wo es den mit dieser Handlung verbundenen Laut nachahmet. Nicht schlucken können. Ingleichen… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schlucken — ist eine komplexe Bewegungsabfolge vieler Muskeln im Mund , Rachen und Halsbereich, die unter anderem der Nahrungs und Flüssigkeitsaufnahme dient siehe Schluckakt eine umgangssprachliche Bezeichnung für das maßlose Trinken von Alkohol, oft schon… …   Deutsch Wikipedia

  • schlucken — Vsw std. (13. Jh., slucko 8. Jh.), mhd. sluken, mndd. sluken, mndl. slocken Stammwort. Mit Intensivgemination zu mhd. slūchen schlingen, schlucken , mndd. sluken. Außergermanisch vergleicht sich ohne anlautendes s gr. lýzō ich schlucke, schluchze …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • schlucken — schlucken: Mhd., mnd. slucken, niederl. slocken ist eine Intensivbildung zu einem germ. starken Verb, das in mnd. slūken, schwed. sluka »hinunterschlingen« erscheint. Ahd. ist nur die Ableitung slucko »Schlemmer« bezeugt. Zu der wohl… …   Das Herkunftswörterbuch

  • schlucken — V. (Mittelstufe) etw. durch die Kehle in den Magen bringen Beispiele: Das Kind hat zufällig eine Münze geschluckt. Vor dem Schlafengehen muss ich noch Pillen schlucken. schlucken V. (Aufbaustufe) ugs.: ein kleineres Unternehmen o. Ä. übernehmen… …   Extremes Deutsch

  • Schlucken — (Deglutitio), 1) vorbereitender Act der Ernährung, wodurch der Übergang der nach Erforderniß durch das Kauen gehörig vorbereiteten Nahrungsstoffe aus der Mundhöhle durch den Schlundkopf u. die Speiseröhre in den Magen bewirkt wird; er ist theils… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Schlucken — Schlucken, soviel wie Schlingen oder Schluchsen …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Schlucken — (Schlucksen, Schluckser, Singultus), unwillkürliches krampfhaftes Einatmen, durch stoßweise erfolgende Zusammenziehungen des Zwerchfells hervorgebracht, nach Überladung oder Erkältung des Magens und bei Reizung der Zwerchfellsnerven; in schweren… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • schlucken — hinunterschlucken; einnehmen; sacken lassen (umgangssprachlich); darüber schlafen (umgangssprachlich); damit umgehen lernen; verarbeiten; verdauen * * * schlu|cken [ ʃlʊkn̩]: 1 …   Universal-Lexikon

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