Uechtritz, Friedrich von

Uechtritz, Friedrich von, erwarb sich unter den neueren dramatischen Dichtern einigen Ruf durch seinen »Alerander und Darius,« der auf mehreren bedeutenden Bühnen Deutschlands zur Darstellung kam, und namentlich durch Tieck's Verwendung und Empfehlung sich einen nicht geringen Kreis von Freunden erwarb. Früher schrieb Uechtritz ein Drama »Chrysosthömus,« dem er später den »Spartakus« folgen ließ. Nach dem Alexander und Darius debütirte er abermals mit einem Trauerspiel »das Ehrenschwert,« in dem die Motive jedoch zu kleinlich und bürgerlich unbedeutend sind, um Aufsehen damit zu erregen. Das letzte Trauerspiel von U, das in Dresden über die Bühne ging und späterhin im Druck erschien, ist: »Rosamunde.« Tieck fand sich bewogen, in seiner »Vogelscheuche« diesem Producte des Dichters den Ehrenkranz der Meisterschaft zu reichen, konnte aber bei dem Publikum nicht durchdringen. Denn wenn auch eine duftige Färbung der Sprache und glückliche Anlage dem Dichter zuzugestehen sind, so zeigt er doch zu wenig Kraft in Zeichnung der Charaktere, überhaupt zu wenig Männlichkeit im Gedanken, als daß es ihm gelingen möchte, in dieser Weise sich als dramatischer Dichter zu halten. U. ist 1800 zu Görlitz in der Ober-Lausitz geb. und stammt aus einer altadeligen, angesehenen Familie. Seine Bildung erhielt er auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt und der Universität zu Leipzig. Von da trat er in Berlin die juristische Laufbahn an, ward als Assessor zum Landgericht nach Trier versetzt und lebt jetzt schon seit einigen Jahren in derselben Eigenschaft zu Düsseldorf, wo ihm in Immermann ein Geistesverwandter und Gleichstrebender zur Seite steht.

W.....m.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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