Waizen (Botanik)

Waizen (Botanik), zu den Gramineen gezählt, die edelste Getreideart, deren Samen das weißeste und feinste Mehl liefert. Die Blümchen bilden eine Aehre oder Traube, der Kelch ist zweiklappig, der Same länglich, nackt oder in die Korollenklappen eingeschlossen. Der gemeine W. zerfällt in Sommer- und Winterwaizen. Ersterer wird im Frühjahr gesäet; letzterer hat eine zweijährige Wurzel und wird im Herbst gesäet. Zusammengesetzter W., auch Winterkorn oder Josephswaizen genannt, treibt aus einer Wurzel 6–10 starke Halme und jede Aehre hat 4–5 kleine Nebenähren. In Neapel und Sicilien trifft man ihn sehr häufig, auch wird er wegen seines reichen Ertrags in England und Ungarn angebaut; bei uns artet er aber leicht aus und verliert seine Seitenähren. Der polnische W. ist der ansehnlichste von allen Sorten, hat 5 F. lange Halme und einen halben F. lange Aehren. Er bestockt sich ungemein stark seine Körner sind größer als die der andern Arten, klar, beinahe durchsichtig, schwer und mehlreich. Er wird vorzüglich in Frankreich und Lothringen gebaut. Auch der große englische W. und der sardinische, zeichnen sich durch ihre Fruchtbarkeit aus. Türkischer Waizen, siehe Mais.

L. M.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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