Wallenrodt, Johanna Isabelle Eleonore von

Wallenrodt, Johanna Isabelle Eleonore von, geb. Freiin von Koppy. Unter den Schriftstellerinnen Deutschlands, welche sich zu Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts durch eine gefällige, fließende Darstellung, Reichthum der Phantasie und seine, stets psychologisch motivirte Welt- und Menschenkenntniß auszeichneten, verdient Fr. v. W. eine ehrenvolle Erwähnung. Von ihren zahlreichen, zu jener Zeit mit großem Beifall aufgenommenen Schriften, mögen hier nur folgende genannt werden: »Die drei Spinareken, oder Bertha von Salza und Herrmann von Thüringen;« »Emma von Ruppin;« »Geschichte Theophrastus Gradmanns;« »Adolf und Sidonie von Wappenkron;« »Das Leben der Frau von Wallenrodt;« »Begebenheiten des Ritters Wolfram von Voldlgk« etc. Geb. am 28. Febr. 1740 in Thüringen, verlor sie frühzeitig ihren Vater, genoß aber durch ihre feingebildete Mutter und einen wohlwollenden Oheim eine vortreffliche Erziehung. Vermählt 1762 mit dem preuß. Rittmeister von Wallenrodt, scheint ihr Leben von da an durch manche Widerwärtigkeiten getrübt worden zu sein Sie verlor 1776 ihren Gatten, 1781 die Mutter, unternahm hierauf mehrere Reisen nach Leipzig, Berlin und Prag, und brachte den Rest ihrer Tage bei ihrer zweiten Tochter, der verwitw. Frau von Krockwitz in Lampersdorf bei Bernstadt, in Schlesien zu, wo sie auch, 79 Jahre alt, am 11. October 1819 endete. Ihre älteste Tochter, Auguste Freiin von Goldstein, hat sich ebenfalls als Schriftstellerin einen Namen erworben.

B.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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