Xenien

Xenien, bei den Griechen und Römern diejenigen Geschenke, welche der Gastgeber nach aufgehobener Tafel seinen Freunden zu machen pflegte, und welche in Eiern, Früchten, Vögeln etc. bestanden. Sinngedichte, welche der römische Dichter Martial in Bezug auf irgend einen Gegenstand eines Gastmahls dichtete, nannte dieser auch X., und diesem Beispiele folgte Schiller und gab in seinem Musenalmanache von 1797 eine Anzahl von mehr als 400 Distichen unter diesem Namen heraus.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • Xenien — (griech.), ursprünglich „Gastgeschenke“, nannte der römische Dichter Martial (1. Jahrhundert n. Chr) das 13. Buch seiner Epigramme, die als Begleitverse zu Geschenken gedacht waren. Johann Wolfgang von Goethe übernahm diesen Titel im… …   Deutsch Wikipedia

  • Xenien — is a Germanization of the Greek Xenia host gifts , a title originally applied by the Roman poet Martial (1st century) to a collection of poems which were to accompany his presents. Following this precedent, Johann Wolfgang von Goethe named a… …   Wikipedia

  • Xenien — (del griego Xenion, regalo del visitante) fue el nombre que el poeta romano Marcial (siglo I) le dio a la colección de sus poemas con las que acompañaba sus regalos. Posteriormente, Goethe nombró a una colección de dísticos, que había escrito… …   Wikipedia Español

  • Xenĭen — (griech. Xenia), eigentlich Geschenke für Gastfreunde bei den Alten, kommt schon bei Martial als Überschrift für das 13. Buch seiner Epigramme vor, weil es größtenteils von solchen Gegenständen handelt, die gewöhnlich als Gastgeschenke verteilt… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Xenien — (v. gr.), 1) bei Martial Titel des 13. Buchs seiner Epigramme, welches lauter Distichen enthält, die sich auf ein Gastgeschenk (s. Xenia 4) beziehen u. dasselbe tadeln od. loben; daher 2) eine Sammlung von mehr als 400 Distichen von Schiller u.… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Xenien — Xenĭen (grch.), Gastgeschenke; bei Martial Titel des 13. Buches seiner Epigramme; danach nannten Schiller und Goethe ihre im »Musenalmanach für 1797« gedruckten Epigramme gegen die Verkehrtheiten der zeitgenössischen Literatur. – Vgl. über… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Xenien — Xenien, griech. dtsch., Gastgeschenke; so betitelte Martialis (s. d.) das 13. Buch seiner Epigramme, ebenso Schiller u. Göthe ihre zuerst im Musenalmanach von 1797 veröffentlichten bittern Ausfälle und Spöttereien über Persönlichkeiten u.… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Xenien — Xeni|en   [lateinisch xenia »Begleitverse zu Gastgeschenken«, von griechisch xénion »Gastgeschenk«], Singular Xeni|e die, ,    1) Antike: Gastgeschenke, die Freunde untereinander austauschten, später auch die, die der Gastgeber nach der Mahlzeit… …   Universal-Lexikon

  • XENIEN —    the name, derived from Martial, of a series of stinging epigrams issued at one time by Goethe and Schiller, which created a great sensation and gave offence to many, causing the solemn empire of dulness to quake from end to end …   The Nuttall Encyclopaedia

  • Xenien (Literatur) — Xenien (griech.), ursprünglich „Gastgeschenke“, nannte der römische Dichter Martial (1. Jahrhundert n. Chr) das 13. Buch seiner Epigramme, die als Begleitverse zu Geschenken gedacht waren. Johann Wolfgang von Goethe übernahm diesen Titel im… …   Deutsch Wikipedia

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