Arnold Jacob Clementschitsch
Wandgemälde Nr. 1 im großen Festsaal der Klagenfurter Wirtschaftskammer[1] in der Bahnhofstraße
Wandgemälde Nr. 2 im großen Festsaal der Klagenfurter Wirtschaftskammer[2] in der Bahnhofstraße

Arnold Jacob Clementschitsch (* 18. Juni 1887 in Villach; † 10. Dezember 1970 ebenda) war ein österreichischer Maler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Villacher Landschafts- und Genremaler Arnold J. Clementschitsch brachte so etwas wie einen großstädtischen Zug in die Kärntner Malerei. „Er ist der einzige, der spürbar die Verbindungen herstellt zur spezifischen Kunstäußerung zweier Städte: zu Wien und München (Leopoldine Springschitz)." Clementschitsch war der Sohn eines Rechtsanwaltes und wurde am 18. Juni 1887 in Villach geboren. Als er mit 19 schon in einem Wiener Bankhaus volontierte, erwachte in ihm der Wunsch, Maler zu werden, den er zwei Jahre später auch in die Tat umsetzte. Der Villacher gab 1908 den Bankberuf auf und nützte die Ausbildungsmöglichkeiten, die ihm die Reichshauptstadt bot. So besuchte er die Kunstschule, die damals die Avantgarde heranbildete, und die Kunstgewerbeschule am Stubenring. 1911 ging Clementschitsch nach München. 1915 musste der Künstler einrücken. Nach dem Krieg blieb Clernentschitsch in Kärnten und zog auf die von den Eltern geerbte Rauterhube oberhalb von Annenheim, wo er zu seinem ganz persönlichen Malstil fand. Eines der Hauptmotive bildete der Ossiacher See.

Springschitz: „Begegnungen mit Kärntner Künstlern, mit Herbert Boeckl 1924, der Clementschitschs Aktmalerei wesentlich anregte, mit dem vornehmen lyrischen Landschaftsmaler Felix Esterl Ende der zwanziger Jahre, brachten die menschlichen und künstlerischen Bindungen zur Malerei des Landes.“ Er war dann auch der bevorzugte Porträtist vieler Kärntner Familien. In Wien war er schon bei seiner ersten Kollektivausstellung 1920 in der Secession mit seinen höchst originellen Straßenbildern aufgefallen. Es folgten Ausstellungen in Barcelona (1928), Venedig (1932) und Wien (1953). Arnold Clementschitsch war zuletzt gelähmt und starb 83jährig am 10. Dezember 1970 im Pflegeheim des Villacher Landeskrankenhauses. Mit seinem Werk und dem prachtvollen Selbstporträt von 1946 bleibt dieser Kärntner uns über den Tod hinaus gegenwärtig.

Werke (Auswahl)

  • Selbstporträt (1946)
  • Zwei Wandgemälde (1952) im großen Festsaal der Klagenfurter Wirtschaftskammer

Quellen

Einzelnachweise

  1. Auftragswerk der Klagenfurter Wirtschaftskammer in Klagenfurt (Entstehungsjahr 1952), mit freundlicher Erlaubnis zur Veröffentlichung durch Ing. Klaus Köpf, Referent in der WK
  2. Auftragswerk der Klagenfurter Wirtschaftskammer in Klagenfurt (Entstehungsjahr 1952), mit freundlicher Erlaubnis zur Veröffentlichung durch Ing. Klaus Köpf, Referent in der WK

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