Arnold Wolff
Arnold Wolff im Dachstuhl des Kölner Doms am 18. Oktober 2003

Arnold Wolff (* 26. Juli 1932 in Wevelinghoven, Kreis Grevenbroich) ist ein deutscher Architekt und arbeitete als Kölner Dombaumeister.

Ab 1954 studierte er Architektur an der RWTH in Aachen, wo er 1961 das Diplom erwarb. Bereits in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren leistete er Arbeiten für den Kölner Dom (Aufnahme des Dreikönigenschreins im Maßstab 1:1), bevor er 1962 unter Willy Weyres als Architekt in der Kölner Dombauverwaltung angestellt wurde. 1968 promovierte er an der RWTH mit einer Dissertation über die erste Bauzeit des gotischen Domes, einer Arbeit, die seinerzeit neue Maßstäbe im Bereich mittelalterlicher Bauarchäologie setzte und noch heute in ihren wesentlichen Ergebnissen aktuell und die Grundlage jeder baugeschichtlichen Beschäftigung mit dem Kölner Dom ist.

1972 folgte er seinem Lehrer Weyres im Amt des Kölner Dombaumeisters nach, das er bis zum Jubiläumsjahr 1998 innehatte. In diesen Jahren wurde nicht nur das Dombauarchiv neu organisiert, sondern auch die Dombauhütte neu gebaut und der hauseigene „Verlag Kölner Dom“ gegründet. Neben den immensen Wiederherstellungs- und Erhaltungsarbeiten am Dom fand unter seiner Leitung auch eine neue Würdigung der künstlerischen Leistung des 19. Jahrhunderts statt, was wohl in erster Linie in der Wiedereinsetzung des großen Westfensters von Carl Julius Milde, das in den Jahren von 1865 bis 1870 geschaffen und im Zweiten Weltkrieg ausgebaut und doch beschädigt wurde, sichtbar ist.

Arnold Wolff wirkt außerdem als Autor und Herausgeber für die wissenschaftliche Erforschung und die Popularität des Kölner Domes.

Literaturhinweis

Colonia Gotica. Gotische Architektur in Köln. Hrsg. v. d. Stadt Köln. Köln o.J. (1998). 2; B.S.-W.: Verabschiedung von Dombaumeister Prof. Dr. Arnold Wolff. In: Kölner Domblatt. 64/1999. 290-294.

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