Arnswalde
Choszczno
Wappen von Choszczno
Choszczno (Polen)
DEC
Choszczno
Choszczno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Choszczno
Fläche: 10 km²
Geographische Lage: 53° 10′ N, 15° 24′ O53.16666666666715.47Koordinaten: 53° 10′ 0″ N, 15° 24′ 0″ O
Höhe: 51 m n.p.m
Einwohner: 15.819 (30. Juni 2008[1])
Postleitzahl: 73-200 bis 73-201
Telefonvorwahl: (+48) 95
Kfz-Kennzeichen: ZCH
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 151 ŚwidwinGorzów Wielkopolski
DK 160 Suchań ↔ Miedzichowo
DK 175Drawsko Pomorskie ↔ Choszczno
Schienenweg: Stargard SzczecińskiKrzyż
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 18 Schulzenämter
45 Ortschaften
Fläche: 246 km²
Einwohner: 22.257 (30. Juni 2008[1])
Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Robert Adamczyk
Adresse: ul. Wolności 24
73-200 Choszczno
Webpräsenz: www.choszczno.pl

Choszczno ['xɔʃʧnɔ] (deutsch Arnswalde) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Westpommern mit etwa 16.000 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Choszczno liegt im Westen der Woiwodschaft Westpommern (in Hinterpommern) zwischen dem Fluss Stüdnitz und dem Klückensee, der zur Arnswalder Seenplatte gehört. In der Stadt kreuzen sich mehrere Landstraßen, die Fernstraße nach Stargard Szczeciński (37 km) ist jedoch 17 Kilometer entfernt. Die Entfernung nach Stettin beträgt 75 Kilometer. Nach Stargard und Mirosławiec (Märkisch Friedland) führt eine Bahnlinie.

Geschichte

Wappen nach Otto Hupp

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Arnswalde stammt aus dem Jahr 1269. Am 1. April 1269 wurde hier ein Vertrag zwischen den Askaniern und dem Pomerellenherzog Mestwin II. geschlossen. Nicht ganz gesichert ist die Vergabe des Stadtrechtes, am wahrscheinlichsten ist, dass es 1284 erteilt wurde. Das Stadtrecht wurde nach Magdeburger Recht erteilt. 1289 wurde der Ort erstmals urkundlich als Stadt erwähnt[2]. 1364 hatte die Stadt eine Burg. 1402 kam Arnswalde unter die Herrschaft des Deutschen Ritterordens. 1414 versuchte Henning von Wedel, den Ort zu erobern, scheiterte jedoch. 1419 fielen polnische Ritter in Arnswalde ein, und der Ort wurde dabei zu großen Teilen zerstört. 1433 wurde Arnswalde ein Lehen Polens, aber schon vier Jahre später stand sie wieder unter der Herrschaft des Ordens. Große Teile der Stadt wurden 1511 Opfer eines Brandes. 1549 verminderte die Pest die Einwohnerzahl. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde auch Arnswalde stark zerstört. 1649 wurde Arnswalde Teil der Poststrecke BerlinKönigsberg.

Marktplatz um 1900

1719 wurde in Arnswalde eine Garnison für preußische Truppen errichtet. 1806 besuchte der preußische König Friedrich Wilhelm III. die Stadt. Mit der Neuordnung der preußischen Verwaltung nach dem Wiener Kongress (1815) wurde der Landkreis Arnswalde im Regierungsbezirk Frankfurt gebildet. 1828 wurde die erste Schule des Ortes eröffnet, 51 Jahre später wurde das Rathaus neu gebaut. Die Kreisverwaltung kam 1846 in die Stadt Arnswalde. 1848 erhielt Arnswalde Anschluss an die Bahnlinie StargardPosen. 1905 erhielt die Stadt ihr erstes Krankenhaus. 1938 kam der Landkreis zum Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen. Die Einwohnerzahl von Arnswalde stieg von 6.800 Einwohnern 1875 auf 14.000 Einwohner im Jahre 1939.

Der Beginn des Zweiten Weltkriegs berührte den Ort zunächst kaum. Bald wurde hier jedoch ein größeres Lager für Kriegsgefangene eingerichtet. 1945 wurde Arnswalde nach einer Belagerung von der Roten Armee erobert und anschließend unter polnische Verwaltung gestellt. Die einheimische deutsche Zivilbevölkerung wurde vertrieben.

1959 wurde der erste Wohnblock der Stadt errichtet. 1974 nahm eine Telefonzentrale ihren Dienst auf.

Sehenswürdigkeiten

  • die backsteingotische Stadtpfarrkirche St. Marien aus dem 14. Jahrhundert
  • Reste der Stadtmauer aus dem 14./15. Jahrhundert
  • der Bahnhof aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
  • das Gaswerk aus dem 19. Jahrhundert
Mittelalterliche Stadtmauer
St. Marien
Stadtansicht mit Stadtmauer und St. Marien

Partnerstädte

Gemeinde

Die Stadt- und Landgemeinde Choszczno gliedert sich neben dem gleichnamigen Hauptort in folgende Ortsteile:

Gleźno (Hohenwalde), Kołki (Rohrbeck), Koplin (Kopplinsthal), Korytowo (Kürtow), Piasecznik (Pätznick), Radaczewo (Reichenbach), Raduń (Radun), Rzecko (Rietzig), Sławęcin (Schlagenthin), Smoleń (Karlsburg), Stary Klukom (Alt Klücken), Stradzewo (Stolzenfelde), Sulino (Ebenau), Suliszewo (Zühlsdorf), Wardyń (Wardin), Zamęcin (Sammenthin), Zwierzyń (Zwierzyń)

Söhne und Töchter der Stadt

Verweise

Weblinks

Fußnoten

  1. a b [http://www.stat.gov.pl/gus/45_908_PLK_HTML.htm
  2. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 52-53.

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