Neil Young
Neil Young bei einem Konzert von Crosby, Stills, Nash & Young am 8. Juli 2006

Neil Percival Young,[1] OC, OM (* 12. November 1945 in Toronto, Ontario) ist ein kanadischer Rockmusiker, der mit der Band Crazy Horse, aber auch als Solokünstler und mit vielen anderen Bands und Künstlern auftritt. Zudem gilt er als Godfather of Grunge. Zu seinen populärsten Titeln gehören The Needle and the Damage Done, Heart of Gold, Cinnamon Girl, Sugar Mountain, Like a Hurricane, Rockin’ in the Free World und Hey Hey, My My. Youngs Karriere begann 1966 mit der Band Buffalo Springfield und dauert bis heute an.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit

Neil Young wurde am 12. November 1945 in Toronto als Sohn von Scott Young und dessen Frau Rassy Ragland Young geboren. Sein Vater war ein angesehener Sportjournalist und Autor zahlreicher Bücher, unter anderem von „Neil & me“ (1984) über die Beziehung zu seinem Sohn. Neil verbrachte seine ersten Jahre in Omemee, Ontario, einer ländlichen Kleinstadt. Er überstand mehrere schwere Erkrankungen, darunter Diabetes, Epilepsie und im Alter von sechs Jahren eine Polioinfektion, die seine linke Körperhälfte bleibend geschädigt hat und ihm bis heute einen leicht hinkenden Gang beschert. Die Erinnerungen an diese Zeit verarbeitete er später in dem Song Helpless. Er verbrachte ein Jahr in New Smyrna Beach, Florida (seine Mutter ließ sich dort später dauerhaft nieder), um sich zu erholen. Als er zwölf Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Daraufhin zog er mit seiner Mutter nach Winnipeg, Manitoba, der ursprünglichen Heimat ihrer Familie.

Bis 1966

Anfang der 1960er Jahre spielte Neil Young in verschiedenen lokalen Bands in Winnipeg. Dabei nahm er auch einige Songs auf – so erschien 1963 die Single Sultan/Aurora mit der Gruppe The Squires und 1966 spielte er mit den Mynah Birds (mit Rick James) in den USA noch einige andere Songs ein.[2]

1966–1968: Buffalo Springfield

Nachdem seine Auftritte und Aufnahmen nicht von Erfolg gekrönt waren, zog er nach einem kurzen Aufenthalt als Solokünstler in Toronto 1966 nach Los Angeles, wo er bald darauf mit Stephen Stills die Band Buffalo Springfield gründete.

Buffalo Springfield wurde schnell zu einer führenden Band in der aufstrebenden Folk-Szene im Kalifornien der mittleren 1960er Jahre. Nach dem dritten Album Last Time Around verließ Neil Young 1968 die Band wegen andauernder Streitigkeiten unter den Bandmitgliedern, um alleine Karriere zu machen.

1968–1981: Solo und mit Crazy Horse

Ende 1968 nahm er sein erstes Solo-Album (Neil Young) auf und tourte mit seinen Songs 1969 durch Nordamerika. Kurz darauf erschien Everybody Knows This Is Nowhere, das erste Album mit seiner Band Crazy Horse. Außerdem spielte er mit Crosby, Stills and Nash, so auch bei deren zweitem gemeinsamen Auftritt vor 250.000 Menschen auf dem Woodstock-Festival. Er schloss sich dem Trio für kurze Zeit an und veröffentlichte mit ihnen 1970 das sehr erfolgreiche Album Déjà Vu. Für CSNY schrieb er in dieser Zeit u. a. den Klassiker Helpless sowie Country Girl und den Protestsong Ohio.

Neil Young bewies im Laufe der Jahre eine große Wandlungsfähigkeit, die sich auch in der großen Anzahl seiner Veröffentlichungen manifestiert. Er spielte Folk und Country im steten Wechsel mit „harter“ Rockmusik. Für seinen unverwechselbaren Gitarrensound baute sich Young einige Effektgeräte selbst (bei Bühnenauftritten verborgen in einer großen Box mit Fußschaltern). Dem bis heute meistverkauften Album Harvest beispielsweise folgte ein Jahr später Time Fades Away aus Konzertmitschnitten, das ein anderes Gesicht Neil Youngs zeigt – Country-Melodien werden von langen Gitarrenimprovisationen abgelöst. Die depressive Stimmung, die auch in den nächsten Jahren seine Musik dominierte, rührte zu einem großen Teil vom Tod eines Roadies (Bruce Berry) und dem eines Bandmitgliedes von Crazy Horse (Danny Whitten) her. Das bereits 1973 fertiggestellte, aber erst 1975 erschienene Album Tonight’s The Night verarbeitete diese Erlebnisse und gilt für viele als Youngs Meisterwerk schlechthin. Ein Jahr zuvor war mit On The Beach ein ebenso düsteres Album erschienen, das unter Fans jedoch gleichfalls als Meisterwerk gehandelt wird. 1975 erschien außerdem das Album Zuma, welches durch das Lied Cortez the Killer bekannt wurde.

Neil Young in Austin, Texas am 9. November 1976

Comes A Time bot 1978 wieder den Harvest-Sound. Die 1970er Jahre beendete er mit dem umjubelten Album Rust Never Sleeps, auf dem die A-Seite akustisch und die B-Seite verzerrt und krachend mit Crazy Horse eingespielt wurde – es beginnt leise mit My, My, hey, hey (out of the Blue) und endet mit der Hymne Hey hey, My My (into the Black). Ergänzend dazu gab es im gleichen Jahr das Live-Doppelalbum Live Rust und den gleichnamigen Film, aufgenommen im Cow Palace in San Francisco. Bei diesem Konzertfilm führte Neil Young als "Bernard Shakey" selbst Regie. Dieses Pseudonym verwendete er auch bei allen anderen Filmen, die er seit 1972 inszenierte.

Danach begann für Neil Young eine Phase des Experimentierens, eingeläutet mit dem von vielen Fans als patriotisch beargwöhnten Hawks and Doves, bei dem er in Anlehnung an Bob Dylans Bringing it all back home eine Seite akustisch, die andere im Countryrock-Stil einspielte. 1981 folgte ein weiteres Crazy-Horse-Album, Re*ac*tor, das mit futuristischem Design und zum Teil kruden Liedtexten (Got mashed potatoes/ain’t got no T-Bone) weniger erfolgreich war.

1982–1987: Jahre der Krise – die „Geffen-Ära“

1982 wechselte Neil Young zu Geffen Records, für die er bis 1987 fünf diskussionswürdige Alben aufnahm. 1982 erschien die LP Trans, mit der er viele seiner Anhänger irritierte. Neil Young kreierte einen Synthesizer-Sound, der an Devo oder Kraftwerk erinnert. Seine Stimme ließ er durch einen Vocoder verzerren. Angeblich ist dies eines der Lieblingsalben von Neil Young selbst. Young behauptet, dieses Album für seinen autistischen Sohn produziert zu haben, und verneint kommerzielle Aspekte. Es war (s)ein Versuch der Kommunikation. Im Jahr darauf legte er mit Everybody’s Rockin’ ein mit einer Begleitband namens The Shocking Pinks eingespieltes Rockabilly-Album im Stil der 1950er Jahre vor, das Kritiker wie Fans vor den Kopf stieß. Er blieb seiner Richtungslosigkeit treu. Es folgten das Country-Album Old Ways und 1986 das von vielen als schlechtestes Neil-Young-Album überhaupt bezeichnete sterile Synthesizer-dominierte Album Landing On Water.

Seit 1985 findet das von John Mellencamp, Willie Nelson und Neil Young initiierte Festival Farm Aid zugunsten in Not geratener Farmer statt, das regelmäßig mit großem Staraufgebot veranstaltet wird. Youngs letztes für Geffen Records eingespieltes Album Life – wieder mit Crazy Horse – erschien 1987 und deutete einen Aufwärtstrend an, enthielt es doch mit Inca Queen und When Your Lonely Heart Breaks auch wieder hörenswerte Stücke.

Finanziell wurde für ihn das Jahrzehnt jedoch zum Desaster. Youngs Spielfreude wurde ihm von Geffen als „uncharakteristische Musik“ angekreidet, ein Umstand, der zu einem langwierigen Prozess zwischen Geffen Records und dem Künstler und diesen zu Reprise Records zurückführte.

1988–1997: „Godfather of Grunge“

Neil Young, 1996

Das erste Album auf dem neuen alten Label (Reprise), das Swing-Album This Note’s For You (1988), führte Neil Young wieder auf den erfolgreichen Weg zurück, trotz abermaliger Erweiterung seines Stil-Repertoires. Mit dem Erfolgsalbum Freedom (1989) knüpfte er unmittelbar an die Zeiten von Rust Never Sleeps an. Am Beginn einer alternativen Rockszene in den USA wurde Neil Young für viele Bands, u. a. Sonic Youth, zum Vorbild. Später auch als „Godfather of Grunge“ tituliert, veröffentlichte er mit seiner Hausband Crazy Horse 1990 das geradeaus rockende Ragged Glory, bei dem die in die Jahre gekommenen Musiker wieder zu alter Form aufliefen. Zudem war das Album mit einigen Nummern aus der Mitte der 1970er Jahre bestückt (Country Home, White Line). Der Nachfolger war das nicht minder rocklastiges Live-Album Weld, das zusätzlich eine CD mit Feedback, Gitarrenkrach und Songfetzen enthielt (Arc), Neils Referenz an die experimentale Rockmusik, vergleichbar mit Lou Reeds Metal Machine Music.

Das Jahr 1992 endete mit der Veröffentlichung von Harvest Moon, bei dem Neil Young wieder der „ruhigen“ Musik frönte. Das Album wurde zu Teil 2 der so genannten Harvest-Trilogie erklärt, die 1972 mit Harvest begann. Musikalisch in eine ähnliche Richtung geht Unplugged (1993), mit dem er einem Trend folgte und wie Eric Clapton, Bob Dylan und Nirvana Unplugged at MTV auftrat. Kurt Cobain war ein großer Verehrer von Neil Young und hatte ihn vor seinem Selbstmord mit der Textzeile aus dessen Hey Hey, My My (Into the black)It’s better to burn out than to fade away“ zitiert. Young verarbeitete Cobains Tod dann in dem Album Sleeps with angels (1994) und widmete ihm den gleichnamigen Titeltrack. Für das nächste Album Mirror Ball tat Young sich mit der Band Pearl Jam zusammen – das Ergebnis war ein wuchtiges Rock-Epos mit einem frischen Sound, das ihn zweifelsohne für eine jüngere Generation interessant machte (der Bandname Pearl Jam durfte aus rechtlichen Gründen nicht auf der CD genannt werden). Im Gegenzug war Neil Young dann auf der Pearl-Jam Single Merkinball an der Gitarre und der Orgel zu hören. Die Songs I Got ID und Long Road entstanden in der gleichen Aufnahmesession wie Mirrorball.

Im selben Jahr fand auch eine Kooperation mit dem Independent-Filmer Jim Jarmusch statt, für dessen Film Dead Man er den Soundtrack in Form von elektrischen Gitarrenimprovisationen beisteuerte. Das gleichnamige Album folgte Anfang 1996. In den folgenden Jahren erschien ein weiteres Crazy-Horse-Album (Broken Arrow, 1996) und 1997 die Live-Platte Year of the Horse, welche die Stücke der letzten Jahre abdeckte, aber auch Klassiker wie When You Dance und Danger Bird enthält. Der etwa zeitgleich entstandene Film Year Of The Horse von Jim Jarmusch porträtiert Neil Young and Crazy Horse und zeigt diverse beeindruckende Konzertaufnahmen. Interessanterweise gibt es zwischen dem Film und der gleichnamigen CD keine Schnittstellen.

1994 wurde Neil Young für seinen Beitrag zum Film Philadelphia für einen Oscar nominiert, den allerdings Bruce Springsteen für den Song Streets of Philadelphia aus dem gleichnamigen Film gewann. In seiner Dankesrede sagte Springsteen, dass der Preis es verdient gehabt hätte, mit dem anderen Nominierten geteilt zu werden („the award really deserved to be shared by the other nominee’s song“).

1995 wurde Neil Young in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[3]

Seit 1999: Spätwerk

1999 kam ein weiteres CSNY-Album, Looking Forward, heraus. Einige Stücke, die Neil Young dafür geschrieben hatte, waren ursprünglich für Silver & Gold (2000) gedacht. Ein weiteres Live-Album aus diesem Jahr (Road Rock V. I) enthält eine herausragende 18-Minuten-Version des Klassikers Cowgirl in the Sand und eine exzellente Adaption des Dylan-Klassikers All Along The Watchtower (mit Gastsängerin Chrissie Hynde).

Auch der 11. September 2001 beeinflusste Neil Young: Beim Konzert America: A Tribute To Heroes spielte er solo am Klavier das John- Lennon-Stück Imagine und begleitete Pearl Jam’s Eddie Vedder und Mike McCready bei ihrer Interpretation des Songs Long Road. Auf seinem Album Are You Passionate? beschäftigte er sich zudem in dem Stück Let’s Roll mit der Terror-Bedrohung („Goin’ After Satan / On The Wings Of A Dove“). Viele Kritiker beurteilten die Tatkraft, die Young im Kampf gegen den Terror forderte, als eine Rückkehr zu seinen patriotischen Werken der Reagan-Ära.

2003 wurde das Album Greendale veröffentlicht, ein Konzeptalbum, welches zuvor auf einer Solo-Tour in Europa und einer Crazy Horse-Tour in Nordamerika komplett live gespielt wurde. Das 2004 erschienene Greatest Hits-Album kam auf Wunsch des Vinyl-Fans Neil Young auch noch in dieser wieder zunehmend populären Form auf den Markt. Wer sich die limitierte CD-Version kaufte, bekam diese mit einer DVD. Darauf werden alle Stücke als „Musikfilm“ gezeigt, wobei bis auf drei Aufnahmen, bei denen das offizielle Musikvideo gezeigt wird, nur ein Plattenspieler aus der Zeit des Songs (beim „neuesten Stück“ ein CD-Player) zu sehen ist, auf dem sich die Single dreht.

Im April 2005 wurde Neil Young wegen eines Hirnaneurysmas behandelt. Das noch kurz vor seiner Operation in Nashville (Tennessee) aufgenommene Album Prairie Wind kam Ende September 2005 heraus, zusammen mit einer DVD über die Produktion des Albums. Prairie Wind schließt stilistisch und thematisch an Harvest und Harvest Moon an und bildet somit den Abschluss der Harvest-Trilogie. Im folgenden August wurden Lieder des Albums zusammen mit älteren Songs im Ryman Auditorium in Nashville live aufgeführt, aus den Aufnahmen entstand der Film Neil Young: Heart of Gold von Jonathan Demme.

Im Mai 2006 veröffentlichte Neil Young das Album Living With War, das sich im Folkrock-Stil kritisch mit der Irak-Politik der US-Regierung auseinandersetzt. Dieses Album war dem Künstler offenbar sehr wichtig – es war bereits vorab kostenlos im Internet verfügbar.[4] Mit seiner Teilnahme am Konzert America: A Tribute To Heroes hatte er sich zuvor schon kritisch mit der Thematik befasst. Auf dem Album Living With War distanzierte er sich endgültig von seinem Engagement nach dem 11. September 2001. Es bildete auch den Kern der Tournee Freedom of Speech, die Young zusammen mit seinen alten Weggefährten Crosby, Stills & Nash absolvierte. Die kontroversen Reaktionen auf das Album und die Tournee verarbeitete Young 2008 in seinem Film CSNY/Déjà Vu, zu dem auch ein Live-Album erschien. Dabei zeigte er sich auf der Bühne politisch wie selten zuvor. Das Projekt Living With War war einerseits eine patriotische Hommage an Angehörige der amerikanischen Gefallenen im Irakkrieg, andererseits eine offene Kriegserklärung an George W. Bush: Let’s Impeach The President.

Mit Live At The Fillmore East, einer am 6./7. März 1970 in New York entstandenen Aufnahme mit Crazy Horse (in Originalbesetzung) als Begleitband, startete im November 2006 die lang erwartete Neil Young Archives Performance Series. Das zweite neu veröffentlichte Live Album derselben Serie heißt Live at Massey Hall 1971.

Seit 2006 ist Neil Young Träger des Order of Manitoba, der höchsten Auszeichnung der kanadischen Provinz Manitoba.[5]

2009 veröffentlichte Neil Young Archives Volume I, eine Werkschau aus den Jahren 1963–1972, an der er rund zwanzig Jahre gearbeitet hat. Weitere Teile für die nachfolgenden Jahre sind in Planung. Der bevorstehende zweite Teil wird sich mit Youngs Schaffen in den 70er- und 1980er Jahren befassen.[6] 2009 folgte ein weiteres Album, Fork in the Road, als Konzeptalbum rund um den Um- und Ausbau seines Lincoln Continental zu einem Gefährt mit Hybrid-Elektroantrieb, das sogenannte Lincvolt-Projekt, das Neil Young selbst finanzierte.[7] 2010 erschien das von Daniel Lanois produzierte Album Le Noise, das Young ohne Begleitband zeigt.

Privates

Neil Young war Anfang der 1970er Jahre mit der Schauspielerin Carrie Snodgress liiert und hat mit ihr einen Sohn namens Zeke. 1978 heiratete er Pegi Morton, mit der er einen Sohn (Ben, * 1978) und eine Tochter (Amber Jean, * 1984) hat. Beide Söhne erkrankten an infantiler Zerebralparese.[2]

Pegi und Neil Young am 19. Juni 2009

Seine Frau Pegi und er gründeten 1986 die Stiftung Bridge School, in der mehrfach behinderte Kinder eine Ausbildung erfahren können. Für diese Stiftung findet jährlich ein Konzert statt, auf dem schon namhafte Künstler wie Bonnie Raitt, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Tom Petty und viele andere aufgetreten sind.

Nachdem Young bei sich selbst (während Aufnahmearbeiten) hatte Sehstörungen feststellen und infolgedessen sogar Auftritte absagen müssen, ließ er sich Ende März 2005 in einem New Yorker Krankenhaus wegen eines potenziell lebensgefährlichen Hirn-Aneurysmas erfolgreich operieren – kurz nach dem minimalinvasiven Eingriff musste er sogar reanimiert werden, weil die bei dem Eingriff benutzte Arterie aufgeplatzt war.[2] Doch schon im darauf folgenden April konnte er beim kanadischen Live 8 Konzert wieder auftreten.[8]

Im Juni 2005 starb sein Vater, der Schriftsteller Scott Young, im Alter von 87 Jahren. Aus zwei weiteren Ehen hatte er auch fünf Töchter, Astrid Young ist eine von Neils Halbschwestern.

Neil Young hat einige Projekte zur Verbesserung der Lage der Ureinwohner in Nordamerika unterstützt.

Stil

Neil Young spielte im Laufe seiner Karriere unterschiedliche Musikrichtungen. Auf den Alben der 1970er Jahre sind sowohl Folk-Rock- und Hard-Rock-Songs als auch akustische Singer-Songwriter-Stücke mit Geigen und Slidegitarren vertreten. In den 1980er Jahren fiel er durch besonders extreme Stilwechsel auf. Nach seinen erfolgreichen Alben Rust Never Sleeps und Live Rust von 1979 brachte er zwei Jahre später mit Re*ac*tor ein minimalistisches Album auf den Markt, das sowohl bei Kritikern als auch bei vielen Fans durchfiel. Auf dem folgenden Album Trans brachte er verstärkt elektronische Elemente ein. Danach kam ein Rock’n’Roll-Album (Everybody’s Rockin’), dem wieder ein Country-Album (Old Ways) und ein Swing-Album (This Note’s For You) folgten. Zu Beginn der 1990er Jahre avancierte Neil Young durch sein freundschaftliches Verhältnis zu Kurt Cobain und die Zusammenarbeit mit Pearl Jam auf seinem Album Mirror Ball zum „Godfather of Grunge“. In dieser Zeit legte er bei den Konzerten an Härte und Improvisationslust zu. Sein Spätwerk wiederum ist geprägt von akustischem Gitarrensound, weiblichem Backgroundgesang und ruhigeren Arrangements.

Neil Young spielt meist Gitarre, aber auch Mundharmonika, Klavier, Orgel oder Harmonium. Beim Spiel auf der akustischen Gitarre bemühte er sich anfangs um ausgefeilte Pickings und Riffs (My, My, Hey, Hey, Thrasher, Old Man), später zeigte er dann eher einfaches Akkordspiel. E-Gitarre spielt er mit einer Reihe selbstgebauter Effektgeräte, deren Einsatz einen hohen Wiederkennungswert ergibt. Besonders bei Konzerten kam es nach seiner Annäherung an den Grunge zu ausschweifenden Solopassagen. So z. B. bei Like A Hurricane – in der Studioversion eine achtminütige Rock-Ballade; das Stück erreichte in der Live-Version auf Weld durch ein minutenlanges Solo in verzerrtem Sound und die Bearbeitung der Saiten mit Fäusten und Füßen einen akustischen Hurricane intonierend eine Länge von 14 Minuten.

Instrumente und Ausrüstung

Neil Young 2008 in Florenz. Er spielt seine Gibson Les Paul, von ihm „Old Black“ genannt.

Zu Zeiten von Buffalo Springfield spielte Young eine Gretsch 6120 (Chet Atkins), bei Crosby, Stills, Nash & Young kam hauptsächlich eine White Falcon derselben Firma zum Einsatz. Danach wechselte er zu einer Gibson Les Paul aus dem Jahr 1953. Dieses von ihm „Old Black“ getaufte Instrument ist bis heute seine Haupt-E-Gitarre. Es handelt sich um eine Goldtop, die von einem Vorbesitzer mit schwarzer Farbe besprüht und später von Young mit einem Bigsby Vibrato ausgerüstet wurde. Der Hals-pickup von „Old Black“ ist ein (wahrscheinlich originaler) P 90-Single Coil. Der Steg-pickup, auf dem Young meistens spielt, ist ein Mini-Humbucker aus einer Gibson Firebird und neigt zu extremer Mikrophonie. Young setzt ihn gewöhnlich ein, wenn aggressive Feedback-Sounds gefragt sind. Bemerkenswert bei dieser Gitarre ist auch, dass die Bünde extrem flach sind: Nachdem Youngs Gitarrentechniker Larry Cragg ihm die stark abgespielten alten Bünde ausgetauscht hatte, musste er die neuen erst weitestgehend herunterfeilen, bis Young zufrieden war.[9] Zusätzlich ist die Saitenlage extrem flach eingestellt, so dass die Saiten bei stärkerem Anschlag auf dem Griffbrett schnarren.[9]

Als Verstärker nutzt Young einen 20 Watt „Fender Tweed Deluxe“, in den ein C12N Jensen-Speaker eingebaut ist. Young hat den Amp aus dem Jahr 1959 im Jahr 1967 erworben. Daneben besitzt Young mittlerweile „einen ganzen Schuppen voll“ alter Fender-Verstärker, die er hauptsächlich als Ersatzteillager nutzt.[10]

Der Verstärker wird ferngesteuert durch ein von Young erdachtes Gerät namens „Whizzer“, das die Verstärker-Potis mittels Elektromotoren bedient und so erlaubt, Einstellungs-Presets abzurufen.[11] An Effekten benutzt Young ein MXR Analog Delay, einen Mu-Tron Octave Divider, einen Boss BF-2 Flanger, ein Tube-Echoplex Bandecho und ein Alesis MicroVerb.[11] Die Effekte sind fest verdrahtet, um Verluste im Signalweg zu vermeiden.

Bei Neil Youngs Akustikgitarren ist vor allem eine Martin D-28 aus den 1940er Jahren erwähnenswert. Die Gitarre gehörte früher Hank Williams, der sie bei seinem letzten Auftritt 1951 in der Grand Ole Opry spielte.[11] Diese Gitarre wird in dem Film Heart of Gold (2006) thematisiert. Daneben setzt Young eine ebenfalls sehr alte Martin D-18 ein. Das Album Harvest hat er mit einer Martin D-45 eingespielt, die er 1967 von Stephen Stills bekommen hat. An 12-saitigen Gitarren verwendete Young früher Guild, mittlerweile hat er jedoch auf Taylor (Modell 855) gewechselt.[12]

Diskografie

Hauptartikel: Neil Young/Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1968 Neil Young Erstveröffentlichung: 12. November 1968
1969 Everybody Knows This Is Nowhere 34
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Mai 1969
Verkäufe: + 1.000.000 (mit Crazy Horse)
1970 After the Gold Rush 7
(68 Wo.)
8
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. August 1970
Verkäufe: + 2.060.000
1972 Harvest 4
(36 Wo.)
1
(35 Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Februar 1972
Verkäufe: + 5.400.000
1974 On the Beach 93
(1 Wo.)
42
(3 Wo.)
16
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Juli 1974
Verkäufe: + 560.000
1975 Tonight’s the Night 48
(1 Wo.)
25
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Juni 1975
1975 Zuma 44
(2 Wo.)
25
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. November 1975
Verkäufe: + 560.000 (mit Crazy Horse)
1977 American Stars ’N Bars 99
(1 Wo.)
17
(8 Wo.)
21
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Mai 1977
Verkäufe: + 560.000
1978 Comes a Time 42
(3 Wo.)
7
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Oktober 1978
Verkäufe: + 600.000
1979 Rust Never Sleeps 13
(13 Wo.)
8
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Juni 1979
Verkäufe: + 1.060.000 (mit Crazy Horse)
1980 Hawks & Doves 34
(3 Wo.)
30
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 1980
1981 Re-ac-tor 69
(3 Wo.)
27
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 1981
(mit Crazy Horse)
1982 Trans 51
(4 Wo.)
29
(5 Wo.)
19
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Dezember 1982
1983 Everybody’s Rockin’ 61
(1 Wo.)
50
(3 Wo.)
46
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Juli 1983
(mit Shocking Pinks)
1985 Old Ways 39
(3 Wo.)
75
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. August 1985
1986 Landing on Water 52
(2 Wo.)
46
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juli 1986
1987 Life 71
(1 Wo.)
75
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Juni 1987
(mit Crazy Horse)
1988 This Note’s for You 56
(3 Wo.)
61
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. April 1988
(mit Bluenotes)
1989 Freedom 40
(22 Wo.)
29
(1 Wo.)
17
(5 Wo.)
35
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 1989
Verkäufe: + 560.000
1990 Ragged Glory 38
(3 Wo.)
15
(5 Wo.)
31
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. September 1990
Verkäufe: + 60.000 (mit Crazy Horse)
1992 Harvest Moon 34
(21 Wo.)
20
(12 Wo.)
31
(4 Wo.)
9
(18 Wo.)
16
(42 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. November 1992
Verkäufe: + 2.100.000
1994 Sleeps with Angels 12
(8 Wo.)
13
(10 Wo.)
2
(7 Wo.)
9
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. August 1994
Verkäufe: + 500.000 (mit Crazy Horse)
1995 Mirror Ball 8
(19 Wo.)
15
(15 Wo.)
24
(11 Wo.)
4
(9 Wo.)
5
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. August 1995
Verkäufe: + 560.000 (feat. Pearl Jam)
1996 Broken Arrow 25
(9 Wo.)
25
(5 Wo.)
17
(5 Wo.)
31
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juli 1996
(mit Crazy Horse)
2000 Silver & Gold 5
(9 Wo.)
18
(5 Wo.)
70
(7 Wo.)
10
(4 Wo.)
22
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. April 2000
2002 Are You Passionate? 11
(9 Wo.)
14
(8 Wo.)
27
(7 Wo.)
24
(3 Wo.)
10
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. April 2002
(feat. Booker T. & the M.G.’s)
2003 Greendale 10
(4 Wo.)
34
(3 Wo.)
24
(3 Wo.)
22
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. August 2003
(mit Crazy Horse)
2005 Prairie Wind 16
(6 Wo.)
22
(5 Wo.)
56
(3 Wo.)
22
(4 Wo.)
11
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. September 2005
Verkäufe: + 560.000
2006 Living with War 13
(7 Wo.)
27
(5 Wo.)
48
(3 Wo.)
14
(4 Wo.)
15
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2006
Verkäufe: + 730.000[14]
2007 Chrome Dreams II 13
(4 Wo.)
27
(1 Wo.)
72
(2 Wo.)
14
(3 Wo.)
11
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2007
Verkäufe: + 620.000[14]
2009 Fork in the Road 17
(5 Wo.)
45
(3 Wo.)
65
(3 Wo.)
22
(2 Wo.)
19
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. April 2009
Verkäufe: + 280.000[14]
2010 Le Noise 22
(7 Wo.)
19
(5 Wo.)
29
(4 Wo.)
18
(3 Wo.)
14
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. September 2010

Filme

An folgenden auf Video oder DVD erschienenen Filmen ist Neil Young als Regisseur (unter dem Pseudonym Bernard Shakey), Autor, Darsteller, Produzent bzw. Executive Producer oder Kameramann beteiligt oder er komponierte die Musik. Filme, zu denen Neil Young ausschließlich einzelne Songs beisteuerte, sind nicht aufgeführt. Der hinter der Jahreszahl angegebene Name bezeichnet den Regisseur, sofern nicht Neil Young selbst Regie führte. Gekennzeichnet sind des Weiteren Filme, die ausschließlich oder hauptsächlich aus Live-Aufnahmen bestehen sowie Musikvideozusammenstellungen.

  • Journey Through The Past, R/M (1972)
  • Rust Never Sleeps, R/M/L (1979)
  • Blast – Wo die Büffel röhren, M (1980, Art Linson)
  • Human Highway, R/D/M (1982)
  • Neil Young live in Berlin, M/L (1983, Michael Lindsay-Hogg)
  • Solo Trans, P/A (1984, Hal Ashby)
  • Made in Heaven, D (1987, Alan Rudolph)
  • 68, D (1988, Steven Kovacs)
  • Freedom, D/M/L (1989, Tim Hutton)
  • Love at Large, D (1990, Alan Rudolph)
  • Weld, R/D/M/L (1991)
  • Unplugged, M/L (1993, Milton Lage + Beth McCarthy)
  • The Complex Sessions, M/V (1994, Jonathan Demme)
  • Dead Man, M (1995, Jim Jarmusch)
  • Year of the Horse, D/EP/M/L (1997, Jim Jarmusch)
  • Silver and Gold, D/E/M/L (2000, L. A. Johnson)
  • Neil Young Friends and Relatives: Red Rocks Live, D/M/L (2000, L. A. Johnson)
  • Live at St. Vicar, D/P/M/L (2003, Ned O’Hanlon)
  • Greendale, R/D/P/A/K/M (2003)
  • Prairie Wind, R/M/L (2005)
  • Heart of Gold, D/P/M/L (2006, Jonathan Demme)
  • Living With War – In The Beginning, P/R/M (2006)
  • Neil Young Archives No.2 – Live At The Fillmore East 1970, D/R/M (2006)
  • Neil Young Archives No.3 – Live At Massey Hall 1971, D/R/M (2007)
  • CSNY Déjà Vu, R/A/D (2008)

Sonstiges

2007 benannten die Biologen Jason Bond und Norman Platnick eine von ihnen in den Vereinigten Staaten neu beschriebene Spinnenart aus der mygalomorphen Familie der Cyrtaucheniidae nach Neil Young: Myrmekiaphila neilyoungi.[15][16] Sie würdigten Neil Young damit für sein soziales Engagement für den Frieden im Laufe seiner musikalischen Karriere durch die Benennung einer Spinne, die im US-Bundesstaat Alabama beheimatet ist.

Im Jahr 2009 wurde Neil Young als Der letzte Hippie, der noch immer anders ist auf Platz 79 der 100 Menschen, die Amerika verändern des Rolling Stone Magazine gewählt.

Young spielte am 28. Februar 2010 bei der Abschlussfeier der XXI. Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver während des Erlöschens des Olympischen Feuers das Lied „Long may you run“.

Weblinks

 Commons: Neil Young – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Jimmy McDonough: Shakey. ISBN 0-679-31193-9, Seite 37
  2. a b c The Resurrection of Neil Young. Time, 26. September 2005, abgerufen am 16. Juli 2010 (englisch).
  3. Rock and Roll Hall of Fame Neil Young in der Rock and Roll Hall of Fame
  4. Ich bin doch nicht CNN. In: Der Spiegel. Nr. 26, 2008, S. 160 (online).
    Wo ist denn heute der Protest? In: Spiegel Online, 25. Juni 2008
  5. lg.gov.mb.ca
  6. galore.de galore.de: Interview mit Neil Young
  7. Lincvolt
  8. Artikel auf der Internetseite der Aktion Meditech (Medizintechnik)
  9. a b Gitarre & Bass, Nov. 2007, „99 % Black. Neil Youngs Sound“. (S. 45f) S. 46.
  10. Gitarre & Bass, Nov. 2007, „Neil Young- Unternehmen Zukunft“. (S. 40-45) S 44.
  11. a b c Guitar Heroes II (Guitar Deluxe Nr. 2 2007). „Young, Neil / Stills, Steven“ (S.223-226) S. 225
  12. Gitarre & Bass, Nov. 2007, „99 % Black. Neil Youngs Sound“. S. 47.
  13. Chartquellen: DE AT CH UK US US 2
  14. a b c Verkaufszahlen bei wordwidealbums.net
  15. chs: Neue Art: Vogelspinne nach Neil Young benannt In: Spiegel Online – Wissenschaft, 9. Mai 2008
  16. Jason E. Bond, Norman I. Platnick: A Taxonomic Review of the Trapdoor Spider Genus Myrmekiaphila (Araneae, Mygalomorphae, Cyrtaucheniidae), American Museum Novitates, Nr. 3596, December 2007, S. 1–30, amnh.org (PDF)

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