Arrow-Debreu-Modell

Das Arrow-Debreu-Modell (korrekt eigentlich Arrow-Debreu-McKenzie-Modell) ist eine wissenschaftliche Studie innerhalb der allgemeinen Gleichgewichtstheorie, benannt nach Kenneth Arrow und Gerard Debreu. Nur gelegentlich wird der Finanzmathematiker Lionel W. McKenzie erwähnt, obwohl er ein Mitbegründer des Modells ist.[1]

Es geht von Angebot und Nachfrage in gleicher Höhe aus, so dass keines überwiegt. Weiterhin wird angenommen, dass Produkte saisonabhängig dort eingesetzt werden, wo sie ihren Ursprung haben. Dabei kommt personenbezogen nur ein einziges Produkt infrage, es gibt keine Alternativen.[2] Es erweitert die Gleichgewichtsanalyse für vollkommene Märkte auf den Fall unsicherer Erwartungen und zeigt, dass es auch auf Güter- und Kapitalmärkten, auf denen Wettbewerb herrscht, zu einem Zustand in der Güter- und Risikoallokation kommt, in dem es nicht möglich ist, ein Individuum besser zu stellen, ohne zugleich ein anderes Individuum schlechter zu stellen (Pareto-Optimum). Die Einführung von zustandabhängigen Ansprüchen ist für die Finanzierungstheorie von großer Bedeutung.

Literatur

  • Red. der "Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen" (Hrsg.), Jörg E. Cramer: Enzyklopädisches Lexikon des Geld-, Bank- und Börsenwesens. 4. völlig neu bearb. Aufl., Knapp, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-7819-0596-9, S.47-48.

Einzelnachweise

  1. Interessante Infos zu Modell und Begründern (abgerufen 28. Oktober 2009)
  2. Das allgemeine Wettbewerbsgleichgewicht - Probleme (abgerufen 28. Oktober 2009)

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