Arrows-Supertec
Arrows
Name Arrows
Unternehmen
Unternehmenssitz
Teamchef Jackie Oliver
Statistik
Erster Grand Prix Brasilien 1978
Letzter Grand Prix Deutschland 2002
Gefahrene Rennen 381
Konstrukteurs-WM 0
Fahrer-WM 0
Rennsiege 0
Pole Positions 1
Schnellste Runden 1
Punkte 167
(Stand: unbekannt)

Arrows ist der Name eines ehemaligen britischen Formel-1-Teams. Der Name setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Gründer Franco Ambrosio (A), Alan Rees (R), Jackie Oliver (O), Dave Wass (W) und Tony Southgate (S). Zeitweise fuhr das Team unter anderen Namen wie zum Beispiel Footwork.

Das Team blieb während seiner gesamten Existenz hinter den Konkurrenten zurück. Rennsaisons, in denen bessere Resultate erzielt wurden, wie beispielsweise 1987 und 1988, wechselten sich ab mit Saisons, in denen nur minimale Erfolge erzielt wurden, wie z. B. 1999 und 2001.

Damon Hill in einem Arrows A18 aus dem Jahr 1997

Die beste Platzierung in der Fahrerwertung wurde 1988 mit dem siebten Platz von Derek Warwick erzielt. In der gleichen Saison erreichte das Team mit dem vierten Platz die beste Platzierung in der Konstrukteurswertung in der Arrows-Geschichte.

Für die Formel-1-Saison 1991 hatte man große Zielvorstellungen ins Auge gefasst, da Porsche nach vier Jahren Abstinenz zurückkehrte und als Motorenpartner mit seinem neuen Zwölfzylinder als Garant für Motorleistung galt. Das Projekt Footwork-Porsche FA 12 war jedoch von Porsche an den aktuellen Vorgaben der Formel 1 vorbei geplant worden: Dem Motor fehlte es deutlich an Leistung und mit seinem Übergewicht trug er auch noch zu Handlingproblemen bei. Bereits die Nichtqualifikation beider Fahrer beim Grand Prix von Brasilien war ernüchternd. Mitten in der Saison, nach dem französischen Grand Prix im Juli, zog sich der deutsche Motorenpartner punktelos aus der Weltmeisterschaft zurück. Arrows setzte für den Rest der Saison auf Ford-Aggregate, mit den mehrmaligen siebten Plätzen Michele Alboretos gab es aber keine Konstrukteurspunkte zu verzeichnen.

ein Footwork-Ford
Ein Arrows aus dem Jahr 2000

Die Highlights blieben eine Pole-Position von Riccardo Patrese in Long Beach 1981 und der Beinahe-Sieg von Damon Hill beim Großen Preis von Ungarn in Budapest 1997, als der amtierende Weltmeister lange Zeit führte und erst in der letzten Runde von Jacques Villeneuve aufgrund eines Schadens an der Hydraulik überholt werden konnte.

Die letzte etwas bessere Saison war 2000, im Laufe derer sieben Punkte eingefahren werden konnten. Aufgrund der letztlich unbefriedigenden Rennresultate und dem damit einhergehenden finanziellen Existenzkampf musste der Rennstall zur Saisonmitte 2002 schließen.

Der letzte eingesetzte Rennwagen war das Modell A23, konstruiert von Mike Coughlan (zu McLaren gewechselt) und Sergio Rinland (Ex-Sauber Chefdesigner), mit dem Ford-Cosworth Motor CR-3 V10. Der Jahresetat betrug etwa 130 Mio. Euro; Hauptsponsor war Orange. Zahlreiche Boliden des Arrows A23 wurden aus der Konkursmasse von Paul Stoddart, dem damaligen Besitzer des Minardi-Team, gekauft und für Vergleichsfahrten mit dem Minardi PS03 eingesetzt. Der A23 war auf Anhieb eine Sekunde schneller. Später verkaufte Stoddart die Boliden an Aguri Suzuki, der die Wagen leicht modifiziert in der Formel-1-Saison 2006 wieder einsetzte. Er erzielte 2006 keine Punkte; größter Erfolg war die siebentschnellste Rennrunde.

Wichtigste Fahrer der Geschichte des Teams

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