Artemis Quartett

Das Artemis Quartett (Natalia Prischepenko, Violine, Gregor Sigl, Violine, Friedemann Weigle, Viola und Eckart Runge, Violoncello), benannt nach der den Bogen führenden Jagdgöttin, gilt als eines der führenden Streichquartette. Es wurde 1989 in Lübeck gegründet und ist in Berlin ansässig. Mentoren waren Walter Levin, das Alban Berg Quartett, das Juilliard String Quartet und das Emerson String Quartet. Erste Preise beim Deutschen Musikwettbewerb (1994), dem ARD Musikwettbewerb (1996) und dem Premio Paolo Borciani (1997) ebneten eine internationale Karriere. Heute gastiert es weltweit in allen großen internationalen Konzertreihen und Festivals.

Das Artemis Quartett nimmt exklusiv für Virgin Classics/EMI auf. Die Einspielungen des Ensembles wurden mehrfach mit wichtigen Preisen wie dem Diapason d’Or, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Premio Paolo Borciani 1997 ausgezeichnet, zuletzt mit dem ECHO Klassik 2006 für die Einspielung der Beethoven Quartette op. 95 und 59/1. 2001 erhielt das Quartett den Deutschen Kritikerpreis, 2007 den Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland.

Die vier Mitglieder des Artemis Quartetts sind Professoren für Kammermusik an der Universität der Künste Berlin. Aus familiären und gesundheitlichen Gründen verließen Volker Jacobsen und Heime Müller das Quartett mit dem Ende der Spielzeit 2006/07. Neue Mitglieder sind Gregor Sigl (Violine) und Friedemann Weigle (Viola).

Das Artemis Quartett ist Ehrenmitglied des Vereins des Beethovenhauses Bonn. Zu seinem 20-jährigen Jubiläum präsentierte das Artemis Quartett in Musikzentren wie Wien, Berlin, Florenz, London, Tokyo und Paris einen Beethoven-Zyklus.

Mitglieder (seit 1989)

  • Violine: Wilken Ranck (1989–1994), Natalia Prischepenko (seit 1994)
  • Violine: Isabel Trautwein (1989–1991), Heime Müller (1991–2007), Gregor Sigl (seit 2007)
  • Viola: Volker Jacobsen (1989–2007), Friedemann Weigle (seit 2007)
  • Violoncello: Eckart Runge (seit 1989)

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