Arterieller Zugang

Der arterielle Zugang dient in erster Linie zur intravasalen, kontinuierlichen Blutdruckmessung, zur Entnahme von arteriellem Blut für Labor- und Blutgasanalysen und zum Einführen von Instrumenten (beispielsweise für Herzkatheter-Untersuchungen).

Inhaltsverzeichnis

Technik

Für die Punktion benutzt man spezielle Arterienverweilkatheter, die ähnlich wie periphere Venenkatheter aufgebaut sind. Alternativ oder für Zugänge mit größerem Durchmesser, die als Schleusen zum Einbringen von Instrumenten, beispielsweise für Herzkatheteruntersuchungen, dienen, werden Arterien in der Regel in Seldinger-Technik punktiert. Nach Entfernung des arteriellen Zugangs ist auf eine ausreichende Kompression der Punktionsstelle zu achten, so dass es zu einer schnellen Blutungsstillung kommt.

Gegenanzeigen

Gegenanzeigen für eine arterielle Punktion sind Gerinnungsstörungen, Gefäßprothesen (Arteria femoralis) und ein pathologischer Allen-Test bei der Arteria radialis.

Komplikationen

Komplikationen der arteriellen Punktion sind Blutungen, Thrombosen (Entstehung eines Blutgerinnsels), Infektionen und die Entwicklung von Aneurysmen sowie arteriovenösen Fisteln. Eine versehentliche Intraarterielle Injektion von Medikamenten kann zu Nekrosen und etwa bei Barbituraten unter Umständen zum Verlust eines Armes führen. Der arterielle Zugang wird deshalb zur Vermeidung von versehentlichen Injektionen deutlich gekennzeichnet.

Lokalisationen

Als Lokalisationen der ersten Wahl für einen arteriellen Zugang gelten:

Lokalisationen der zweiten Wahl sind:

Quelle

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