Arthur Baumann

Artur Baumann (auch Arthur Baumann; * 10. Februar 1905 in Gera; † 18. August 1991) war ein deutscher Politiker (KPD / SED) und Gewerkschafter.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Baumann wurde als Sohn eines Schneiders in Gera geboren. Nach dem Besuch der Volksschule machte er eine Lehre zum Bäcker und arbeitete in diesem Beruf, später auch als Arbeiter in einem Kammgarnbetrieb und Transportarbeiter. 1921 trat er dem Deutschen Textilarbeiter-Verband bei. 1923 wurde er Mitglied des KJVD, 1926 Mitglied der KPD. Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten 1933 war Baumann mehrfach inhaftiert. Ab 1937 arbeitete er als Feinschleifer. Noch 1945 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Im Jahr 1946 wurde er Mitglied der SED und baute den Verband der Metallarbeiter in Leipzig mit auf. Ab 1946 war er Zweiter Vorsitzender, von 1948 bis 1950 Erster Vorsitzender des Landesvorstandes Sachsen der IG Metall. Nach einem Studium an der Parteihochschule 1949/50 wurde Baumann Mitglied der SED-Landesleitung Sachsen, Vorsitzender des FDGB-Landesverbandes Sachsen und Mitglied des Sächsischen Landtags (jeweils bis 1952). Ab 1952 war er dann Mitglied des Bezirkstags Leipzig, 1953 fungierte er als kommissarischer Vorsitzender des Zentralvorstandes der IG Metall. Von 1950 bis 1955 Mitglied des FDGB-Bundesvorstandes, war er 1952/53 Abteilungsleiter ebendort. Ab 1953 war er Sekretär und Mitglied des Präsidiums des Zentralvorstandes der IG Metall/Metallurgie bzw. der IG Metall.

Von 1958 bis 1960 war er Mitarbeiter der Abteilung Gewerkschaften und Sozialpolitik im ZK der SED; 1970 trat er in den Ruhestand und wurde Vorsitzender des Arbeitskreises verdienter Gewerkschaftsveteranen der IG Metall.

Werke

  • Die Arbeiterkontrolle mit allen Kräften verwirklichen. In: Die Arbeit. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Gewerkschaften 8 (1954), S. 100–105.

Literatur

  • Herbst, Andreas / Ranke, Winfried / Winkler, Jürgen: So funktionierte die DDR. Band 3: Lexikon der Funktionäre. Rowohlt, Reinbek 1994, S. 27.

Weblinks


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