Nightmare
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Die Filmreihe Nightmare [ˈnaɪtmɛɹ] (dt. „Albtraum“) bzw. A Nightmare on Elm Street (Originaltitel) ist eine populäre Horrorfilm-Reihe um einen Serienmörder namens Freddy Krueger, die inzwischen neun Kinofilme umfasst. Ausgangspunkt der Reihe war der Erfolg des 1984 erschienenen Horrorfilms Nightmare – Mörderische Träume von Wes Craven. Die kommerziell äußerst erfolgreiche Nightmare-Reihe das Genre der sogenannten „Teenie-Slasher“, die seit Mitte der 1980er Jahre besonders populär sind. Neben Wes Craven, der den ersten und siebten Teil der Reihe inszenierte, waren jeweils ein Mal folgende Regisseure in der Reihenfolge der Veröffentlichungen an der Filmreihe beteiligt: Jack Sholder, Chuck Russell, Renny Harlin, Stephen Hopkins, Rachel Talalay sowie Ronny Yu. Im April 2010 erschien unter dem Titel A Nightmare on Elm Street ein Remake des ersten Teils; Regie führte Samuel Bayer, Produzent war Michael Bay, und Freddy Krueger wurde erstmals von Jackie Earle Haley dargestellt.[1]

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Der Schöpfer von Nightmare ist der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Wes Craven. Die Idee kam ihm 1978 in einem Restaurant, beim Lesen eines Artikels über einen jugendlichen Immigranten aus Taiwan, der von heftigen Albträumen geplagt wurde und später im Schlaf gestorben war. Kurz darauf erschienen zwei ähnliche Meldungen.

Craven dachte sich zu dieser Thematik eine Rahmenhandlung aus und schuf den wahnsinnigen Kindermörder Freddy Krueger, der seine Opfer im Traum heimsucht. Wenn Krueger ein Kind im Traum tötet, stirbt es auch in der Realität. Freddy Krueger war der Name eines Jungen, von dem Wes im Kindesalter tyrannisiert worden war. Die Namensgebung erfolgte zum Teil aus Spaß, zum Teil aus Rache. Der Originaltitel Nightmare on Elm Street bezieht sich auf die Elm Street in Dallas, in der John F. Kennedy 1963 erschossen wurde.

Als Craven die Idee dem New-Line-Cinema-Produzenten Robert Shaye vorstellte, war dieser sofort begeistert. Obwohl er nach eigenen Angaben mit Horrorfilmen nicht viel anfangen konnte, da er selber als Kind unter Albträumen litt, finanzierte er die Produktion. Manche Traumsequenzen aus den Filmen, wie zum Beispiel das Einsinken in die Stufen einer Treppe, hat auch Robert Shaye bereits im Traum erlebt.

Aussehen und Charakter von Freddy Krueger änderten sich während der Produktionsphase noch stark. Zuerst war er als stummes, mordendes Monster im Stil von Jason Voorhees oder Michael Myers geplant. Doch schon für den ersten Film erhielt er einige düstere Textzeilen, die dann im Verlauf der Film-Reihe zunehmend mit Schwarzem Humor gespickt wurden.

Die Weltpremiere fand auf den Internationalen Hofer Filmtagen statt. [2]

Das Lied vom schwarzen Mann

Ein zentrales Element in allen Filmen ist das „Lied vom bösen, schwarzen Mann“. Die Akteure begegnen immer wieder kleinen Mädchen, die zusammen Seilhüpfen spielen und folgendes Lied singen:

“One, two, Freddy’s coming for you
Three, four, better lock your door
Five, six, grab your crucifix
Seven, eight, gonna stay up late
Nine, ten, never sleep again!”

Es gibt kleine Variationen. Im fünften Teil lautet die letzte Strophe Nine, ten, he's back again. Auch die Übersetzung ins Deutsche ist uneinheitlich. Die „Originalversion“ aus Teil 1 lautet:

„Eins, zwei, Freddy kommt vorbei
Drei, vier, schließ ab deine Tür
Fünf, sechs, nimm dein Kruzifix
Sieben, acht, schlaf nicht ein bei Nacht
Neun, zehn, du sollst nicht schlafen gehn!“

Abweichungen gibt es vor allem im dritten Vers, der immer wieder als „Fünf, sechs, jetzt holt dich gleich die Hex“ übersetzt worden ist. Auch hört man mehrere Male „drei, vier, er steht vor deiner Tür“, „Sieben, acht, gleich ist es Mitternacht“. Im sechsten Teil der Reihe wurde der nicht ins Deutsche übertragbare englische Reim von „six“ auf „crucifix“ mit „Fünf, sechs, nimm dein Kruzifix und ex!“ übersetzt.

Filme

Indizierung

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Als Horrorfilme unterlagen alle Teile der Nightmare-Reihe einer strengen Kontrolle. In Deutschland kamen die Teile 1 und 3–6 auf den Index. Inzwischen sind die Filme offiziell als DVD-Collection-Sammelbox (Teil 1–7) der Firma Warner Home Video Germany erschienen. Diese 7er-Box beinhaltet die so genannten R-Rated-Fassungen, welche als ungekürzt gelten, und ist weitgehend identisch mit der US- und UK-Box. In einigen Ländern, darunter auch Deutschland, gibt es Bootleg-Versionen, die zumindest von Teil 1 die sieben Sekunden längere so genannte Unrated-Fassung des Films beinhalten, die in Deutschland jedoch nicht legal verkauft werden darf. Lediglich auf Video ist in Deutschland die Unrated-Version von Teil 1 offiziell erschienen.

Wird ein Nightmare-Film im deutschen Fernsehen ausgestrahlt, so ist er im Normalfall stark geschnitten. Fans bemängeln, dass dadurch auch große Teile der Handlung verloren gehen und die Filme somit nicht mehr originalgetreu wiedergegeben werden. Da die Bewertungsstrenge in den vergangenen Jahren aber sichtlich abgenommen hat (siehe zum Beispiel Freddy vs. Jason, 2003), sollten ihrer Ansicht nach die alten Nightmare-Filme von der FSK ganz neu beurteilt werden, damit so die Filme vom Index kommen und eventuell die Unrated-Fassungen von Teil 1 und 5 legal auf dem deutschen DVD-Markt veröffentlicht werden können.

Im Juli 2007 wurde der erste Teil von der BPjM vom Index gestrichen. Außerdem wurde er von der FSK am 8. August 2007, nach einer Neuprüfung, ungekürzt für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben. Außerdem wurden auch der 3. und der 5. Teil auf 16 runtergestuft (vgl. auch www.schnittberichte.com).

Der erste Teil (Nightmare – Mörderische Träume) wurde bei der Erstausstrahlung 1992 auf RTL PLUS und in Österreich im ORF in einer auf der Unrated-Version basierenden Fassung gezeigt. Die Szene, in der der erste Mord zu sehen ist, war in der 7 Sekunden längeren Version zu sehen, die es sonst offiziell nur in Deutschland auf VHS gibt. Auch alle anderen Gewaltszenen waren komplett unzensiert, allerdings gab es mehrere Handlungsschnitte, die schon in der den Sendern überlassenen Kopie fehlten.[3] Auch in neuen TV-Mastern fehlten diese Szenen, zusätzlich gibt es hier allerdings auch noch einen Schnitt während der Blutfontäne.[4] Auf der DVD von Warner Home Video gibt es in exakt diesen Szenen Tonsprünge, wo entweder neu synchronisierte Passagen oder kurzzeitig der englische Ton eingefügt wurde.

Fernsehserie

Im Fahrwasser des Kinoerfolgs wurde auch eine Nightmare-Fernsehserie produziert. Es handelt sich dabei um eine Reihe von Kurzgeschichten, in der Robert Englund in der Rolle des Freddy Krueger zu Beginn und am Ende einer jeweiligen Folge kurze bissige Kommentare abgab.

Im Gegensatz zu der auf dem Film Freitag der 13. beruhenden Fernsehreihe Friday the 13th: The Series (im deutschsprachigen Raum bekannt als Erben des Fluchs), in der die vermeintliche Hauptfigur Jason Vorhees gar nicht erwähnt wurde (da die Serie, bis auf den Titel, mit den Filmen rein gar nichts zu tun hatte), drehten sich bei Freddy's Nightmares – A Nightmare on Elm Street: The Series mehrere Folgen konkret um die Figur des Freddy Krueger. Einige Episoden zeigten sowohl die Verfolgung und Hinrichtung Kruegers durch die Eltern der Kinder in der Elm Street, als auch seine ersten Opfer, nachdem er zum Traum-Dämon wurde. Dabei decken sich einige Fakten nicht mit den Kinofilmen, weswegen die Serie als eigenständiges Werk anzusehen ist.

1988 erschienen 16 Folgen der ersten Staffel der Serie in Deutschland auf 8 VHS-Kassetten, der Erfolg blieb jedoch aus. In Amerika wurden insgesamt zwei Staffeln ausgestrahlt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Cinema.de: http://www.cinema.de/kino/news-und-specials/artikel/remake-von-nightmare-on-elm-street-freddy-krueger-is-back,3899008,ApplicationArticle.html
  2. Internationalen Hofer Filmtage: Kleine Geschichte der Hofer Filmtage 1977–1984. (letzter Absatz)
  3. Schnittbericht zur TV-Erstausstrahlung bei DVD-Forum.at
  4. Schnittbericht zum neueren TV-Master bei DVD-Forum.at

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