Artilleriepanzer
Panzerhaubitze M109

Die Panzerartillerie ist der Gesamtbegriff eines Truppenteils der Artillerie die, anstatt mit nicht selbstfahrenden Geschützen bzw. Geschützen auf Selbstfahrlafetten, mit voll gepanzerten Panzerhaubitzen ausgerüstet ist. Die Konstruktion des Fahrgestells mit Gleisketten wird in der Regel von dem eines Kampfpanzers in originaler oder modifizierter Form übernommen, Wanne und Geschützturm unterscheiden sich wegen der unterschiedlichen Anforderungen grundlegend von denen eines Kampfpanzers. Diese Form der Artillerie hat den Vorteil, dass sie schnelle Positionswechsel erlaubt bevor die gegnerische Artillerie zurückfeuern kann und dass sie den Besatzungen im Falle von Angriffen einen guten Panzerschutz bietet.

Geschichte

Panzerhaubitzen kamen im Zweiten Weltkrieg auf, um den Artillerieeinheiten eine größere Mobilität und einen gewissen Schutz zu geben, damit Panzerverbände unmittelbar begleitet und unterstützt werden konnten. Die Panzerartillerie entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg als speziell entwickelte voll gepanzerte Panzerhaubitzen konstruiert wurden, die durch ihre Panzerung einem eventuellen Gegenangriff – in gewissem Rahmen – standhalten konnten. Zuvor waren die Fahrzeuge eher schwach gepanzert und meist hinten und oben offen. Deshalb mussten sie sich vom Kampfgeschehen möglichst auf Distanz halten.

Bedeutung heute

Die Aufgaben der Artillerie liegen im Bekämpfen feindlicher Punkt- oder Flächenziele (feindliche Artillerie, Einrichtungen und sich bewegende Ziele) in der Tiefe des Raums vor den eigenen Linien. Moderne Ortungstechniken von feuernden Artilleriegeschützen verursachen eine weitgehende Verdrängung gezogener Artilleriegeschütze durch die Panzerartillerie. Ein mobiles Geschütz ermöglicht schnellen Positionswechsel nach einem Feuerschlag, bevor gegnerische Artillerie die Stellung orten und ihrerseits unter Feuer nehmen kann.

Der Truppenführer hat eine Möglichkeit, den Schwerpunkt auf dem Gefechtsfeld schnell und flexibel zu bilden oder zu verlegen. Dabei sind die Autonomie der Feuerleitung und der Navigation, sowie die Mobilität und die große Zahl an zur Verfügung stehenden Munitionssorten entscheidend für ihren Einsatzwert.

Die moderne Panzerartillerie verfügt in der Regel über Spreng-, Leucht-, Nebel-, Bomblett- und endphasengelenkte Geschosse.

Häufig wird in westlichen Armeen die US-amerikanische Panzerhaubitze M109 aus den 60er Jahren verwendet, neuestes Modell der Bundeswehr ist die Panzerhaubitze 2000 von Krauss-Maffei Wegmann. Die Panzerhaubitze 2000 erreicht mit Standardmunition eine Reichweite von 30 km, mit reichweitengesteigerter Munition hat sie eine maximale Reichweite von 56 km.

Siehe auch


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