Artur Vogt

Artur Vogt (* 21. August 1894 in Breslau; † 6. Juli 1964 in Ost-Berlin) war ein deutscher Politiker (KPD).

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Leben und Wirken

Vogt besuchte die Volksschule und wurde anschließend zum Metallarbeiter ausgebildet. Vogt war seit 1908 politisch organisiert, seit 1911 gehörte er der Gewerkschaft an. Nach dem Ersten Weltkrieg trat Vogt in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ein. Für diese gehörte er von 1928 bis 1930 und von 1932 bis 1933 dem Reichstag an. Im Berliner Parlament vertrat er zunächst, 1928 bis 1930, den Wahlkreis 17 (Westfalen-Nord), später, Juli bis November 1932 den Wahlkreis 6 (Pommern) und den Wahlkreis 2 (Berlin), November 1932 bis März 1933.

Während der Weimarer Zeit wurde Vogt mehrmals wegen verschiedener politischer Vergehen inhaftiert: Insgesamt war er zweimal einen Monat im Gefängnis, einmal einen Monat in Festungshaft und einmal acht Monate im Gefängnis. Außerdem wurde er einmal zu einer Geldstrafe verurteilt. Während der Nazizeit war Vogt erneut längere Zeit in Haft.

Nach 1945 gelang es Vogt nicht mehr irgendwelche wichtigen Funktionen zu erhalten. 1948 übernahm er die Leitung der politisch wenig bedeutenden Hauptabteilung für deutsche Umsiedler in der Verwaltung des Innern der sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Daneben trat Vogt als Philatelist (Briefmarkensammler) hervor. Diesem privaten Interessengebiet trug er in den 1950er Jahren offiziell Rechnung, indem er Vorsitzender der Zentralen Kommission Philatelie des Präsidialrats des Kulturbundes der DDR wurde.[1]

Schriften

  • Was die Briefmarken der DDR Erzählen, 1959.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wolfram Grallert: Lexikon Philatelie, 1974, S. 487.

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