Artus Quellinus I.
Porträt von Artus Quellinus, gemalt 1663 von dem Maler Ferdinand Bol.

Artus Quellinus (* 30. August 1609 in Antwerpen; † 23. Februar 1668 in Antwerpen), war ein flämischer Bildhauer. Er wird in der Literatur meist als Artus Quellinus der Ältere bezeichnet.

Artus Quellinus war der Sohn und Schüler des Bildhauers Erasmus Quellinus I. aus der Künstlerfamilie Quellinus und bildete sich bei dem flämischen Bildhauer François Duquesnoy in Rom aus. 1640 wurde er in die Lukasgilde von Antwerpen aufgenommen. Nach 1648 wurde er nach Amsterdam berufen, um das dortige Rathaus, das Paleis op de Dam, mit Skulpturen zu schmücken. In den beiden Giebeln brachte er zwei figurenreiche, die Seemacht Amsterdams verherrlichende Gruppen an. Im Inneren führte er dekorative Arbeiten aus, unter anderem das Relief einer Diana und einer trauernden Karyatide. Quellinus bewegte sich in den mehr malerischen Ausdrucksformen des Barockstils.

1660 stellte er gemeinsam mit Gerrit van Uylenburgh die Kunstwerke für das Holländische Geschenk an Karl II. zusammen.

Sein Sohn Artus Quellinus II. war ebenfalls Bildhauer.

Werke

Literatur

Weblinks

 Commons: Artus Quellinus I – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Artus Quellinus — ist der Name folgender Personen: Artus Quellinus I. (1609–1668), niederländischer Bildhauer Artus Quellinus II. (auch der Jüngere genannt; 1625–1700), niederländischer Bildhauer, Sohn von Artus Quellinus I. Artus Quellinus III. (auch Arnold Q.… …   Deutsch Wikipedia

  • Artus Quellinus II. — Artus Quellinus II. (* 1625 in Sint Truiden in Limburg; † 22. November 1700 in Antwerpen) war ein flämischer Bildhauer aus der Künstlerfamilie Quellinus. Er wurde auch der Jüngere genannt. Er war der Sohn des Bildhauers Artus Quellinus I. und… …   Deutsch Wikipedia

  • Artus Quellinus der Ältere — Porträt von Artus Quellinus, gemalt 1663 von dem Maler Ferdinand Bol. Artus Quellinus (* 30. August 1609 in Antwerpen; † 23. Februar 1668 in Antwerpen), war ein flämischer Bildhauer. Er wird in der Literatur meist als Artus Quellinus der Ältere… …   Deutsch Wikipedia

  • Artus Quellinus — Artus Quellinus, by Ferdinand Bol. Artus Quellinus also known as Artus (Arnoldus) Quellijn, Artus I Quellinus or Artus Quellinus the Elder (Antwerp, 30 August 1609  – Antwerp 23 August 1668), was a Flemish sculptor. Life …   Wikipedia

  • Artus Quellinus — Pour les articles homonymes, voir Quellin. Artus Quellinus Portrait d Artus Quellinus par …   Wikipédia en Français

  • Erasmus Quellinus I — (Liège, c. 1580 – 22 January 1640, Antwerp) was a sculptor best known for classically inspired ornamentation work and copies after the antique. Quellinus enrolled in Antwerp s guild of St. Luke in 1606. He also made individual sculptures,… …   Wikipedia

  • Erasmus Quellinus I. — Erasmus Quellinus I. (* 1584 in Lüttich; † 22. Januar 1640 in Antwerpen) war ein flämischer Bildhauer der Künstlerfamilie Quellinus. Erasmus Quellinus ist durch seine Aufnahme in die Lukasgilde 1606 als Meister in Antwerpen nachgewiesen. Bekannt… …   Deutsch Wikipedia

  • Quellinus family — Quellinus is the surname of a family of Flemish artists, painters and sculptors in the 17th century in Antwerp. Members of the family are:* Erasmus Quellinus I, sculptor, (ca. 1584 1639/40) **Erasmus Quellinus II, painter, (1607 78) **Artus… …   Wikipedia

  • Quellinus — (latinisiert aus Quellin) ist der Name einer hauptsächlich in Antwerpen ansässigen flämischen Maler und Bildhauerfamilie des 17. Jahrhunderts. Dazu gehören: Erasmus Quellinus I. (um 1584–1639/1640), Bildhauer Erasmus Quellinus II. (1607–1678),… …   Deutsch Wikipedia

  • Erasmus Quellinus II. — Erasmus Quellinus II. (* 19. November 1607 in Antwerpen; † 7. November 1678 ebenda) war ein niederländischer Maler, Schüler von Rubens, und Kupferstecher aus der Antwerpener Künstlerfamilie Quellinus. Er ist Sohn des Bildhauers Erasmus Quellinus… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”