Arum maculatum
Gefleckter Aronstab
Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)

Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)

Systematik
Unterklasse: Froschlöffelähnliche (Alismatidae)
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Unterfamilie: Aroideae
Gattung: Aronstab (Arum)
Art: Gefleckter Aronstab
Wissenschaftlicher Name
Arum maculatum
L.

Der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum), auch Ronenkraut oder Zehrwurz genannt, ist eine Pflanzen-Art aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae).

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Der Gefleckte Aronstab kommt vor allem in der gemäßigten Zone in unteren europäischen Gebirgslagen vor (in der Schweiz vor allem in den Voralpen und im Jura). Meist findet man ihn in feuchten Laubwäldern in der kollinen (bis montanen) Höhenstufe. Er liebt durchlässige kalkreiche Böden und kommt oft in Gemeinschaft mit anderen frühjahrblühenden Pflanzen der Krautschicht, wie Lungenkraut und Bärlauch, vor.

Pflanzenbeschreibung

Der Gefleckte Aronstab ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 40 cm erreicht. Er ist ein Geophyt, der ein knolliges, walnussgroßes Rhizom als Überdauerungsorgan besitzt. Die dunkelgrünen Laubblätter sind breit pfeilförmig, lang gestielt und 10 bis 20 cm lang. Bei der Nominatform sind sie oft mit dunklen Flecken versehen (daher der Name).

Detailaufnahme, Ausschnitt aus dem Blütenstand des Gefleckten Aronstabes, gut erkennbar die weiblichen Blüten links (in Natur also unten), die fertilen männlichen Blüten mittig und die sterilen männlichen Blüten rechts (in Natur also oben), Vergrößerung etwa 24-fach

Die Pflanzen sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Der Blütenstand besteht aus dem sogenannten Kolben und der gelbgrünen Spatha. Araceae haben nur dieses eine Hochblatt, die Spatha, pro Blütenstand, es ist tütenförmig eingerollt. Am Kolben sitzen unten die weiblichen Blüten und darüber die fertilen männlichen (in der Mitte), über den fertilen männlichen Blüten sitzt ein Kranz steriler, borstiger Blüten. Die Bestäubung der Blüten erfolgt vor allem durch Schmetterlingsmücken. Die eingeschlechtigen Blüten haben keine Blütenhüllblätter. Die reifen Beeren sind leuchtend rot. Blütezeit ist im April und Mai.

Im frischen Zustand ist er sehr giftig, durch Trocknen lässt sich die Giftigkeit ein wenig reduzieren.

Systematik

Unterschieden werden in der Regel zwei Varietäten:

  • Arum maculatum var. maculatum mit gefleckten Blättern und einer nördlicheren Verbreitung.
  • Arum maculatum var. immaculatum mit ungefleckten Blättern und einer südlicheren Verbreitung.

Inhaltsstoffe

Gefleckter Aronstab (Arum maculatum), Illustration

Wirkung der Inhaltsstoffe

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In der Volksheilkunde wurde Aronstab bei Entzündungen des Magens und des Darmes mit Krämpfen, Brennen, Würgen und Auswurf blutigen Schleimes verwendet. Meist wurde die Droge in Tropfenform ein paar Mal am Tag mit einem Glas warmen Wassers genommen, oder auch zum Gurgeln. Da die Pflanze sehr giftig ist, muss von solch einer Verwendung abgeraten werden.

In der Schweizer Volksmedizin werden drei bis vier im März gepflückte erste Blätter in etwa einem Liter Kernobstbrand eingelegt und als Erkältungsmittel angewandt. Die Einnahme erfolgt kombiniert mit dem Konsum großer Mengen schweisstreibenden Tees (z. B. Hagebutte). Die Anwendung gilt als Rosskur und ist insbesondere bei Herzbeschwerden nicht empfohlen.

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