Arçelik
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Arçelik A.Ş., abgekürzt mit Arçelik, ist ein türkisches Unternehmen, das zur Koç Holding Durable Consumer Goods Group (kurz Koç genannt) gehört und die eigenen Produkte in über 100 Ländern vertreibt. Der Unternehmensschwerpunkt liegt hauptsächlich bei "Weißer Ware" und kleineren elektronischen Haushaltsartikeln für Bad und Küche. Neben dem eigenen Produktionsbereich hat sie im Jahre 2001 den Vertrieb und das Marketing für eine Reihe anderer Teilbetriebe der Holding übernommen, so dass heute alle möglichen Formen von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik verkauft werden.

Die Leitung des Unternehmens hat A. Gündüz Özdemir, CEO (* 1. Januar 1949), der im Jahre 1998 zu Arçelik wechselte und maßgeblich an der Restrukturierung des Unternehmens beteiligt war. Er verließ für kurze Zeit die Firma, kehrte jedoch im Jahre 2000 zur Koç-Gruppe zurück, wo er bis 2003 in anderen Bereichen der Holding tätig war.

Unternehmensgeschichte

älteres Firmenlogo

Das Unternehmen wurde 1955 mit der Errichtung des ersten Werkes in Sütlüce gegründet und begann 1959 mit der Produktion von Waschmaschinen, ein Jahr später mit der von Kühlschränken. Das Werk wurde 1968 von Sütlüce nach Çayırova verlegt. Aus diesem Hauptwerk wurden dann nach und nach Unternehmensteile ausgegliedert: im Jahre 1975 die Produktion von Kühlschränken, für die ein Werk in Eskişehir gebaut wurde. Zwei Jahre später folgte ein Kompressorenwerk ebenfalls in Eskişehir und weitere zwei Jahre danach (1979) die Produktion von Staubsaugern über ein Werk in Izmir und 1993 die Produktion von Geschirrspülmaschinen mit einem Werk in Ankara (1993). 1996 wurde ein Werk zur Produktion von Klimaanlagen in Çayırova eröffnet.

2000 folgte eine Kooperation mit LG, die Arçelik-LG Air Conditioning Industry and Trade Inc.

1999 wurde die Koç-Gruppe radikal umgewandelt. Im Zuge dieser Reorganisation wurden die Arçelik A.Ş., Türk Elektrik Endüstrisi A.Ş., Atılım A.Ş. und Gelişim A.Ş. und die 1977 von Arçelik ausgelagerter Ardim unter Arçelik zusammengefasst. 2001 übernahm das Unternehmen das Marketing und die Distribution von Beko Elektronik A.Ş. – einem Schwesterunternehmen, das sich auf Unterhaltungselektronik spezialisiert hatte. Ziel dieser Restrukturierung war es, über ein zentralisiertes System die Effektivität der gesamten Koç-Gruppe zu erhöhen. So wurden auch mehrere Werke zusammengelegt oder an verkehrstechnisch günstigere Orte verlegt.

Heutige Lage und Zukunftsaussichten

Arçelik plant, bis zum Jahre 2010 zu den zehn erfolgreichsten Elektronikunternehmen in der Welt aufzusteigen. 2002 erwarb Arçelik das deutsche Unternehmen Blomberg und das österreichische Elektra Bregenz, zusammen mit dem Markenrecht an Elektra Bregenz and Tirolia, weiterhin das englische Unternehmen Leisure and Flavel und das rumänische Arctic.

2003 durchbrach das Unternehmen die langersehnte 50-Millionen-Dollar-Exportgrenze.

2004 erhielt Arçelik den begehrten deutschen iF Design Award für eine Kaffeemaschine. Von der JIPM (Japan Institute of Plant Maintance) wurde 2005 im Bereich TPM (Total Productive Maintenance) ein „Award for TPM Excellence, 1st Category“ an zwei Werke von Arçelik vergeben. Die Firma erhielt auch mehrere Auszeichnungen vom Energy Saving Trust und der European Energy Commission. Im selben Jahr wurden mehrere Produkte von Arçelik und Schwesterfirmen mit guten Ergebnissen bei Stiftung Warentest getestet und erhielten die begehrte deutsche Auszeichnung Plus X Award.

Erwähnenswert ist die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens. Arçelik hält seit 1996 ca. 10 % der türkischen Patentanmeldungen mit knapp über 300 erfolgreich umgesetzten Entwicklungen. Nach eigenen Angaben werden 1,5 % des jährlichen Gewinns für F&E ausgegeben. 1998 wurde das Unternehmen für seine Bemühungen mit dem Technology Grand Award für seine Orbital Washing Machine und 1999 für das Motor Fault Detection Project belohnt.

Neben den eigenen Produkten hat Arçelik von Beko A.Ş. die türkische Distribution mehrerer internationaler Unternehmen wie Sony, Siemens, LG, Philips und Sony Ericsson übernommen.

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