3D-Projektor

Ein 3D-Projektor ist ein optischer Projektor zur Raumbildprojektion. Anwendungen hierfür sind beispielsweise 3D-Kinos, Planungssysteme für technische Anlagen, Design, Simulationen oder Produktpräsentationen.

Inhaltsverzeichnis

Passiver 3D-Projektor

Ein passives 3D-Projektionssystem ist ein Doppelprojektionssystem, welches zwei stereoskopische Halbbilder deckungsgleich aufeinander justiert projizieren kann. Um eine Kanaltrennung vorzunehmen, wird vor jedem Projektor ein Filter – beispielsweise ein Polarisationsfilter – angebracht.

Aktiver 3D-Projektor

Das bedeutet, dass die Bilder für das linke und das rechte Auge des Betrachters abwechselnd projiziert werden. Eine Shutterbrille sorgt beim Betrachter dafür, dass jedes Auge nur jeweils eines der beiden Bilder zu sehen bekommt. Dadurch entsteht der stereoskopische Eindruck. Hierzu ist die Synchronisation von dargebotenem Bild und dem freien Blick für das jeweils richtige Auge notwendig. Beispiel für eine entsprechende Steuerung ist das DLP-Link-Verfahren.

Systeme mit beweglicher Projektionsfläche

Wenn man die Projektionsfläche bewegt, überstreicht sie ein ganzes Volumen. Wenn dies schnell genug geschieht und je nach Position der Fläche andere Inhalte projiziert werden, fasst das menschliche Auge auf Grund seiner Trägheit alles insgesamt zu einem geschlossenen 3D-Bild zusammen.

Ein Ansatz ist die Verwendung einer spiralförmig gewundenen Fläche, geformt wie eine Windung einer Archimedischen Schraube. Diese Fläche wird senkrecht montiert und rotiert um eine senkrechte Achse. Ein 2-D-Projektor projiziert auf einen Sektor dieser Fläche das Bild, also auf eine schräge Fläche, die insgesamt je nach aktuellem Rotationswinkel höher oder tiefer liegt. Der Projektor muss synchron zur Rotation auf diesen Ausschnitt diejenigen Informationen projizieren, welche zu den jeweiligen Höhenpunkten auf der schrägen Fläche passen. Der schottische TV-Pionier J.L. Baird meldete 1941 sein volumetrisches 3D- und Farb-TV-System zum Patent an. Aktuelle Laborsysteme (Japan, GB) verwenden u. a. Laserlichtquellen.

Ein weiteres Projekt fasste Projektionsfläche und Lichtquelle zusammen. Für Jugend forscht wurde eine Arbeit eingereicht, die eine 2-D-Anordnung von 10 × 10 Leuchtdioden umfasste, die auf der Schwingspule eines Lautsprechersystems montiert war, so dass diese Fläche bei Bewegung insgesamt ein Volumen überstrich. Die Leuchtdioden wurden bewegungssynchron mit den Informationen der Bildebene der jeweiligen Position der Leuchtdioden angesteuert. Das Projekt gewann bei dem Wettbewerb auch einen Preis.

Siehe auch


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