3D-Straßenmalerei
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Straßenmalerei mit Kreide auf Plastersteinen im holländischen Valkenburg 2008

Straßenmalerei, auch Pflastermalerei, bezeichnet mit Pastellkreide oder Farbpigmenten gemalte Bilder auf Asphalt oder anderen versiegelten Bodenflächen.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Straßenmalerei ist eine sehr alte Form der Straßenkunst und ein äußerst flüchtiges Medium. Dies ergibt sich allein schon aus den verwendeten Materialien: Kreiden oder mit dem Pinsel aufgetragene Pigmente, die nur in seltenen Fällen auf dem Straßenbelag leicht fixiert werden. Ob Regen oder darüber laufende Passanten – innerhalb kürzester Zeit ist von einem Straßengemälde nichts mehr zu sehen.

Philosophie einer vergänglichen Kunst

Ich bin für eine Kunst, die etwas anderes tut als in einem Museum auf ihren Arsch zu sitzenClaes Oldenburg

Ebenso ungeklärt wie der eigentliche Ursprung der Straßenmalerei dürfte wohl auch das Selbstverständnis der sogenannten Madonnari bleiben; ob sie sich eher als eigenständige Künstler oder als „Dienstleister im Namen des Herrn“ betrachten.

Fast jeder kennt die bunten Kreidebilder, die von Straßenkünstlern auf den Asphalt gemalt werden. In der Regel finanzieren sich diese Künstler die Zeit, welche sie an den Kunstwerken arbeiten, mit Spenden der Passanten, die sich an ihren Arbeiten erfreuen. Die Arbeit ernährt den Künstler, ohne dass er seine Bilder verkaufen könnte und ebenso ist es unmöglich, sie käuflich zu erwerben, ohne den Straßenbelag direkt mitzukaufen.

Bei der Straßenmalerei geht es einzig um das Kreieren oder Kopieren und Betrachten von etwas vergänglich Schönem.

Straßenmalerei ist weltweit verbreitet. Ein traditioneller Platz in Deutschland, an dem fast immer Straßenmaler anzutreffen sind, ist beispielsweise die Kölner Domplatte. Auf den großen Granitplatten vor dem Dom ist sehr viel Platz, um große Bilder zu malen, ohne den Passantenstrom zu behindern. Der Untergrund und die Örtlichkeit ist für Straßenmaler relativ wichtig, da nicht jeder Ort geeignet ist, um ansprechende Kreidebilder zu malen und gleichzeitig noch genügend Passanten zu interessieren, welche durch ihre Bemerkungen und Spenden deren Arbeit erst Motivation und Sinn geben. Im Unterschied zu Graffiti sind diese Kreidebilder extrem kurzlebig und werden vom Wind und vom Regen sowie von den Füßen der Passanten wieder abgetragen.

Geschichte der Straßenmalerei

Obwohl die Geschichte der Straßenmalerei nachweislich fünf Jahrhunderte umfasst, ist nur wenig Konkretes über ihre Hintergründe und die Veränderungen, die sie im Laufe der Zeit durchgemacht hat, bekannt. Sie entstand vermutlich im Italien des 16. Jahrhunderts im Umfeld von religiösen Prozessionen und Feiern, bei denen religiöse Motive, insbesondere Mariendarstellungen, auf die Straßen gemalt wurden. Dem Motiv der Maria mit dem Jesuskind verdanken die Straßenmaler auch ihren Namen, der sich in Italien bis heute unverändert gehalten hat: Madonnari. Damit sind die gesicherten Erkenntnisse bereits erschöpft; die Kunstgeschichtsschreibung kennt weder Namen einzelner Madonnari noch die Rezeptionsgeschichte dieser frühen Form der Kunst im öffentlichen Raum.

An der eher traditionellen Ausrichtung der Straßenmalerei hat sich bis heute nicht viel geändert. In den Fußgängerzonen der Städte sind die meisten der aufs Pflaster gemalten Bilder Kopien von Gemälden, die tief im kollektiven Bewusstsein verankert sind. Botticelli, Rubens oder Rembrandt van Rijn und andere alte Meister sind fester Bestandteil des Repertoires. Werke der klassischen Moderne oder gar der zeitgenössischen Malerei gehören dagegen selten zum Motivfundus der Straßenmaler von heute, deren eher konservative ästhetische Präferenzen abhängig sind vom Wiedererkennungswert und von der malerischen Virtuosität, die das Original ihnen abverlangt. Bei den handwerklichen Fähigkeiten gibt es innerhalb dieser Zunft recht große Unterschiede, die aber auch den Passanten nicht verborgen bleiben. Einem guten Maler sieht man es zwangsläufig an, dass er sein Handwerk versteht. Die traditionelle Straßenmalerei ist auch eher als Kunsthandwerk zu betrachten und nicht als Kunst definierbar.

Kunst hat den Anspruch, etwas Neues und Einzigartiges zu schaffen, und dieser Anspruch drang erst Ende der 1980er Jahre bis zur Straßenmalerei vor. Allerdings begann dieser Kunst-Anspruch nicht in Europa, sondern auf der anderen Seite der Welt, in Australien sowie in Kalifornien. 1989 gelang es dem australischen Straßenmaler Peter Voice, diese Art der Straßenkunst in Melbourne gesellschaftsfähig zu machen und mit öffentlicher Genehmigung zu etablieren.

Straßenmalerei wurde auch als Mittel zur Meinungsäußerung erkannt und so entstanden neben den alten Meistern Bilder mit politischen und ökologischen Motiven.

Auch in Kalifornien mehrten sich Bilder dieser Art und es begann sich eine globale Streetpainting-Community zu entwickeln, deren wenige Mitglieder sich aber als "Dienstleister im Namen Gayas" verstanden und damit begannen, in alle Welt auszuschwärmen, um genau in den Stadtzentren farbige Zeichen zu setzen und damit eine möglichst große Zahl Menschen mit ihren Botschaften zu erreichen. Es begann die Zeit des Internets und der großen Festivals in der einige Künstler für Events aller Art engagiert wurden und somit die nicht traditionelle Straßenmalerei weltweit verbreiteten sowie die 3D-Straßenmalerei populär machten.

3D-Straßenmalerei

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Perspektivische Wirkung einer 3D Straßenmalerei

Bei der Entwicklung wurde diese Technik immer weiter verfeinert. Die momentane Qualität der 3D-Straßenmalerei unterscheidet sich stark von der seiner Anfänge. Sie hat sich mittlerweile weit verbreitet und ist in ihrer Wirkung noch effektiver geworden. Weltweit bei den Passanten sehr beliebt, sieht man sie immer häufiger in den Städten.

3D-Straßenmalerei ist eine relativ neue Kunstform, die vor etwa 20 Jahren erstmals auf den Bürgersteigen und Plätzen in den Städten dieser Welt auftauchte. Es sind anamorphotisch verzerrt gemalte Bilder in Kreide, die meist einen speziellen Punkt der Perspektive aufweisen, von welchem man das Bild betrachten muss, um in den Genuss des 3D-Effekts zu kommen. Der eigentliche Grund für diese verzerrte Darstellungsform rührt daher, dass sich große, auf den Boden gemalte Bilder in der Regel schlecht fotografieren lassen. Dafür müsste sich der Fotograf für die Aufnahme nämlich über dem Bild befinden um es unverzerrt abzulichten, wie man es beispielsweise bei einem Wandgemälde könnte.

Durch diese Technik lassen sich Straßenbilder schaffen, bei denen Passanten den Eindruck bekommen, dass es tatsächliche, dreidimensionale Objekte seien, welche sie vor sich auf oder gar im Boden zu sehen meinen.

Wettbewerbe

Freie Entwürfe sind in den Fußgängerzonen nur selten zu sehen, doch gibt es für Straßenmaler durchaus Gelegenheiten, ihre Arbeiten einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Es gibt mittlerweile weltweit zahlreiche Wettbewerbe für Straßenmaler. Ein internationaler Straßenmalerwettbewerb wird beispielsweise jährlich im Spätsommer von der niederrheinischen Stadt Geldern veranstaltet. Dieser Wettbewerb gilt schon seit 1972 als Dreh- und Angelpunkt der deutschen Straßenmaler-Szene und ist ein Publikumsmagnet.

Ein traditioneller Wettbewerb findet auch jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt im norditalienischen Curtatone, Provinz Mantua, statt, bei dem ausschließlich die christliche Religion betreffende Motive zugelassen sind. Aber auch hier werden freie Entwürfe gern gesehen und nicht selten mit dem Titel Maestro Madonnaro ausgezeichnet.

In vielen Wettbewerben gibt es verschiedene Klassen und unter anderem auch eine Meisterklasse, in der meist ca. ein/zwei Dutzend Künstler miteinander um die Gunst der Jury und des Publikums um die Wette malen.

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