Asbyrgi
Ásbyrgi
Asbyrgi von der Spitze des Eyjan
Eyjan
Entstehung

Die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi (sprich Ausbyrgi) ist Teil des Jökulsárgljúfur-Nationalparks in Nordisland. Einst floss hier die Jökulsá á Fjöllum. Diese hat sich inzwischen weiter östlich ein Bett gegraben.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Geologisch

Nach geologischen Forschungen haben drei besonders starke Gletscherläufe der Schlucht ihre ungewöhnliche Form verliehen. Dies ereignete sich nach Ausbrüchen der Vulkane Kverkfjöll oder Bárðarbunga, die zum Vatnajökull gehören. Der erste Ausbruch fand vor 4000, der zweite vor 3000 und der dritte vor 2500 Jahren statt, wobei der letzte ein Höchstmaß von 200.000 m³/sec erreichte (dies entspricht der vierfachen Stärke des Gletscherlaufs der Skeiðará von 1996).

Mythologisch

Laut der nordischen Mythologie soll Ásbyrgi jedoch ganz anders entstanden sein. Da die Form der Schlucht unweigerlich an ein Hufeisen erinnert, dachten die Isländer, Odins achtbeiniges Pferd Sleipnir habe hier eine Hufe in die Erde gebohrt, was Ásbyrgi auch den Spitznamen „Odins Fußabdruck“ einbrachte.

Der in der isländischen Mythologie omnipräsente und tief verwurzelte Glaube an Elfen, das unsichtbare Volk, erklärt Ásbyrgi zur Elfenhauptstadt. Der Reisende wird vor Ort über eine Tafel darüber informiert, dass sich dort ein großes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Elfen befindet. Diverse botanische Besonderheiten unterstreichen diesen Eindruck, wie z.B. ein Birkenhain, in welchem die Birken eine silber-graue Rinde haben, entgegen der üblichen weiß-schwarzen.

Beschreibung

Am Ende der 3,5 km langen Schlucht findet man einen kleinen See mit üppiger Entenpopulation. Er wird von einem Rinnsal gespeist, das zumindest im Sommer fast unmerklich von der Steinwand Ásbyrgis tropft. Ein Überbleibsel der Jökulsá á Fjöllum, die einst dort floss.

Außerdem existiert hier ein für Island eher seltenes Mischwäldchen (v.a. Birken und auch Fichten) mit Bäumen, die teilweise über vier Meter hoch reichen. Diese konnten sich aufgrund der geschützten Lage im Inneren der Schlucht sehr gut entwickeln. Dies macht Ásbyrgi auch zu einem Anziehungspunkt für Isländer, da diese gerne bewaldete Urlaubsgebiete besuchen.

Vor dem Eingang zur Schlucht liegt der ca. 25 m hohe Felsen Eyjan (isl. die Insel) in der Ebene.

Die Ásbyrgischlucht liegt ziemlich entlegen und besitzt daher nur wenig Infrastruktur. Dennoch gibt es dort zwei Campingplätze, einen kleineren im innereren der Schlucht, einen größeren am Anfang. Außerdem gibt es noch eine Tankstelle mit kleinem, gut sortierten Supermarkt und einem kleinen Fast Food-Imbiss.

Es ist möglich auf einer kleinen Straße mit dem Auto bis zum Ende der Schlucht zu fahren. Die Straße ist zwar nur einspurig, aber aufgrund vieler "Ausweichbuchten" ist auch Gegenverkehr kein Problem. Die Straße endet an einem Parkplatz von dem der Teich nur wenige Meter entfernt ist.

Siehe auch

Weblinks

66.014444444444-16.5033333333337Koordinaten: 66° 0′ 52″ N, 16° 30′ 12″ W


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