Aschau a.Inn
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aschau a.Inn
Aschau am Inn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aschau a.Inn hervorgehoben
48.212.35457Koordinaten: 48° 12′ N, 12° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Höhe: 457 m ü. NN
Fläche: 20,79 km²
Einwohner: 2836 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84544
Vorwahl: 08638
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 113
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstr. 4
84544 Aschau a.Inn
Webpräsenz:
Bürgermeister: Alois Salzeder (Aschauer Wählergemeinschaft)

Aschau am Inn (amtlich: Aschau a.Inn) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Aschau am Inn liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland in der Talniederung des Inn rund 65 km östlich der Landeshauptstadt München, 17 km westlich von Mühldorf, 30 km nördlich von Wasserburg und nur 4 km von Waldkraiburg entfernt, wo sich im Übrigen auch die nächst gelegene Bahnstation an der Bahnstrecke Mühldorf-Rosenheim, betrieben von der SüdostBayernBahn, befindet. Aschau am Inn ist naturräumlich im Norden und Westen von einer reich bewaldeten Altmoräne eingefasst, im Gegensatz dazu bildet im Südosten der weitläufige Talraum des Inn mit seinen nacheiszeitlichen Inn- Schotterterrassen und Auwäldern die Gemeindegrenze.

Allgemeine Daten zum Ort

  • Ortsteile: 37
  • Gemeindestraßen: 46 km
  • Vereine: 25
  • Gewerbebetriebe: ca. 200
  • Gaststätten: 8
  • Kirchen und Kapellen: 12
  • Kindergartenplätze: 80

Es existieren folgende Gemarkungen: Aschau am Inn, Fraham.

Aschau am Inn im Winterlicht

Nachbargemeinden

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 788. Aschau am Inn gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Die Grafen Toerring zu Jettenbach besaßen hier eine offene Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im Jahre 1939 lebten in Aschau 1.300 Einwohner. Seit diesem Zeitpunkt ist eine stetige Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Ein Einwohnerzuwachs war vor allem nach Ende des Zweiten Weltkrieges durch die Ansiedlung zahlreicher Heimatvertriebener festzustellen. Auch nach der Gebietsreform im Jahre 1976 konnte die Gemeinde Aschau am Inn ihre Selbständigkeit bewahren. Aus der ehemaligen Gemeinde Fraham wurden die Ortsteile Bergham, Fraham, Klugham, Buchtal, Reit und Urfahrn mit insgesamt 158 Einwohnern eingemeindet. Heute zählt Aschau am Inn rund 2900 Einwohner.

Politik

Bürgermeister ist Alois Salzeder (AWG).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 3.572.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 2.184.000 €.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ca. 50 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften eine Fläche von ca. 1.400 ha.

In dem 170 ha großen Industriegebiet sind hauptsächlich chemische und metallverarbeitende Betrieben ansässig. Daneben befinden sich in Aschau am Inn viele andere Handwerksbetriebe und alle notwendigen Einrichtungen der Grundversorgung. Insgesamt finden im Gemeindegebiet 2300 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

In den modern eingerichteten Werkstätten des Berufsbildungswerkes Waldwinkel der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos werden 330 meist körperbehinderte Jugendliche in verschiedenen Berufen ausgebildet.

Das Industriegebiet liegt völlig abgeschirmt südlich des Ortszentrums in einem Waldgebiet auf der tiefer gelegenen sogenannten zweiten Inntrasse. Aschau konnte daher bis heute seinen ländlichen Charakter erhalten.

Ein Sportzentrum bietet Gelegenheit zu sportlicher Betätigung. 25 Vereine und Vereinigungen zeigen die rege Vereinstätigkeit und den Gemeinschaftssinn der Bevölkerung.

Aschau liegt an der Strecke des Radpilgerweges "Benediktweg", der im August 2005 eröffnet wurde.

Berühmte Persönlichkeiten

Ein berühmter Sohn des Ortes ist Papst Benedikt XVI., der unter seinem bürgerlichen Namen Joseph Alois Ratzinger seine Grundschulzeit von 1932 bis 1936 in Aschau am Inn verbrachte und seine Erstkommunion in Aschau feierte.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

Bernhard Muschol: Aschau am Inn. Ein Heimatbuch. Gemeinde Aschau am Inn, Aschau am Inn 1985

Weblinks


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