Aschau i.Chiemgau
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aschau i.Chiemgau
Aschau im Chiemgau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aschau i.Chiemgau hervorgehoben
47.76666666666712.316666666667615Koordinaten: 47° 46′ N, 12° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 615 m ü. NN
Fläche: 79,61 km²
Einwohner: 5661 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83229
Vorwahlen: 08052 08057 (Sachrang)
Kfz-Kennzeichen: RO
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 114
Adresse der Gemeindeverwaltung: Kampenwandstraße 36
83229 Aschau im Chiemgau
Webpräsenz:
Bürgermeister: Werner Weyerer

Aschau im Chiemgau (amtlich: Aschau i.Chiemgau) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim mit den Ortsteilen Aschau und Sachrang. Überragt wird der Fremdenverkehrsort von der 1.669 m hohen Kampenwand und dem mitten im Priental thronenden Schloss Hohenaschau (12. Jahrhundert).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Aschau im Chiemgau liegt rund 23 km südöstlich von Rosenheim, 12 km südlich von Prien am Chiemsee, 32 km südwestlich von Traunstein und 28 km nördlich von Kufstein in Tirol. Aschau ist Endpunkt der Chiemgaubahn von Prien am Chiemsee, überdies befindet sich hier die Talstation der Kampenwandbahn.

Ortsteile

Aschau besteht aus 43 Ortsteilen, überwiegend kleine Weiler entlang der Prien. Dazu gehören neben Aschau und Sachrang unter anderen Grenzhub, Aschach, Schweibern, Berg, Huben, Innerwald, Hagen, Stein, Hainbach, Schoßrinn, Schwarzenstein, Außerwald, Attich, Laubenstein, Hammerbach, Fuchslug, Hub, Hintermiesenau, Aigen, Hintergschwendt, Bucha, Außerkoy, Höhenberg, Spöck, Seehaus, Weiler, Höhenberg, Grünwald, Fellerer und Haindorf.

Geschichte

Schloss Hohenaschau

Die Burg Hohenaschau wurde im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts im Oberen Priental erbaut durch Konrad und Arnold von Hirnsberg. Bedeutsame Adelsgeschlechter erweiterten den Besitz und bauten das Schloss zum Mittelpunkt des Verwaltungssitzes ihrer Herrschaft aus. Die Herrschaft Hohenaschau war zwar kein Fürstentum im eigentlichen Sinn, hatte aber dennoch eine ganze Reihe von Hoheitsrechten wie das Recht der Hoch- und Blutgerichtsbarkeit.

Bei den Um- und Erweiterungsbauten des Schlosses im Stil der Renaissance (1540–1560) und des Hochbarock (1672–1686) wurden die barocke Schlosskapelle und das ehemalige Benefiziatenhaus, das heutige Prientalmuseum, errichtet. Nach weiteren Veränderungen, vor allem von 1905–1908 durch Theodor von Cramer-Klett, ging der Besitz an die Bundesrepublik Deutschland über und wird heute als Ferienwohnheim der Bundesfinanzverwaltung genutzt.

Hohen- und Niederaschau wurden im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 selbständige politische Gemeinden. Am 1. Januar 1966 wurden Hohen- und Niederaschau zur Gemeinde Aschau im Chiemgau zusammengelegt. 1978 erfolgte die Eingliederung der früheren Gemeinde Sachrang sowie des südlichen Teils der früheren Gemeinde Umrathshausen in die Gemeinde Aschau im Chiemgau. Hierdurch wurde es zur flächenmäßig größten kreisangehörigen Gemeinde im Landkreis Rosenheim.

Politik

Gemeinderat

Zusammensetzung des Gemeinderats seit 2008:

  • FWG - 8 Sitze
  • CSU - 7 Sitze
  • ABL - 3 Sitze
  • PTL - 2 Sitze

Bürgermeister

Erster Bürgermeister von Aschau ist Werner Weyerer (FWG).

Wappen

Blasonierung: In Silber auf der mittleren Kuppe eines dreiteiligen blauen Felsenberges eine grüne Esche.

Das Wappen wird seit 1967 geführt. Die Esche leitet sich vom Ortsnamen ab.[1]

Wirtschaft

Verkehr

Es besteht Bahnanbindung nach Prien und Rosenheim über die Chiemgaubahn.

Persönlichkeiten

Bilder

Literatur

Stefan Breit: Die Herrschaft Hohenaschau. In: Wolfgang Jahn, Margot Hamm, Evamaria Brockhoff (Hrsg.): Adel in Bayern, Katalog zur Baerischen Landesausstellung 2008. Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg, S. 284–292, ISBN 978-3-937974-19-4.

Einzelnachweise

  1. Aschau im Chiemgau: Wappengeschichte vom HdBG

Weblinks


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