Aschbach (Gemeinde Söchau)
Wappen Karte
Wappen von Söchau
Söchau (Österreich)
DEC
Söchau
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Steiermark
Politischer Bezirk Fürstenfeld (FF)
Fläche 18,18 km²
Koordinaten 47° 2′ N, 16° 1′ O47.03027777777816.018611111111273Koordinaten: 47° 1′ 49″ N, 16° 1′ 7″ O
Höhe 273 m ü. A.
Einwohner 1.477 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 81 Einwohner je km²
Postleitzahl 8362
Vorwahlen +43 3387
Gemeindekennziffer 6 05 12
AT224
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Söchau 104
8362 Söchau
Offizielle Website
Politik
Bürgermeisterin Emma Schrott (ÖVP)
Gemeinderat (2005)
(15 Mitglieder)
9 ÖVP, 5 SPÖ, 1 Grüne
Lage der Gemeinde Söchau
Gemeindeamt von Söchau
Gemeindeamt von Söchau

Söchau ist eine Gemeinde in der südöstlichen Steiermark mit knapp 1500 Einwohnern. Bekannt ist Söchau durch seinen Kräutergarten, weshalb der Ort den Beinamen „Kräuterdorf“ trägt.

Geschichte

Der Ortsname Söchau verweist auf die slawische Entstehungsgeschichte, leitet er doch vom slawischen „sekati“ ab, was soviel wie „roden“ bedeutet. Durch Rodung entstand Kulturboden. Beide Prozesse der Urbarmachung sind im Gemeindewappen durch den entwurzelten Baum und die Ähre symbolisiert.

Bereits um 1160/67 schien im Rittscheintal der Ort Söchau auf. Genannt wurde der Ort erstmals 1218, als der Kreuzfahrer Wulfing von Stubenberg gemeinsam mit Herzog Leopold VI. vor Damiette in Ägypten gekämpft hat. Da er mehrmals in höchster Lebensgefahr schwebte, vermachte er dem Johanniterorden unter anderem auch eine Hube in Sechau, für den Fall seines Todes sogar den ganzen Ort. (Wulfing kehrte übrigens unversehrt wieder heim). Wann das Dorf schlussendlich veräußert wurde, ist nicht bekannt.

1418 wird erstmals die Kirche genannt. Ihre Weihe zum Hl. Veit und die Tatsache, dass Söchau im 15. Jahrhundert Seckau genannt wurde, lässt den Schluss zu, dass es sich um einen der ältesten Orte der Oststeiermark handeln könnte.

1418 wurde der Ort von den Ungarn geplündert. Damals gehörte der größte Teil des Ortes Jörg und Heinrich von Fürstenfeld. Es folgten die Peßnitzer und nach 1471 die Herbersteiner, welche 1754 sechsundvierzig Liegenschaften besaßen. Von den Türkenkriegen ist wenig für den Ort überliefert, doch dass die Osmanen eine ständige Gefahr für den Raum darstellten, beweisen nicht nur zahlreiche Wehrbauten in der näheren Umgebung wie die Riegersburg, sondern auch eine diesbezügliche Sage.

Galerie

Weblinks


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