Aseptik

Unter Asepsis (griech. „Keimfreiheit“, wörtlich „ohne Fäulnis“) versteht man in der Medizin alle Maßnahmen zur Beseitigung von Krankheitserregern. Sie soll das Eindringen von Viren, Bakterien und Pilzen in den Organismus bei chirurgischen Eingriffen verhindern.

Maßnahmen zur Asepsis („aseptische Kautelen“) sind unter anderem:

  • Raumdesinfektion, wobei hier nur Grenzwerte erreicht werden können. Einen Raum, in dem Menschen arbeiten, kann man nicht völlig sterilisieren.
  • Sterilisation (Keimfreimachung) aller medizinischer Instrumente und der Kleidung (Operationskittel, Handschuhe), Verwendung steril verpackter Einmalinstrumente und -kleidung. Hier gilt es zu bedenken, dass einige Sporenbildner und Viren sich durch nicht alle Sterilisationsverfahren inaktivieren lassen.
  • Raumluftsterilisation, auch „Laminar Flow“ genannt, bedeutet, dass der Arbeitsbereich mit einer laminaren, von oben nach unten gerichteten Strömung steril filtrierter Luft durchströmt wird. Dies soll verhindern, dass Keime in den Bereich eingetragen werden. Aufgewirbelte Partikel oder eventuelle Keime werden durch die seitliche angebrachten, bodennahen Abluftsysteme (aktive Absaugung) entfernt. Die in der laminaren Luftströmung arbeitenden Personen tragen voll verschlossene, partikelarme Overalls, Stiefel, die vollständig mit dem Overall abschließen sowie einen Kopf und Mundschutz. Die Hände sind mit sterilen Einmal-Handschuhen abgedeckt. In besonderen Fällen kann die ausgeatmete Luft laufend abgesaugt werden. Diese Technik stellt derzeit (2005) das Höchstmaß an Keimarmut sicher, das erreichbar ist.
  • Verhalten im Operationsaal: Hier gibt es einige Verhaltensregeln, die ebenfalls einer Verkeimung entgegenwirken sollen.

Abzugrenzen von dem Begriff der Asepsis ist die Antisepsis, die keine vollständige Keimfreiheit, sondern nur eine Keimreduktion bedeutet.

Siehe auch

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