Ashanti (Sängerin)
Ashanti Douglas bei der The Heart Truth Fashion Show 2008.

Ashanti (Ashanti Shequoiya Douglas) (* 13. Oktober 1980 in Glen Cove, Long Island, New York) ist eine US-amerikanische Sängerin, Tänzerin, Songschreiberin und Schauspielerin.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Kindheit

Ashanti wurde am 13. Oktober 1980 als Tochter einer Tanzlehrerin und eines Sängers in Glen Cove geboren. Im Alter von sechs Jahren begann sie im lokalen Gospelchor zu singen; parallel dazu erhielt sie eine professionelle Tanzausbildung am Bernice Johnson Cultural Arts Centre, die ihr zur Teilnahme an lokalen TV-Talent-Shows verhalf. Von einem Agent entdeckt, trat Ashanti später unter anderem in der Carnegie Hall, in diversen Musik-Clips und dem Disney Fernsehmusical Polly auf.

Karriere

Mit 14 Jahren unterzeichnete sie ihren ersten Plattenvertrag bei Jive Records, doch die Zusammenarbeit bleibt ohne Folgen und Ashanti wechselte drei Jahre später zu Epic Records. Dort lernte sie Irv Gotti, Produzent und Chef des Murder-Inc.-Sublabels kennen, der beschloss, die Sängerin für seine Combo zu verpflichten. Infolgedessen war Ashanti Ende 2001 erstmals als Chorus-Stimme auf der Nr.-1-Single Always on Time ihres Kollegen Ja Rule zu hören; wenig später konnte auch Rapper Fat Joe sie davon überzeugen, auf seiner Auskopplung What’s Luv? zu singen.

Im Zuge des Erfolges beider Co-Produktionen veröffentlichte Ashanti im Sommer 2002 ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Die erste Solosingle Foolish wurde zum Welthit und schaffte auf Anhieb den Sprung auf Platz 1 der US-Charts; dort hielt sie sich 11 Wochen lang und entwickelte sich damit zur erfolgreichsten Single des Jahres. Mit Happy und Baby folgten anschließend zwei weitere erfolgreiche Auskopplungen. Die Platte selbst verkaufte sich indes über 6 Millionen Mal und wurde 2003 mit einem Grammy prämiert.

Anfang 2003 war Ashanti erneut als Singlefeature für Ja Rule (Mesmerized) und Fabolous (Into You) zu hören, bevor sie im Sommer mit der ersten Auskopplung Rock wit U ihr zweites Album Chapter II ankündigte. Sowohl die Platte als auch die daraus entnommenen Singles konnten nicht an den Erfolg des Erstlingswerkes heranreichen, zählen jedoch zu den meistverkauften bzw. -gespielten Veröffentlichungen des Jahres. Mit Ashanti’s Christmas folgte zum Jahreswechsel ein Weihnachtsalbum.

2004 erschien ihr drittes Album Concrete Rose. Die CD erreichte Platz 7 der amerikanischen Albumcharts und wurde mit Platin ausgezeichnet, blieb jedoch insbesondere international weit hinter den Erwartungen zurück und wurde nach dem Hit Only U und dem mäßigen Erfolg der zweiten Single Don’t Let Them von Def Jam Records nicht weiter gefördert.

Ashanti selbst widmete sich derweil der Schauspielerei. Noch im selben Jahr trat sie als Nebendarstellerin im Bollywood-Film Bride and Prejudice auf; mit Coach Carter gelang ihr im Frühjahr 2005 ein Kassenschlager. Anschließend veröffentlichte sie mit Collectables ihr erstes Remixalbum.

2007 beendete die Sängerin die Aufnahmen zu ihrem vierten Studioalbum The Declaration, das im Frühjahr 2008 veröffentlicht wurde und an dem sie unter anderem mit Babyface, Polow Da Don, Pharrell Williams, Swizz Beatz, Dr. Dre und Robin Thicke arbeitete. Die erste Single trägt den Titel The Way That I Love You. Ashanti ist seit 2003 mit dem Rapper Nelly liiert.

Diskografie

→ Hauptartikel: Ashanti/Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2002 Ashanti 10
(21 Wo.)
36
(15 Wo.)
15
(29 Wo.)
3
(36 Wo.)
1
(55 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. April 2002
Verkäufe: + 3.555.000
2003 Chapter II 12
(7 Wo.)
65
(5 Wo.)
9
(9 Wo.)
5
(8 Wo.)
1
(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Juni 2003
Verkäufe: + 1.060.000
Ashanti’s Christmas 160
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. November 2003
2004 Concrete Rose 36
(7 Wo.)
66
(9 Wo.)
25
(7 Wo.)
7
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2004
Verkäufe: + 1.100.000
2006 Can’t Stop Erstveröffentlichung: 2006
2008 The Declaration 6
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Mai 2008
2009 The Vault Erstveröffentlichung: 10. Februar 2009

Filmografie

Einzelnachweise

  1. Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks

 Commons: Ashanti (singer) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Ashanti — Das Wort Ashanti (oder dt. Aschanti) steht für Folgendes: mit einer Region in Ghana, siehe Ashanti Region die Ashanti Goldfields Corporation, eine ehemalige Aktiengesellschaft in Ghana die US amerikanische Sängerin und Schauspielerin; siehe… …   Deutsch Wikipedia

  • Ashanti Douglas — bei der The Heart Truth Fashion Show 2008 Ashanti (Ashanti Shequoiya Douglas) (* 13. Oktober 1980 in Glen Cove, Long Island, New York) ist eine US amerikanische Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin …   Deutsch Wikipedia

  • Ashanti Shequoiya Douglas — Ashanti Douglas bei der The Heart Truth Fashion Show 2008 Ashanti (Ashanti Shequoiya Douglas) (* 13. Oktober 1980 in Glen Cove, Long Island, New York) ist eine US amerikanische Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin …   Deutsch Wikipedia

  • Ashanti Shequoyia Douglas — Ashanti Douglas bei der The Heart Truth Fashion Show 2008 Ashanti (Ashanti Shequoiya Douglas) (* 13. Oktober 1980 in Glen Cove, Long Island, New York) ist eine US amerikanische Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Dor–Doz — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Söhne und Töchter von Long Island — Diese Liste enthält Persönlichkeiten, die auf Long Island im US Bundesstaat New York geboren wurden: zu Brooklyn und Queens, Stadtbezirken von New York City im Westen von Long Island, siehe: Liste von Persönlichkeiten aus Brooklyn Liste der Söhne …   Deutsch Wikipedia

  • Jimmy Choo — (chinesisch 周仰傑 Zhōu Yǎngjié) (* 1961 in Penang, Malaysia) ist ein Schuhdesigner, der ausschließlich Damenaccessoires herstellt. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Boutiquen 2.1 Afrika 2.2 …   Deutsch Wikipedia

  • Glen Cove — Glen Cove …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Nummer-Eins-Hits in Deutschland (2002) — Singles Alben Bro’Sis: I Believe 6 Wochen (14. Dezember 2001 24. Januar 2002) Enya: May It Be 1 Woche (25. Januar 31. Januar) Shakira: Whenever, Wherever 11 Wochen (1. Februar 18. April) Scooter: Nessaja 1 Woche (19. April 25. April, insgesamt 3… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Pr — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”