Asiatische Wasseragame
Grüne Wasseragame
Grüne Wasseragame (Physignathus cocincinus), Weibchen

Grüne Wasseragame (Physignathus cocincinus), Weibchen

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Überfamilie: Leguanartige (Iguania)
Familie: Agamen (Agamidae)
Gattung: Wasseragamen (Physignathus)
Art: Grüne Wasseragame
Wissenschaftlicher Name
Physignathus cocincinus
Cuvier, 1829

Die Grüne Wasseragame (Physignathus cocincinus) ist eine Echse aus der Familie der Agamen (Agamidae). Beschrieben wurde Physignathus cocincinus erstmals 1829 von Cuvier. Die grüne Wasseragame wird teilweise auch als Grüner Wasserdrache (green water dragon) oder Hinterindische Wasseragame (Chinese Water Dragon) bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Schlüpflinge messen vom Kopf bis zur Schwanzspitze 13 bis 15 Zentimeter Länge, wovon die Kopf-Rumpf-Länge einen Anteil von fünf bis sieben Zentimetern hat. Weibliche Tiere wachsen dann zu einer Gesamtlänge von 80 Zentimetern heran (mit 20-25 cm Kopf-Rumpf-Länge), Männchen werden bis zu einem Meter lang (davon 25-30 cm Kopf-Rumpf-Länge). Die blatt-, blau- oder olivgrüne Grundfarbe wird durch einige cremefarbene Bänderungen unterbrochen. Der Schwanz hat in jedem Alter dunkle, breite Streifen, die zur Schwanzspitze hin breiter werden; die Schwanzspitze ist oft schwarz. Außerdem ist der Schwanz seitlich wie ein Paddel abgeflacht, wodurch die Wasseragame sehr schnell schwimmen kann. Vom Nacken bis hinter die Schwanzwurzel zieht sich ein Rückenkamm.

Vorkommen

Verbreitungsgebiet ist Südostasien, wo die Art von Südchina bis Vietnam vorkommt. Dort lebt sie im feuchtwarmen, tropischen Tieflandregenwald. Am häufigsten findet man sie an dicht bewachsenen, fließenden oder stehenden Gewässern.

Verhalten und Sozialstruktur

Jungtier der Grünen Wasseragame

Wasseragamen sind sehr scheu und reagieren bei Bedrohungen oft mit panischer Flucht. Da sie sich gewöhnlich auf Ästen über Gewässern sonnen, wie etwa auch Segelechsen und Leguane, lassen sie sich selbst bei kleineren Anzeichen einer Gefahr aus zum Teil großen Höhen ins Wasser fallen, was eine rasche Flucht ermöglicht. Solche Verhaltensweisen sind typisch für Wasserdrachen. Die Tiere lieben das Wasser und verfügen über sehr gute Schwimm- und Tauchkünste. Grüne Wasseragamen leben in kleinen Familienverbänden und Gruppen mit einem Männchen und einem oder mehreren Weibchen.

Ernährung und Beuteerwerb

Jungtiere fressen zu großen Teilen Insekten, während ausgewachsene Exemplare zusätzlich zu vegetarischer Kost Nagetiere, Vögel, Fische sowie große Insekten und andere Wirbellose verspeisen. Dass auch Vögel zum Beutespektrum gehören, verdankt die Wasseragame ihrem guten Klettervermögen. Auch im Wasser ist sie erstaunlich flink und wendig, was sie zu einer erfolgreichen Fischjägerin macht.

Fortpflanzung

Das Weibchen wird vom Männchen umworben. Eine Weile nach der Paarung baut das Weibchen eine Nistgrube, die etwa 10-20 Zentimeter tief ist, und legt bis zu 16 Eier ab, aus denen je nach äußeren Temperaturbedingungen nach 67-101 Tagen die Jungen schlüpfen.

Literatur

  • Franke, K. Haltung und Nachzucht der Grünen Wasseragame (Physignathus cocincinus). Terraria 4 (2007): S. 54-62
  • Werning, H. Die Grüne Wasseragame: Physignathus cocincinus Art für Art, Natur und Tier Verlag, ISBN: 3937285326

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”