Oranje (Fluss)

Oranje (Fluss)
Oranje
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DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage südliches Afrika, Lesotho, Namibia, Südafrika
Flusssystem Oranje

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Quelle als Senqu in Lesotho in den Drakensbergen
28° 46′ 10″ S, 28° 52′ 1″ O-28.7694228.8670643150
Quellhöhe 3.150 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehltVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Atlantik
-28.63083333333316.450

28° 37′ 51″ S, 16° 27′ 0″ O-28.63083333333316.450
Mündungshöhe 0 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehltVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 3.150 m
Länge 2.160 km[1]
Einzugsgebiet 973.000 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abflussmenge[2] MQ: 370 m³/s
Rechte Nebenflüsse Caledon, Vaal, Fischfluss
der Flussmündung bei Oranjemund

der Flussmündung bei Oranjemund

Flusslauf

Flusslauf

Der Oranje (Englisch: Orange River) ist mit 2.160 Kilometern[1] der längste Fluss im südlichen Afrika. Er fließt durch Lesotho und Südafrika und bildet an seinem Unterlauf die Grenze zwischen Südafrika und Namibia. In Lesotho wird der Fluss Senqu genannt, in Südafrika auch Gariep; in Atlanten wird manchmal die englische Bezeichnung Orange verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Flusslauf

Der Oranje entspringt als Senqu im Hochland von Lesotho und fließt von dort aus durch die Plateaulandschaften der Drakensberge in westlicher Richtung durch Südafrika. Nach Austritt aus dem Hügelland etwa auf der halben Strecke seines Laufes vereinigt er sich mit dem Vaal, seinem weitaus größten Nebenfluss, der etwa 200 Kilometer länger ist als der bis hierhin oft auch Oberer Oranje genannte Hauptfluss. Die Wasserführung des Vaal beträgt jedoch nur rund 57% des Oranje. Kurz vor Erreichen der Grenze zu Namibia hat sich der Oranje tief in das Gestein eingegraben und bildet dort, in der Nähe der Stadt Upington, die berühmten Augrabiesfälle als Zentrum des Nationalparks Augrabies Wasserfälle. Danach folgt ihm auf über 500 Kilometern Länge die Grenze zwischen Namibia und der Republik Südafrika. Gleichzeitig begrenzt er den Richtersveld-Nationalparks im Norden. Bei Oranjemund, wo er einen lagunenartigen Ästuar bildet, mündet der Oranje in den Atlantischen Ozean.

Der Oranje transportiert seit vorgeschichtlicher Zeit große Mengen Sand aus dem Landesinneren in das Mündungsgebiet im Südatlantik. Dort wird der Sand durch den Benguelastrom und den ständigen Südwestwind an die namibische Küste getrieben und zum Ausgangspunkt der Dünenbildung in der Namib. Daher wird der Oranje als der „Vater der Namib“ bezeichnet.

Nebenflüsse

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Fluss ist die Basis für eine ausgedehnte Bewässerungslandwirtschaft sowohl in Südafrika als auch in Namibia, vor allem für den Weinbau; aber auch für die Fischerei, die Versorgung des Großraumes Johannesburg mit Trinkwasser, und auch für teils umstrittene Projekte zur Stromerzeugung ist er von großer Bedeutung. Ein Nebenfluss des Oranje speist die Katse-Talsperre in Lesotho, der Oranje selbst speist den größten Stausee Südafrikas, den Gariep-Stausee. Wegen der intensiven Nutzung des Wassers beträgt seine aktuelle Wasserführung mit rund 175 m³/s nur etwa 47% des natürlichen Abflusses.[3] Der Oranje ist nicht schiffbar, wird aber wegen seiner langsamen Strömung für touristische Kanu- und Schlauchbootfahrten genutzt.

Über Jahrmillionen wurden auch Diamanten aus der Region um das südafrikanische Kimberley in den Ozean mitgeführt, von wo aus sie mit der Meeresströmung nordwärts an die Dünen der Namib geschwemmt wurden. Dieses Gebiet, zu dem auch Oranjemund zählt, ist daher heute großflächig Diamantensperrgebiet.

Historische Bedeutung

Gemeinsam mit dem Vaal bildete der Oranje die Außengrenzen der unabhängigen Burenrepublik Oranje-Freistaat. Diese burischen Besitzungen hatten die Briten 1852 in der Sand River Convention garantiert, sie bestanden bis zum Frieden von Vereeniging 1902, der den Zweiten Burenkrieg beendete.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b Anm.: Eine Vergleichsmessung in Luftbildern (google earth, 2011) ergab rund 2.450 km.
  2. Der Wert des natürlichen mittleren Abflusses ist gemittelt aus den Schätzungen in J.A. Cambrai, B.R. Davies, P.J. Ashton: The Orange-Vaal River System. In: B.R. Davies, K.F. Walker: The Ecology of River Systems, Dordrecht 1986, S. 89 (377 m³/s) und in A. Earle et al.: A preliminary Basin Profile of the Orange/Senqu River, Kapstadt 2005 ([1]) (363 m³/s). Der heutige nutzungsbedingt reduzierte Wert liegt bei 175 m³/s.
  3. Review of Surface Hydrology in the Orange River Catchment, 2007

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