Asmae Leghzaoui

Asmae Leghzaoui (* 30. August 1978 in Fès) ist eine marokkanische Langstreckenläuferin.

Die Tochter gläubiger Muslime verbarg in ihrer Schulzeit ihre Laufsachen in ihrem Schulranzen, da ihre Eltern es ablehnten, wenn eine Frau Arme und Beine entblößt. Erst ihre Trainer an Oberschule und im Verein schafften es, sie vom Talent ihrer Tochter zu überzeugen, so dass sie eine athletische Karriere beginnen konnte.

1996 gewann sie die marokkanische Meisterschaft im 5000-Meter-Lauf. Ihren internationalen Durchbruch hatte sie 1999, als sie bei der Crosslauf-Weltmeisterschaft Siebte auf der Kurzstrecke wurde. Im Jahr darauf wurde sie Afrikameisterin im 5000-Meter-Lauf und belegte bei den Olympischen Spielen 2000 im 10.000-Meter-Lauf den 18. Platz.

Nachdem sie bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2001 über dieselbe Strecke Siebte geworden war und bei den Mittelmeerspielen 2001 Gold über 10.000 und Silber über 5000 m geholt hatte, wandte sie sich dem Straßenlauf zu. Bei der Halbmarathon-Weltmeisterschaft 2002 wurde sie Zehnte, und kurz danach stellte sie in New York City mit 30:29 min einen Weltrekord über 10 km auf.

Bei einer Dopingkontrolle bei der Crosslauf-WM 2003 wurde sie positiv auf Erythropoetin (EPO) getestet. Die geständige Athletin gab an, sie habe sich das Mittel einige Monate zuvor zusammen mit ihrem Ehemann und Trainer Mohammed Ar-Ar auf dem Schwarzmarkt besorgt und selbst injiziert. Eine zweijährige Sperre wurde gegen sie verhängt, in deren Verlauf sie eine Tochter zur Welt brachte.

2005 kehrte sie ins Wettkampfgeschehen zurück, wobei es Proteste anderer Athletinnen gab, wenn sie vom Veranstalter eines Straßenlaufs eingeladen wurde. Neben anderen Erfolgen stellte sie beim Freihofer’s Run for Women über 5 km einen Streckenrekord auf.

Bei der WM 2007 in Ōsaka belegte sie den 16. Platz über 10.000 m. 2008 siegte sie beim Ottawa-Marathon.

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