Asmundur Sveinsson
Die Skulptur Sonatorrek
Abguss einer Statue von Guðríður Þorbjarnardóttir und ihrem Sohn in Laugarbrekka, Island

Ásmundur Sveinsson (* 20. Mai 1893 in Kolsstaðir; † 9. Dezember 1982 in Reykjavík) war ein isländischer Bildhauer. Er studierte an der Akademie der Schönen Künste in Schweden bei Carl Milles.

Bei ihm handelt es sich um einen der ersten isländischen Künstler, die international Anerkennung erlangten. Seine bildhauerischen Werke orientieren sich thematisch am Alltagsleben und an der Technik, aber auch mythische Inhalte aus Sagas seiner Heimat werden verarbeitet. Ein Beispiel hierfür wäre etwa die Skulptur Sæmundur und der Seehund vor dem Universitätshauptgebäude in Reykjavík.

Der Künstler vertrat die Ansicht, dass Kunstwerke nicht nur einer kleinen Elite, sondern allen Menschen zugänglich sein sollten und befürwortete daher sehr ihre Aufstellung an öffentlichen Orten. Andere Werke Sveinssons findet man z. B. in Reykjavík im Laugardalur (Die Wasserträgerin), an der Snorrabraut (Der Schmied) oder im Weiler Borg í Mýri bei Borgarnes (Sonatorrek). Die abgebildete abstrakte Skulptur stellt den Sagahelden Egill dar, der seinen toten Sohn auf den Armen trägt. Der Titel des Werkes bezieht sich auf das gleichnamige Gedicht von Egill, eines der berühmtesten der isländischen Literatur, in dem er den Tod seiner Söhne betrauert.

Außerdem hat man das architektonisch sehr interessante ehemalige Wohnhaus des Künstlers im Laugardalur in Reykjavík in ein Museum umgewandelt (Ásmundarsafn). Das Haus wurde in den 40er Jahren nach eigenen Entwürfen des Künstlers erbaut. Der Stil erinnert an Le Corbusier. Der sich anschließende Skulpturengarten ist frei zugänglich.

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