Asslar
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Aßlar
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Stadt Aßlar hervorgehoben
50.5833333333338.4666666666667175Koordinaten: 50° 35′ N, 8° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Höhe: 175 m ü. NN
Fläche: 43,57 km²
Einwohner: 13.853 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 318 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35614
Vorwahlen: 06441, 06443, 06440, 06446
Kfz-Kennzeichen: LDK
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 001
Stadtgliederung: 7 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Mühlgrabenstraße 1
35614 Aßlar
Webpräsenz:
Bürgermeister: Roland Esch (FWG)
Lage der Stadt Aßlar im Lahn-Dill-Kreis
Karte

Aßlar ist eine Stadt nahe Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis in Hessen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Aßlar liegt an einem Ausläufer des Gebirges Westerwald sowie an der Dill, die im benachbarten Wetzlar in die Lahn mündet.

Geologie

Die Kernstadt und der Stadtteil Werdorf liegen in der Talsohle des Dilltales, eines Muldentales. Die übrigen Stadtteile liegen entweder im Lemptal (Oberlemp, Bermoll) oder auf Erhebungen des Lahn-Dill-Berglandes (Berghausen, Bechlingen).

Nachbargemeinden

Aßlar grenzt im Norden an die Gemeinden Mittenaar und Hohenahr, im Südosten an die Stadt Wetzlar, im Süden an die Stadt Solms sowie im Westen an die Gemeinde Ehringshausen (alle im Lahn-Dill-Kreis).

Stadtteile

  • Aßlar
  • Bechlingen
  • Berghausen
  • Bermoll
  • Klein-Altenstädten (wird in Politik und Verwaltung als Teil des Ortsteils Aßlar behandelt; oft fälschlicherweise ohne Bindestrich geschrieben)
  • Oberlemp
  • Werdorf

Geschichte

Aßlar wird im Jahre 783 durch eine Schenkungsurkunde erstmals im Lorscher Codex erwähnt.

Wie viele andere Orte entwickelte sich Aßlar aus einigen großen Höfen, gelegen an den Nachläufen, über die Industrialisierung vor dem Ersten Weltkrieg zu einer Größe von ca. 5.000 Einwohnern, wobei es immer mit dem am jenseitigen Dillufer gelegenen Ortsteil Klein-Altenstädten eine Gemeinde bildete. Mit der Aufnahme von ca. 1.500 Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und der Eingliederung der Gemeinden Bechlingen, Berghausen, Bermoll, Oberlemp und Werdorf mit Abschluss der Gebietsreform 1977 erreichte Aßlar seine jetzige Größe von zirka 4.400 ha mit 13.853 Einwohnern (30. Juni 2007).

Die Verleihung der Stadtrechte für Aßlar erfolgte am 16. November 1978.

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,5 9 24,8 9
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,5 11 35,2 13
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,0 2 6,8 3
FDP Freie Demokratische Partei 2,7 1 3,9 1
FWG Freie Wählergemeinschaft 37,2 14 29,3 11
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 37,1 44,6

Bürgermeister

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2007 Roland Esch FWG 87,7
Wahlbeteiligung in % 30,2
2001 Roland Esch FWG 71,8
Karl Jürgen Meinecke SPD 28,2
Wahlbeteiligung in % 51,8
1996(1) Roland Esch FWG 60,0
Karl Jürgen Meinecke SPD 40,0
Wahlbeteiligung in % 52,9
Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
1996 Roland Esch FWG 34,3
Heiko Budde CDU 8,6
Karl Jürgen Meinecke SPD 29,8
Horst Klaper 27,3
Wahlbeteiligung in % 56,7
(1)Stichwahl

Bei der letzten Wahl am 4. November 2007 wurde der amtierende Bürgermeister Roland Esch (FWG) mit 87,7 % der Stimmen wiedergewählt. Es gab keine Gegenkandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei 30,2 %.

Wappen

Blasonierung: Geteilt und unten von Gold und Rot gespalten; oben in Blau ein wachsender, rot bewehrter, silberner Löwe, unten vorn eine aufrechte rote Raute, hinten eine aufrechte goldene Haselnuss.

Die Genehmigung zur Führung eines Wappens und einer Flagge erhielt der Ort in den Jahren 1959 und 1960 durch die Hessische Landesregierung. Farben und Heraldik des Wappens sind weitestgehend zurückzuführen auf die Grafen von Solms und die Herren von Bicken (im Wappen als der Löwe und die Raute), die während des gesamten Mittelalters das Leben im Gebiet um Aßlar bestimmten. Die Haselnuss im unteren Teil des Wappens weist auf die Auslegung der Entstehung des Ortsnamens hin, nämlich auf das Wort "Haselare". So nannte man in frühgeschichtlicher Zeit eine mit Haselruten abgegrenzte heilige Stätte. Dieser wurde durch den Bau einer Kirche ein Denkmal gesetzt, die sich bis heute an dieser Stelle befindet und in der jede Woche evangelischer Gottesdienst gefeiert wird.

Städtepartnerschaften

  • Seit 1966 ist Aßlar mit der südfranzösischen Stadt Saint-Ambroix im Département Gard verschwistert.
  • Eine innerdeutsche Partnerschaft besteht seit 1991 mit der Stadt Jüterbog in Brandenburg.

Eine große Ehre wurde der Stadt Aßlar im Oktober 2001 zuteil. Für das Engagement der Stadt auf dem Gebiet der Verständigung innerhalb Europas verlieh der Europarat der Stadt Aßlar die Europafahne.

Kultur und Bildung

Museen

  • Museum für Heimatgeschichte im Werdorfer Schloss
  • Besucherbergwerk Grube Fortuna unterirdisch auf der Berghäuser Gemarkung
  • Grubenbahnmuseum der Grube Fortuna nahe dem Besucherbergwerk

Bauwerke

Im Stadtteil Werdorf ist das Werdorfer Schloss zu bewundern. In den Jahren 1680 bis 1700 wurde das Schloss von den Grafen Solms-Greifenstein erbaut. Es diente als Witwen- sowie als Sommersitz für die gräfliche Familie.

Bildung

Die Stadt Aßlar besitzt drei allgemeinbildende Schulen in ihrem Gebiet. Die Schüler des Stadtteils Werdorf besuchen nach der vierten Klasse in der Regel die Gesamtschule im nahen Ehringshausen anstatt der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar. Dafür wird die Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar normalerweise von Schülern des zur Stadt Wetzlar gehörenden Hermannsteins besucht.

Von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe:

Von der fünften bis zur zehnten Jahrgangsstufe:

  • Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Aßlar ist über die A 480 (AS Wetzlar-Nord/Aßlar) an die A 45 angeschlossen. Weiterhin ist Aßlar über die B 277 aus Richtung Wetzlar/Dillenburg gut zu erreichen.

Aßlar liegt an der Dillstrecke und verfügt über einen Bahnhof und einen Haltepunkt im Stadtteil Werdorf.

Auch befindet sich in Aßlar ein Segelflugplatz.

Ansässige Unternehmen

Aßlar ist Unternehmenssitz des börsennotierten Vakuumtechnologieherstellers Pfeiffer Vacuum mit 700 Mitarbeitern weltweit.

Auch durch die Lage im weiteren Einzugsbereich des Rhein-Main-Gebiets, ist Aßlar ein attraktiver Standort. Zu nennen wären hier vor allem noch PVA TePla als Hersteller von Kristallzuchtanlagen, der Solarsystemanbieter und Modulhersteller FiveStarEnergy, BEDEA Berkehoff und Drebes (Drahterzeugnisse), die Großbäckerei Moos, Howeld Schweißtechnik, Buderus Schleiftechnik sowie im Ortsteil Berghausen die Seil- und Netzfabrik Manfred Huck GmbH.

Freizeitmöglichkeiten

Die Palette der Freizeitgestaltung reicht über zirka 80 Vereine mit kulturellen und sportlichen Angeboten bis hin zu Grillplätzen und Wanderwegen. Ein Thermalsolebad, die Laguna Aßlar, das in Mittelhessen so nicht noch einmal zu finden ist, eine Stadthalle und Dorfgemeinschaftshäuser sind in den meisten Stadtteilen der Stadt Aßlar ebenfalls zu finden.


Weblinks


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