Asteroids
Asteroids
Ed Logg.jpg
Entwickler Atari
Publisher Atari
Designer Lyle Rains und Ed Logg (Bild)
Erstveröffent-
lichung
September 1979
Genre Shoot 'em up
Spielmodi 2 Spieler abwechselnd
Steuerung 5 Knöpfe (links, rechts, Feuer, Thrust, Hyperspace)
Gehäuse Standard und Cocktail
Arcade-System M6502 (@ 1,5 Mhz)
Sound CPU: –
Sound Chips: Discrete
Monitor Vektoren Auflösung 256×231 (4:3 Horizontal) Farbpalette: 32768
Information
  1. 7 in der (KLOV)

Asteroids ist ein klassisches Arcade- und Computerspiel.

In dem Spiel geht es darum, Asteroiden auszuweichen. In der Mitte des Bildes befindet sich ein kleines dreieckiges Raumschiff. Um dieses Raumschiff fliegen in chaotischer Reihenfolge Asteroiden. Über Tasten lässt sich das Raumschiff lenken.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Spielautomat Asteroids wurde 1979 von Lyle Rains und Ed Logg für Atari entwickelt und ist einer der größten Erfolge aller Zeiten in der Geschichte der Computerspiele. Atari hat weltweit über 70.000 Automaten verkauft. In der Folge wurde das Spiel für nahezu alle Heimcomputer und PC-Plattformen portiert. Es gibt zwei offizielle Nachfolger (Asteroids Deluxe 1980 und Blasteroids 1987) und eine unüberschaubare Anzahl an Nachbauten.

Spielablauf

Das Raumschiff des Spielers befindet sich in einem zweidimensionalen Weltraum. Es kann sich um die eigene Achse drehen und Schüsse in alle Raumrichtungen abfeuern. Durch Zünden seines Raketentriebwerks wird es in Vorwärtsrichtung beschleunigt. Entgegen dem Trägheitsgesetz bremst es im luftleeren Raum jedoch ohne weiteres Zutun langsam wieder ab. Eine Schnellbremsung ist nach einer 180°-Kehrtwende mit Hilfe des Triebwerks möglich.

Das Ziel des Spiels besteht darin, auf jeder Spielebene alle Asteroiden sowie sporadisch auftauchende Ufos zu zerschießen. Für das Spielfeld gelten zyklische Randbedingungen, das heißt, dass alle Objekte (inklusive der Projektile), die den einen Spielfeldrand verlassen, auf dem gegenüberliegenden wieder auftauchen. Wird das Raumschiff von einem Asteroiden getroffen oder von einem Ufo beschossen, so geht es verloren. Je nach DIP-Schaltereinstellungen verfügt der Spieler über insgesamt drei oder vier Raumschiffe.

Die Asteroiden bewegen sich auf zufälligen, geraden Bahnen über das Spielfeld. Durch Beschuss zerfallen sie in mehrere kleinere Brocken, die nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten wieder in andere Richtungen und mit anderen Geschwindigkeiten fliegen. Die kleinsten Brocken können mit einem Schuss restlos vernichtet werden. Sind alle Asteroiden und ihre Bruchstücke verschwunden, beginnt die nächste Spielebene.

Technik

Form eines großen Asteroiden der Arcade-Version (im Spiel farbinvers)

Beim Asteroids-Spielautomat handelt es sich um ein so genanntes Vektorspiel. D. h., die gesamte Spielegrafik besteht nur aus Linien, die auf einem Vektorbildschirm dargestellt werden. Die Hardware basiert einerseits auf einer 6502-Standard-CPU, auf der das Spielprogramm ausgeführt wird, und andererseits auf einer von Atari selbst entwickelten Videohardware, dem Digital Vector Generator (DVG). Da die CPU zu langsam wäre, um neben der eigentlichen Spiellogik auch den Vektormonitor für die Grafikdarstellung anzusteuern, übernimmt diese Aufgabe der DVG. Die CPU schreibt dabei in einen bestimmten RAM-Bereich Grafikbefehle für den DVG. Diese Befehle dienen z. B. zum Positionieren des Elektronenstrahls an bestimmten Bildschirmkoordinaten, zum Zeichnen von Linien, zum Festlegen der Helligkeit, zum Aufruf von DVG-Unterprogrammen usw. Der DVG liest die Grafikbefehle und setzt sie in entsprechende Signale für den Vektormonitor um.

Asteroids verfügt über einige Sound-Effekte, die hardwaremäßig durch je einen eigenen Schaltkreis pro Effekt realisiert sind. Über bestimmte Speicheradressen (Ports) kann die CPU diese Schaltkreise aktivieren und damit den entsprechenden Sound-Effekt auslösen. Besonders gut gelungen ist der pulsierende Bass-„Herzschlag“, der im Spielverlauf immer schneller wird und so die Spannung beim Spieler erhöht.

Die Software des Asteroids-Automaten ist auf nur 6 KiloByte ROM-Speicher untergebracht. Dazu kommt noch ein Vektor-ROM mit weiteren 2 KByte, das im Wesentlichen die Grafiken für die Spielelemente in Form von DVG-Unterprogrammen enthält.

Ableger

Freie Variante XPilot

Spacola

Spacola ist eine Asteroids-Variante für die ATARI ST/TT-Reihe und den Apple Macintosh die von Meinolf Amekudzis (geb. Schneider) Firma „Dongleware“ stammt.

Story

Die Aufgabe des Spielers ist es, anfangs eine Ladung Space-Cola bei einer bestimmten Raumstation abzuliefern. Es gibt im Spiel eine Menge Quadranten mit einer Vielzahl von Raumstationen und Minen. Und von den diversen Raumstationen sind alle Insassen nach Space-Cola versessen, und versuchen die Ladung an sich zu bringen. Das Ziel des Spielers ist demnach, den richtigen Quadranten zu finden, was nur möglich ist, wenn man das Buch zum Spiel erworben hat, die Minen um die Raumstation beseitigt, und dann an die Raumstation angedockt hat. In höheren Missionen hat man dann Toilettenpapier und andere Ladungen abzuliefern.

Besonderheiten

Zur Verbesserung des Schutzes und der Bewaffnung findet man während der Suche nützliche Tools. Gesteuert wird das Raumschiff genau wie in Asteroids. In Anlehnung an den Film Spaceballs gibt es drei Geschwindigkeitsbereiche.

Starscape

Starscape ist eine neuere Asteroids-Variante für den PC, die eine Hintergrundstory sowie neue Strategieelemente mit in das Spielprinzip einbringt, wie Forschung und Resourcing. Zerstörte Asteroiden hinterlassen hier verschiedene Mineralien, die sich aufsammeln lassen, um damit die Forschung zu fördern oder die Produktion neuer Raumschiffteile. Die Levels folgen hier nicht linear, sondern lassen sich über eine Navigationskarte ansteuern.

Besonderheiten

Die Spieler übernimmt in Starscape nicht nur die Verantwortung für sein Raumschiff, sondern auch für seine Raumschiffbasis, die „Aegis“, die sich auch unabhängig vom Spieler gegen Feinde verteidigen kann, Asteroiden zerstören, Mineralien sammeln (Forschung vorausgesetzt) und das Spielerschiff reparieren kann.

Ziel des Spiels ist es, den Hyperantrieb der Aegis zu reparieren. Die nötigen Teile dafür müssen in den 5 Galaxien von den Levelbossen erobert werden. Das Spielerschiff ist dazu aufrüstbar mit verschiedenen Kanonen, Raketen, Antrieben, Schutzschilden, Batterien etc., so wie die Raumschiffklasse selbst änderbar ist. Hinweise auf die Standorte der Levelbosse in den jeweiligen Galaxien geben eroberte Datenkapseln größerer Feinde, die zudem selbst Mineraliensammler sind, Massen an kleineren Feindschiffen produzieren und durch die Galaxien reisen, um die Sterne bzw. Levels mit ihnen zu besetzen.

Jede Galaxie bietet dazu auch ein paar reine Asteroids-Levels weitgehend ohne Feinde, in denen sich der Spieler relativ sicher zurückziehen und Ressourcen sammeln kann.

Alternativ bietet Starscape auch einen reinen Survival-Arcade-Modus.

Sonstiges

1973 gab es das Arcade-Spiel Asteroid von Bally Midway mit ähnlicher Grafik. Dieses wurde aber nicht so bekannt.

Im April 2008 rief die Computerzeitschrift c’t anlässlich ihres 25. Geburtstags zu einem Programmierwettbewerb auf. Die Teilnehmer sollten ein Computerprogramm erstellen, das Asteroids selbstständig spielt. Asteroids wurde dazu im M.A.M.E. emuliert und konnte so von den Programmen ferngesteuert gespielt werden.[1] Bis zum Einsendeschluss Ende Juni wurden 138 Programme eingeschickt, die Ergebnisse sowie Aufzeichnungen sämtlicher Partien wurden auf der Website der c't veröffentlicht.[2]

2010 erwarb Universal Pictures nach langen Streit mit anderen Filmstudios das Recht, einen Asteroids-Film zu drehen. Die Produktion führt Lorenzo di Bonaventura (G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra, Transformers, Shooter), Drehbuchautor ist Matthew Lopez (Bedtime Stories). Jeff Kirschenbaum soll Regie führen.[3]

Weblinks

Starscape

Einzelnachweise

  1. Artikel aus der c't 9/08 auf der Webseite von c’t
  2. Ergebnisse auf der Webseite von c’t Deutschland
  3. Golem.de: Asteroids: Spielautomatenklassiker wird verfilmt

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