Aston Martin Lagonda

Aston Martin Lagonda war der Name mehrerer Limousinen, die der britische Sportwagenhersteller Aston Martin in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren verkaufte.

Lagonda war selbst ein eigenständiger, traditionsreicher Sportwagenhersteller, der 1947 von David Brown übernommen und in das ebenfalls Brown gehörende Unternehmen Aston Martin integriert wurde. In folgenden 15 Jahren entstanden drei Limousinen mit Aston Martin-Technik, die jeweils unter dem Markennamen Lagonda verkauft wurden: der Lagonda 2,6 Litre (1948–1953), der Lagonda 3,0 Litre (1953–1958) und der Lagonda Rapide (1961–1964).

Nachdem zehn Jahre lang kein Lagonda angeboten wurde, reaktivierte Aston Martin 1974 den Namen für eine viertürige Limousine, die die Aston Martin-Palette abrunden sollte. Anders als bisher, wurden diese Wagen allerdings nicht mehr unter der Marke Lagonda verkauft; sie waren vielmehr Aston Martins, und „Lagonda“ war zum bloßen Modellnamen geworden.

Als Aston Martin Lagonda wurden in knapp 20 Jahren drei verschiedene Modelle angeboten, wobei zwei von ihnen nur in sehr geringen Stückzahlen hergestellt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Aston Martin Lagonda (Series 1)

Bildete die Basis für den Aston Martin Lagonda Series 1: Der Aston Martin DBS (später: Aston Martin V8)

Das erste Fahrzeug, das den Namen Aston Martin Lagonda trug, war eine verlängerte, viertürige Version des Aston Martin V8. Der Motor, die Technik und auch das Design des seit 1969 angebotenen Aston Martin V8 wurden weitestgehend beibehalten; allerdings verlängerte man den Radstand um 30,5 Zentimeter. Zugleich wurde das Dach deutlich höher gezogen. Insgesamt entstand so eine große, schwere und recht unübersichtliche Fließheck-Limousine.

Ein erstes, „Lagonda DBS V8“ genanntes Exemplar, das intern die Bezeichnung „EP 230“ trug, wurde bereits 1969 für den damaligen Aston Martin-Eigner David Brown hergestellt. Es trug noch die mit Doppelscheinwerfern ausgestattete Frontpartie des Aston Martin DBS, war allerdings bereits mit dem Achtzylindermotor des DBS V8 ausgestattet, der etwa gleichzeitig im DBS-Coupé erschien. Daraufhin wurde das Konzept zunächst nicht weiter verfolgt, bis sich 1974 das neue Aston-Martin-Management, das David Brown abgelöst hatte, im Interesse einer Ausweitung der Produktpalette entschloss, die Serienproduktion der Limousine ohne größere Änderungen aufzunehmen.

Ein erstes Modell des „Serien“-Lagonda wurde auf der Londoner Motorshow 1974 der Öffentlichkeit vorgestellt. Es unterschied sich von dem fünf Jahre alten David Brown-Modell nur durch eine modifizierte Frontpartie: Der Wagen trug nun die von Aston Martin bekannten Einzelscheinwerfer; der Kühlergrill war leicht überarbeitet worden und hatte nun einen hufeisenförmigen Einsatz, der offensichtlich an den Lagonda Rapide erinnern sollte. Bei seiner Vorstellung erhielt das Auto einen Design-Preis. Das Management erwartete daraufhin ein größeres Interesse vor allem der amerikanischen Kundschaft und hoffte auf einen kommerziellen Erfolg.

Der blieb allerdings aus. Der Wagen war knapp zwei Jahre lang im Angebot. In dieser Zeit entstanden – einschließlich des 1974er Prototypen – lediglich sieben Fahrzeuge; das letzte wurde noch unter einem wiederum neuen Management hergestellt, das Ende 1975 die Verantwortung für Aston Martin übernommen hatte.

Von 1998 bis 2007 entstand aus dem eingelagerten Chassis und vorhandenen Teilen ein letzter Lagonda Series 1 (Fahrgestellnummer 12008).[1]

Das Scheitern des Wagens hatte viele Gründe. Ein wesentlicher Aspekt war die wirtschaftlich schwierige Situation des Unternehmens, das zwischen 1973 und 1975 immer wieder am Rande der Zahlungsunfähigkeit stand und unter anderem ein Insolvenzverfahren über sich ergehen lassen musste; all dies förderte nicht das Vertrauen in die Marke. Darüber hinaus war der Wagen ausgesprochen teuer; 1974 standen 14.000 britische Pfund in den Preislisten. Für diesen Betrag erhielt der Kunde wahlweise einen Rolls-Royce Corniche oder zwei bis drei Daimler Double Six, Vanden-Plas-Limousinen. Ein ernüchternder Testbericht der Zeitschrift Autocar im März 1975 tat ein Übriges. Das Handling wurde als enttäuschend bezeichnet, auch der Fahrkomfort und das Geräuschniveau des Motors und der Karosserie wurden bemängelt. Vor allem aber waren die Fahrleistungen in der Kritik:

Die Leistungen sind im Ganzen brauchbar, aber weit von dem entfernt, was man von einem Auto erwarten darf, das von einem 5,4 Liter großen Motor angetrieben wird. Es ist ein Auto, von dem, wenn es ein bisschen mehr Entwicklung erfährt, durchaus ein paar Exemplare verkauft werden könnten. Ob es aber das Auto ist, das Aston Martin retten kann, ist, offen gesagt, zweifelhaft.“

Alle sieben Serienexemplare sowie das David Brown-Modell von 1969 existieren heute noch. Die meisten von ihnen stehen in Großbritannien. Sie werden zu wesentlich höheren Preisen gehandelt als die zweitürigen V8-Modelle. Der letzte, 1976 hergestellte Lagonda wurde im Sommer 2008 für einen Preis von 254.000 £ bei einer Auktion verkauft[2].

Konkurrenten:

Aston Martin Lagonda (Series 2 - Series 4)

Aston Martin
Aston Martin Lagonda Series 2

Aston Martin Lagonda Series 2

Lagonda
Hersteller: Aston Martin Lagonda Ltd.
Produktionszeitraum: 19761989
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: viertürige Limousine
Motoren: Ottomotor: 5,3 Liter
Länge: 5300 mm
Breite: 1815 mm
Höhe: 1300 mm
Radstand: 2915 mm
Leergewicht: 2097 kg
Vorgängermodell: Lagonda Rapide
Nachfolgemodell: Aston Martin Rapide
Das Interieur eines Aston Martin Lagonda S2

Nach dem Scheitern des verlängerten Aston Martin V8 nahm das neue Aston Martin-Management einen neuen Anlauf, ein Fahrzeug des Typs Lagonda zu etablieren. Dieses Modell entstand in drei Serien, die als S2, S3 und S4 bezeichnet werden.

Das Konzept

Das Fahrzeug sollte die Handlungsfähigkeit des britischen Traditionsbetriebes aller wirtschaftlicher Probleme zum Trotz deutlich machen. Das Management hatte die Lehren aus dem vorangegangenen Projekt gezogen: Der neue Lagonda musste ein Aufsehen erregendes Auto sein, dessen Verwandtschaft zum Aston Martin V8 nicht erkennbar sein durfte. Die technische Entwicklung des Lagonda leitete Mike Loasby, für das Design war William Towns verantwortlich.

Die äußere Form des Wagens war Aufsehen erregend. William Towns entwarf eine sehr niedrige, keilförmige Karosserie, die von glatten Flächen und Winkeln geprägt war. Mit Ausnahme der Radläufe gab es keine Rundungen. Die Fahrzeugfront lief spitz zu. Oberhalb der Stoßfänger fanden sich im Originalentwurf sechs kleine Leuchten für Blinker und Nebelscheinwerfer. Die vier Hauptscheinwerfer waren dagegen verdeckt und in die Motorhaube integriert. Sie wurden bei Bedarf ausgeklappt. Die Heckleuchten waren zunächst als vier schmale Streifen gestaltet, die in die Heckklappe integriert waren und mit der Klappe nach oben schwenkten. Da sie bei geöffneter Klappe für nachfolgende Fahrzeuge nicht oder nicht hinreichend erkennbar waren, ordneten die britischen Verkehrsbehörden an, dass auf der Innenseite der Heckklappe zusätzliche Rückleuchten angebracht werden mussten[3]. Insgesamt handelte es sich bei dem Lagonda S2 um eine extreme Interpretation des klassischen Folded-Paper-Stil. Damals galt das Design als noch unkonventioneller als heute. Automobilenthusiasten streiten sich bis heute über den ästhetischen Wert dieses Fahrzeuges.

Mit der ungewöhnlichen Form des Äußeren korrespondierte eine zukunftsweisende Instrumentierung. Anstelle herkömmlicher analoger Anzeiger verwendete der Lagonda ausschließlich digitale Instrumente. Die wesentlichen Informationen wie Geschwindigkeit, Drehzahl usw. wurden auf einem Display im Instrumententräger mit LED-Technik angezeigt. Darüber hinaus ließen sich die meisten Funktionen wie Licht und Scheibenwischer über Sensortasten betätigen. Selbst das automatische Getriebe sollte über Sensortasten bedient werden; davon nahm das Werk allerdings bereits zu Beginn der Serienproduktion Abstand. Die Instrumentierung erwies sich als Quelle zahlloser Probleme. Sie erwies sich als unzuverlässig und führte in der Entwicklungsphase zu zahllosen Fehlfunktionen bis hin zu Totalausfällen des Fahrzeugs. Die ersten Prototypen, die 1977 einigen Journalisten für Probefahrten zur Verfügung gestellt wurden, wurden mit analogen Instrumenten ausgerüstet, um eine Funktionstauglichkeit des Wagens sicherzustellen[4]. Bis zur Serienreife der Elektronik vergingen mehr als zwei Jahre. Ungeachtet der Anfangsprobleme war die digitale Instrumentierung ein Meilenstein. Zahlreiche andere Hersteller von Luxusfahrzeugen versuchten in den folgenden Jahren, ähnliche Anlagen zu entwickeln - Bristol beispielsweise für den Beaufigher und Ferrari für den Pinin[5] -; anders als Aston Martin aber brachten sie ihre Systeme nie zur Serienreife.

Mike Loasby entwickelte für den Lagonda ein neues Fahrgestell. Im Kern ähnelte es der Struktur des Aston Martin V8[6], war aber um 35 cm verlängert und verstärkt worden. Darüber hinaus war an der Hinterachse eine automatische Niveauregulierung vorgesehen, die gleichbleibenden Fahrkomfort bei unterschiedlichen Belastungen sicherstellen sollte. Als Antrieb diente der bekannte, 5,3 Liter große Achtzylinder, der im Vergleich zum V8 deutlich nach hinten versetzt war. Er leistete in der ersten Version 280 PS und beschleunigte den über zwei Tonnen schweren Wagen auf maximal 230 km/h.

Präsentation und Serienproduktion

Der erste Prototyp des Lagonda wurde bereits im Juni 1976 ausgewählten Journalisten gezeigt, die nach Aussage von Mike Loasby bei der Präsentation über die Tische sprangen und einen Tumult auslösten. Einige Monate später wurde der Lagonda auf der Earls Court Motorshow erstmals öffentlich gezeigt. Er erregte dabei ähnliches Aufsehen wie zuvor bei den Pressevertretern. Zunächst war der Beginn der Serienproduktion für Mai 1977 vorgesehen; dieser Termin ließ sich indes nicht einhalten. Wesentlicher Grund hierfür waren die Fehlfunktionen der Bordelektronik, die nur sehr langsam und unter Aufwendung hoher Kosten zur Serienreife entwickelt werden konnte. Letztlich startete die Serienproduktion im späten Frühjahr 1978.

Die einzelnen Serien

Aston Martin Lagonda Series 3
Aston Martin Lagonda Series 4. Die Wagenfront wies nun sechs Leuchteinheiten auf, verzichtete aber auf Klappscheinwerfer

Der Aston Martin Lagonda wurde von 1978 bis 1990 in drei Serien produziert. In dieser Zeit entstanden 645 Exemplare.

Series 2

Die erste Serie des neuen Modells erhielt mit Rücksicht auf den auf dem V8 basierenden Vorgänger die Bezeichnung Series 2. Sie wurde bis 1985 produziert und erfuhr im Laufe der Zeit einige optische und technische Modifikationen.

Series 3

Die zweite Auflage des neuen Lagonda wurde 1986 vorgestellt. Sie unterschied sich von den Series 2-Modellen in erster Linie durch eine geänderte Antriebstechnik. Der bekannte Achtzylinder wurde nun - analog zum V8 - mit einer Benzineinspritzung versehen, die von Edoardo Weber und Marelli entwickelt worden war. Dadurch stieg die Leistung des Motors auf 300 PS. Zugleich wurde das Interieur überarbeitet. Es gab neue Displays, und zentrale Informationen wie die gefahrene Geschwindigkeit wurden in die Frontscheibe eingespiegelt[7]. Die Fahrzeuge der zweiten Serie hatten Kathodenröhren für die Instrumente, die aber noch unzuverlässiger als die vorher eingesetzten LED-Anzeigen waren.

Series 4

Die dritte Auflage wurde 1987 vorgestellt. Sie erhielt eine in weiten Teilen neu gestaltete Karosserie. Der Aufbau folgte weiterhin dem Layout, das William Towns zehn Jahre zuvor entworfen hatte; zahlreiche Details wurden allerdings verändert. So enfielen an der Frontpartie die Klappscheinwerfer; an ihre Stelle traten sechs rechteckige Einzelscheinwerfer, die den knapp geschnittenen Kühlergrill einrahmten. Die Blinker waren nunmehr in der Stoßstange positioniert. Die Rückleuchten bestanden jetzt aus einer durchgehenden Leuchteneinheit, die nicht mehr in den Kofferraumdeckel integriert war; das KFZ-Kennzeichen befand sich darunter in der Stoßstange. In technischer Hinsicht wurde die Endübersetzung des Getriebes modifiziert; zugleich wurde das Drehmoment geringfügig angehoben. Der Series 4 wurde bis Januar 1990 produziert.

Marktstellung und Konkurrenten

Während der gesamten Produktionszeit gehörten die Lagondas zu den teuersten Limousinen der Welt. Der Rolls-Royce Silver Spirit hatte mit ca. 250.000 DM (1983) ein ähnliches Preisniveau, der fast baugleiche Bentley Mulsanne und der Maserati Quattroporte waren günstiger in der Anschaffung. Der Lagonda war immer ein Aufsehen erregendes Auto, das nicht in der Tradition des Understatement stand. Die britische Fachzeitschrift Thoroughbred & Classic Cars rückte den Lagonda 2003 in die Nähe einiger Fahrzeuge von zweifelhaftem Niveau:

Wer um das Jahr 1980 herum ein auffälliges Luxusauto fahren wollte, mußte je nach Geschmack auf einen Rolls-Royce Camargue oder einen Aston Martin Lagonda zurückgreifen - oder, falls man ein erfolgreicher Pornostar ist, auf einen Stutz Blackhawk.[8].

Konkurrenten:

Sonderversionen

Kombiversion des Lagonda von Roos Engineering

Vom Aston Martin Lagonda wurden einige Sonderversionen hergestellt:

  • Eine 2-türige Version mit kürzerem Radstand, die in zwei Exemplaren hergestellt wurde. Eines der beiden Fahrzeuge diente werksseitig als Versuchsträger für das Fahrwerk des künftigen Aston Martin Virage.
  • Tickford, eine besonders luxuriös ausgestattete Version, alternativ mit regulärem und verlängertem Radstand
  • Shooting Brake: ein 5-türiger Kombi, der von Roos Engineering in Frauenkappelen in der Schweiz hergestellt wurde. Die Karosserie basiert auf einem Serie 3, das Interieur stammt von einem Serie 4.

Technische Daten

Technische Daten Aston Martin Lagonda (1987)
Aston Martin Lagonda
Motor:  8-Zylinder-V-Motor (Viertakt), Zylinderbankwinkel 90°
Hubraum:  5341 cm³
Bohrung × Hub:  100 × 85 mm
Leistung bei 1/min:  227,5 kW (309 PS) bei 5000/min
Max. Drehmoment bei 1/min:  434 Nm bei 4000
Verdichtung:  9,5:1
Gemischaufbereitung:  Elektronische Einspritzung (Weber)
Ventilsteuerung:  DOHC, Antrieb über Kette
Kühlung:  Wasserkühlung
Getriebe:  Dreigang-Automatik (Chrysler Torque-Flite)
Hinterradantrieb
Radaufhängung vorn:  Dreiecklenker, Schraubenfedern
Radaufhängung hinten:  De-Dion-Achse, Wattgestänge, Längslenker, Schraubenfedern
Bremsen:  Innenbelüftete Scheibenbremsen rundum (Durchmesser v/h 27,3/26,3 cm), Servo
Lenkung:  Zahnstangenlenkung, servounterstützt
Karosserie:  Leichtmetall, auf Plattformrahmen
Spurweite vorn/hinten:  1500/1500 mm
Radstand:  2915 mm, LWB: 3170 mm
Abmessungen:  5285 × 1815 × 1300 mm, LWB: 5540 × 1815 × 1350 mm
Leergewicht:  2095 kg, LWB: ca. 2200 kg
Höchstgeschwindigkeit:  230 km/h
0–100 km/h:  8,8 s
Verbrauch (Liter/100 Kilometer):  ca. 16–25 S
Preis :  SFr. 271.200 (1987)

Aston Martin Lagonda Virage

Nach der Einstellung der zweiten Serie bot Aston Martin in den 1990er Jahren erneut eine viertürige Limousine mit dem Namen Aston Martin Lagonda an. Das Werk kehrte dabei zum Konzept der ersten Serie von 1974 zurück: Wie damals, war auch der dritte Lagonda lediglich die verlängerte Version eines Serien-Coupés. Grundlage war der Aston Martin Virage, der mit einem verlängerten Radstand, zwei zusätzlichen Türen und einem Stufenheck versehen wurde. Es handelte sich um sog. Conversions, die werksseitig durchgeführt wurden. Der Produktionsumfang ist nicht exakt belegt; die britische Fachpresse spricht üblicherweise von "einer Handvoll"[9]. Auf diese Weise entstand zudem mindestens ein fünftüriger Shooting Break.

Stylingstudien

Unter Bezunahme auf den Namen Lagonda wurden mehrfach Stylingstudien erarbeitet, die jedoch regelmäßig über das Planungsstadium nicht hinauskamen.

  • Anlässlich des Genfer Auto-Salons 1988 legte die italienische Carrozzeria Zagato den Entwurf für ein zweitüriges Lagonda-Coupé und ein Lagonda-Cabriolet vor, die eine ungewöhnlich gestaltete Gürtellinie aufwiesen. In beiden Fällen blieb es bei reinen Zeichnungen; die Fahrzeuge wurden nicht realisiert[10].
  • 1993 präsentierte Aston Martin eine im Retro-Stil gehaltene Limousine mit der Bezeichnung Lagonda Vignale. Die traditionsreiche Carrozzeria Vignale hatte mit dem Fahrzeug nichts zu tun. Der Entwurf stammte tatsächlich von Ford-Designern. Die Bezeichnung erklärt sich aus dem Umstand, dass die Namensrechte an Vignale zu jener Zeit ebenso wie die Marke Aston Martin zu Ford gehörten. Das auffällige, extrem rund gestaltete Fahrzeug wurde als ein Einzelexemplar hergestellt. Eine Serienproduktion kam nicht zustande.
  • Aston Martin plant, die Marke Lagonda für ein Luxus-SUV wieder zu beleben und stellte hierfür auf dem Genfer Automobilsalon 2009 eine Stylingstudie vor. [11].

Quellen

Zum Aston Martin Lagonda S1

  • Five smokin´ saloons: Vorstellung des Aston Martin Lagonda (Series 1) und Vergleich mit dem BMW 3,0 Si, dem Daimler Doulbe Six Vanden Plas, dem De Tomaso Deauville und dem Mercedes-Benz 300 SEL 6,3, in: Thoroughbred and Classic Cars, Febr. 1996, S. 76 ff. (engl.). Das dort gezeigte Modell ist der David-Brown-Prototyp von 1969 (EM 230).
  • Money no object: Aston Martin Lagonda vs Bitter CD vs De Tomaso Deauville vs Iso Fidia vs Maserati Quattroporte. Vergleichstest italienischer Viertürer in Thoroughbred & Classic Cars Heft 9/2008, S. 60 ff.

Zum Aston Martin Lagonda S2-S4

  • Automobil Revue, Katalognummer 1987 (Daten und Preise).
  • Sujatha Menon: Super Cars, Classics of Their Time. Quintet Publishing (2004), ISBN 0-7607-6228-7
  • Andrew Noakes: Faszination Aston Martin. Parragon Publishing (2006), ISBN 978-1-4054-7900-4
  • Captain Future: Vorstellung und Entwicklungsgeschichte des Aston Martin Lagonda S2 (mit mehreren Abbildungen eines S4) in: Oldtimer Markt, Heft 12/2007, S. 42 ff.

Zum Virage-Lagonda

  • The Last Bulldog. Entwicklungsgeschichte des Aston Martin Virage in: Classic & Sports Car, Heft April 2001, S. 132 ff.

Weblinks

 Commons: Aston Martin Lagonda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.astonmartins.com/v8/v8_lagonda_series_1.htm
  2. Thoroughbred & Classic Cars, 9/2008, S. 66
  3. Interview mit Mike Loasby in Oldtimer Markt 12/2007, S. 47
  4. Oldtimer Markt, Heft 12/2007, S. 45
  5. Thoroughbred & Classic Cars, September 2008, S. 48 ff.
  6. Noakes, Faszination Aston Martin, S. 110
  7. Oldtimer Markt, Heft 12/2007, S. 47
  8. Thoroughbred & Classic Cars, Heft 9/2003
  9. Classic and Sports Car, Heft 4/2001, S. 137
  10. Presseveröffentlichung Zagatos zum Genfer Automobilsalon 1988
  11. Online-Artikel "Aston Martin Lagonda - Die britische Luxus-SUV-Vision für 2012 im Detail" der Auto-Motor-und-Sport vom 01. Mai 2009


Zeitleiste der Aston-Martin-Modelle von 1948 bis heute
Typ Ära David Brown 1947–1972 Diverse Besitzer Ab 1986 zu 75 %, von 1993 zu 100 % Teil von Ford Unabhängig
1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3
Kleinstwagen Cygnet
Sportwagen DB1 DB2 DB2/4 DB4 DB5 DB6 DB7
DB2 Vantage DB4 Vantage DB5 Vantage DB6 Vantage
DBS /
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