Panzerbrigade 33

Panzerbrigade 33
Panzerbrigade 33 „Celle“
Panzerbrigade 33.jpg
Verbandsabzeichen
Aktiv 2. Februar 1959–30. September 1993
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
Letzter Sitz des Stabes Celle
Kommandeur
Letzter Kommandeur BrigGen Jürgen Molsen

Die Panzerbrigade 33 „Celle“ mit letztem Stabssitz in Celle war eine Brigade des deutschen Heeres und zuletzt der 11. Panzergrenadierdivision unterstellt. Sie wurde 1994 aufgelöst. Die Truppenteile der Brigade waren zuletzt um Celle und Gifhorn, anfänglich im Emsland stationiert.

Inhaltsverzeichnis

Verbandsabzeichen

Das Verbandsabzeichen der Brigade zeigt auf blauem Grund im unteren Teil des ungeteilten Schildes drei Wellenkämme und im oberen Teil zwei goldene (gelbe) Steckkreuze. Das Steckkreuz erinnert an die Verbundenheit mit der Stationierungsregion im Oldenburger Land, wo die 11. Division mit Masse stationiert war. Dieses Symbol wurde bereits im Landeswappen des Landes Oldenburg gezeigt und heute noch in vielen Wappen der Region beispielsweise im Wappen des Landkreis Cloppenburg. Das Verbandsabzeichen entspricht im übrigen bis auf den Rand der ehemals übergeordneten 11. Panzergrenadierdivision sowie den dieser Division zugeordneten Brigaden. Die gelb gekordelte Umrandung ist typisch für die jeweils "dritte" Brigade einer Division.

Geschichte

Heeresstruktur II

Die Brigade wurde am 2. Februar 1959 in Lingen aufgestellt und wurde der 11. Panzergrenadierdivision unterstellt. 1960 gehörten zur Brigade das Panzergrenadierbataillon 332, das Panzerbataillon 333, das Panzerbataillon 334 (Aufstellung in Langendamm 1957 als Panzerjägerbataillon 1), das Panzerartilleriebataillon 335 (Verlegung nach Luttmersen 1965), das Versorgungsbataillon 336, die Panzeraufklärungskompanie 330 und die Panzerpionierkompanie 330 (Aufstellung 1959 aus der 3. / Pionierbataillon 1 in Minden). Die Brigade wurde 1962 in die NATO eingebunden. 1968 wurde die Panzerjägerkompanie 330 in Fürstenau neu aufgestellt.

Heeresstruktur III

1972 wurde das Versorgungsbataillon 336 außer Dienst gestellt und seine Instandsetzungs- und Nachschubeinheiten wurde als Instandsetzungskompanie 330 und Nachschubkompanie 330 direkt der Brigade unterstellt. 1976 zogen Stab und der Spähzug nach Celle. 1976 wechselte das Panzergrenadierbataillon 332 zum Heimatschutzkommando 14 und das Panzerbataillon 334 und Panzerartilleriebataillon 335 wechselten beide zur Panzerbrigade 3. Im Gegenzug erhielt die Brigade von der Panzergrenadierbrigade 2 das Panzergrenadierbataillon 21. Von der Panzerbrigade 3 erhielt die Panzerbrigade 33 Panzerbataillon 34, die 4. / Panzerbataillon 110, die Ausbildungskompanie 9 / 1 sowie das Panzerartilleriebataillon 35.

Heeresstruktur IV

1984 unterstanden der Brigade:

  • Stab/Stabskompanie PzBrig 33 (Celle, Cambridge-Dragoner-Kaserne)
  • Brigade(lehr)spähzug 33 (Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne)
  • Panzerbataillon 331 (Aufstellung 1981) (gemischt/gekadert; Stab: Celle, Cambridge-Dragoner-Kaserne; Gerät: Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne)
  • Panzergrenadierbataillon 332 (Wesendorf, Hammerstein-Kaserne)
  • Panzerbataillon 333 (nach Abgabe des ehemaligen Panzerbataillons 333 an die Heimatschutzbrigade 52 Neuaufstellung 1981) (Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne)
  • Panzerbataillon 334 "Celle" (Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne)
  • Panzerartilleriebataillon 335 (ehem. Panzerartilleriebataillon 35, Umbenennung 1981) (Dedelstorf, Richthofen-Kaserne)
  • Nachschubkompanie 330 (Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne)
  • Instandsetzungskompanie 330 (Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne)
  • Panzerjägerkompanie 330 (Dedelstorf, Richthofen-Kaserne)
  • Panzerpionierkompanie 330 (Dedelstorf, Richthofen-Kaserne)
  • Feldersatzbataillon 115 (Hodenhagen, Mobilmachungsstützpunkt)

1989 erhielt die Brigade den Beinamen "Celle". Zum 30. September 1993 wurde die Panzerbrigade aufgelöst. Das Panzergrenadierbataillon 332 und Panzerbataillon 334 (nun als Panzerlehrbataillon 334) wurden zuvor der Panzerlehrbrigade 9 unterstellt. Das Panzerbataillon 333 wurde der nichtaktiven Panzerbrigade der 1. Panzerdivision unterstellt. Alle übrigen Truppenteile wurden zusammen mit der Brigade bis 1994 aufgelöst.

Kommandeure

Die Kommandeure der Brigade waren (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
10 BrigGen Jürgen Molsen 21. Dezember 1988 30. September 1993
9 Oberst Hubert Gosch 27. März 1987 20. Dezember 1988
8 BrigGen Arnold Scharkowski 17. März 1983 26. März 1987
7 Oberst Georg Josef von Raesfeld 1. Oktober 1974 17. August 1977
6 BrigGen Hans Scriba 18. August 1977 16. März 1983
5 Oberst Dr. Werner Schlüter 16. Januar 1971 30. September 1974
4 BrigGen Karl-Heinz Herzberg 1. Oktober 1968 15. Januar 1971
3 Oberst Alfred Müller 1. April 1964 30. September 1968
2 BrigGen Gerd Niepold 1. Juli 1961 31. März 1964
1 BrigGen Hans-Georg Lueder 1. Februar 1959 30. Juni 1961

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